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»Was piept mich an?«

Den Kindern gehört die Zukunft! Damit sie ihre Chancen aber auch nutzen können, bedarf es starken Förderern und Fürsprechern. Im Netzwerk „Kind & Ko“ entwickeln Chemnitzer Akteure frische Ideen, um ihre Stadt kinderfreundlicher zu gestalten.

Pädagogen, Eltern aber auch Erzieherinnen sind dem Aufruf der Initiative „Kind & Ko“ gefolgt und haben sich zu einem gemeinsamen Fachforum getroffen. Der Frage nachgehend »Was piept mich an?« haben sie Anregungen und Ideen für eine Verbesserung der Arbeit im Bereich frühkindliche Bildung notiert.

Logo_Kind und Ko_CHKindergartenleiterinnen brennt beispielsweise der hohe Betreuungsschlüssel und das Fehlen von Fachkräften unter den Nägeln. Auch der Zeitmangel ist ein Thema. Wenn man für jedes Kind Dokumentationen seiner Entwicklungsgeschichte anlegen und darüber hinaus noch Elterngespräche führen solle, sei das mit einer Stunde pro Woche nicht abgegolten, sind sich die Kita-Betreuerinnen einig. Andere Akteure haben auf dem Fachforum die Frage nach der Meinungsbeteiligung von Kindern zur Sprache gebracht. Die Planung von Spielplätzen würde noch oft über die Köpfe der zukünftigen Nutzer hinweg entschieden.

Das Problem des Mitspracherechts betrifft aber auch die Eltern, wenn es beispielsweise um den Elternrat im Kindergarten geht. Im Projekt „Kind & Ko“ ist im Rahmen von Weiterbildungen ein Leitfaden zur Struktur und Wirkungsweise eines Elternrates entstanden, um Müttern und Vätern dessen Arbeit vorzustellen und sie zum Mitwirken zu ermutigen. Auch dem Vorurteil, dass die Kindererziehung hauptsächlich von Frauen geleistet wird, stellt sich die Initiative „Kind & Ko“ entgegen. Chemnitzer Väter waren mit ihren Kindern bei einem Seifenkistenrennen in Aktion. Darüber hinaus haben sie bei einem Fotowettbewerb anrührende Einblicke in die enge Beziehung zwischen Papas und ihrem Nachwuchs gewährt.

Frau Aurich_CHGabriele Aurich, der Koordinatorin des Projektes, kommt es vor allem auf den Ausbau persönlicher und institutsübergreifender Netzwerke an, denn noch immer arbeiten viele Einrichtungen getrennt voneinander. »Die Synergien sollten stärker genutzt werden, ebenso, wie die Erfahrungen der einzelnen Akteure. Wir müssen miteinander ins Gespräch kommen«, unterstreicht die geschäftige Mitarbeiterin des Chemnitzer Jugendamtes. Die Initiative „Kind & Ko“ wurde 2005 durch ein zweijähriges Modellprojekt der Bertelsmann - sowie der Heinz Nixdorf-Stiftung ins Leben gerufen und seit 1. Januar 2008 unter Federführung des Amts für Jugend und Familie Chemnitz weitergeführt. Ein Schwerpunkt der Netzwerkbildung liegt auf der Gestaltung der vielfältigen Beziehungen von Kindern innerhalb der Familie aber auch im sozialen Umfeld, so dass sie sich bestmöglich entwickeln können.

Ansprechpartnerin bei der Stadt Chemnitz ist die Projektkoordinatorin Gabriele Aurich, die unter 0371 4885905 oder per E-Mail unter gabriele.aurich@stadt-chemnitz.de erreichbar ist.

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