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Unsere Mama arbeitet als Flugbegleiterin

Noch drei, noch zwei Tage und schließlich nur noch ein Mal schlafen..., zählen die dreijährige Philine und die zwei Jahre alte Felicitas an ihren Fingerchen ab. Dann ist Mami wieder da. Inka Barth aus Leipzig arbeitet bei Air Berlin. Die 38-jährige Flugbegleiterin hat KIDS und Co-Redakteurin Ramona Krause verraten, wie ihre Familie Privatleben und Job meistert.

Frau Barth, Sie betreuen hoch oben in der Luft Reisende – wie organisieren Sie Ihre Arbeit?

»Seit 1998 bin ich schon bei Air Berlin. Es muss also Spaß machen (schmunzelt). Nach meiner Elternzeit bin ich jetzt wiedergekommen und möchte meinen Beruf weiter ausüben. Dazu musste ich sechs Wochen einen Lehrgang in Berlin absolvieren und arbeite nun in Teilzeit 50 Prozent. Das heißt, im Monat für mich maximal zehn Tage fliegen, vor allem Kurzstrecken wie nach Mallorca oder auf die Kanaren. Die längste Tour nach Nordafrika dauert mit Hin- und Rückflug elf Stunden. Das ist für uns gut planbar, auch wenn dazu noch Bereitschaftsdienste kommen.«

Ihr Arbeitgeber scheint familienfreundlich zu sein oder sind Sie eher ein Einzelfall?


»Allein bei Air Berlin am Flughafen Leipzig-Halle sind drei Viertel der Mitarbeiter Mütter und momentan gibt es acht Schwangere bei uns. Das ist ja schon ein Zeichen, dass man im Unternehmen auf offene Ohren stößt zum Thema Familie. Es wird auch versucht, alles möglich zu machen, falls es dringend erforderlich ist.«

Wer kümmert sich um Ihre Töchter, wenn Sie unterwegs sind?
Kinder
»Wenn ich zu Hause bin, bringe ich die beiden in Krippe und Kindergarten. Sonst übernimmt das mein Mann Stefan, sofern es mit seinem Job zu vereinbaren ist. Ein Kindermädchen haben wir nicht. Unsere Vertrauensperson ist meine Mutti Petra, unser „Omi-Muttelchen“. Sie ist im Vorruhestand und auf sie können wir uns voll verlassen. Wir sind eine Familie mit großem Zusammenhalt, wo jeder für den anderen da ist.«

Was reizt Sie an Ihrem Beruf und wie gehen Sie auf der anderen Seite mit dem gewissen Risiko um?


»Ich vermisse meine Familie schon, wenn ich arbeite. Mich reizt aber, dass man nicht nur an einem anderen Ort ist, sondern in einer anderen Kultur, sich mit Menschen trifft. Ich komme aus dem Mutteralltag auch mal raus, tue etwas für mich tun. Man hofft beim Fliegen natürlich, dass nichts passiert. Angst habe ich nicht, sonst könnte ich den Job nicht machen. Für den Notfall haben wir uns abgesichert. Wir haben ganz liebe Verwandtschaft mit eigenen Kindern ...«

Sind Ihre Kinder eigentlich schon mal geflogen?


»Ja, im vorigen Herbst. Das war ein Highlight und meine beiden sind seitdem begeistert vom Fliegen und davon, dass das meine Arbeit ist. Das erste Mal, als sie mich in Uniform gesehen haben, haben ihre Augen geleuchtet und „Mama, Du siehst aber toll aus!“ haben sie gesagt.«

Übrigens…

Flugreisen mit Kindern sind für Familien empfehlenswert, werden bereits häufig genutzt und das vor allem in der Ferienzeit. Ab etwa vier Jahren beschäftigen sich die kleinen Fluggäste interessiert damit, wo es hingeht und wie alles funktioniert. Auch Babys sind recht pflegeleichte Passagiere. Kürzere Strecken eigenen sich besonders, denn man ist relativ schnell am Ziel, wie zum Beispiel auf der „Kinderinsel“ Menorca oder im Südosten von Mallorca. Große und kleine Urlauber haben dort auch eine relative Gut-Wetter-Garantie.

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