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»Elisa Leonie hat seitdem jemanden, der auf sie aufpasst.«

Jeden Sonntagmorgen läuten die Kirchglocken zum Gottesdienst. Ihr gewohnter Klang weckt in so manchem schöne Erinnerungen an Krippenspiele, Hochzeiten oder gemeinsam verbrachte Konfirmandenstunden. Und doch bleibt manch Glockenklang in ganz besonderer Erinnerung…

Zum Beispiel, wenn die Glocken zur Taufe des eigenen Kindes läuten und der kleine Mensch in der Gemeinde willkommen geheißen wird, so wie bei der Taufe von Elisa Leonie. Für die 32-jährige Constance Haschke stand schon immer fest: »Wenn ich ein Kind habe, dann wird es getauft.« Sie selbst ist mit dem evangelischen Glauben aufgewachsen und empfindet das Ritual der Taufe als sehr wichtig, weil es der erste Ausdruck ihrer Religion sei, den sie auch ihrer inzwischen sechs Monate alten Tochter Elisa Leonie zukommen lassen möchte. »Die Grundlage dieses Ausdrucks und der Weitergabe christlicher Werte sollte Elisas Taufe sein. Damit habe ich meine Tochter Gott übergeben.«, erzählt die junge Mutter. Ihre Erziehung soll von Werten wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Vergebung geprägt sein. Auch die Zehn Gebote spielen letztlich für die junge Mutter eine Rolle, »auch wenn ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, sich an diese zu halten.«, gibt die Erfurterin im Babyjahr zu bedenken.

Elisas Mama liest und singt ihrem Wonneproppen täglich Gebete aus Kinderbibeln und kirchlichen Liederbüchern vor, damit der Glaube von Anfang an dazugehört. Und auch Elisa - Gott ist Hilfe - ist ein bewusst gewählter Name für das Töchterlein. Elisa soll jedoch selbst entscheiden können, ob sie den durch ihre Taufe vorgezeichneten Weg beibehalten möchte. »Ich will natürlich nicht eine Klosterschülerin aus ihr machen, aber ich weiß, der Glauben hat mir persönlich selbst weitergeholfen. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne religiöse Basis zu leben, da ich sie als sehr wertvoll empfinde und selbst meiner eigenen Mutter dankbar bin, dass sie mir das weitergegeben hat.« Schnell stand für Constance Haschke fest, dass Elisas Großmütter die Patentanten sein sollen. »Mir war wichtig, dass die Paten einen gläubigen Hintergrund haben und meine Entscheidung unterstützen. Die Wahl der Omas war als Kompliment an sie gedacht.«

Der Entschluss zur Taufe stieß im Umfeld der 32jährigen auf viele positive Reaktionen, was aber auch dazu führte, dass »ich irgendwie ganz schön aufgeregt war an dem Tag. Immer mehr Leute merkten, dass ich wirklich dahinter stehe und waren tatsächlich in der Kirche und bei der Feier dabei.« Und schließlich sei sie, als es endlich im Gottesdienst soweit war, total gerührt gewesen und den Tränen nahe. »Es kann aber sein, dass das noch die Schwangerschaftshormone waren«, fügt sie lachend hinzu.

»Elisas Taufspruch ist der Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte", weil dieser für mich fast alles in Worte fasst, was mir der Glauben bedeutet. Er ziert auch ihre Taufkerze, die ich selbst entworfen habe. Später soll Elisa diese bekommen und ich hoffe, sie wird sie nicht herunterbrennen.« Auch die Geschenke der Gäste für den kleinen Täufling wie Segenswünsche, Schmuck sowie nicht zuletzt die vielen Karten mit persönlicher Widmung helfen ihrem Kind vielleicht später, ihre Taufe als das eigentliche Geschenk anzusehen, so wünscht es sich ihre Mama.

Wir wünschen alles Gute auf dem weiteren Lebensweg!

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