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suesswarenNaschplanregeln

 

Text Susann de Luca Foto siehe Impressum

 

Was wäre Weihnachten ohne Lebkuchen, Christstollen und Schokoladenweihnachtsmänner? Plätzchen in der in der Vorweihnachtszeit versüßen das Warten auf Heiligabend. Ebenso wird der tägliche Nachangriff auf den süß- und prallgefüllten Adventskalender ausgekostet und der süßen Inhalt der Nikolausstiefel genüsslich verzehrt. Es wird genascht was das Zeug hält…

 

… und doch schadet zu viel Süßes unseren kleinen Leckermäulern …

 

Zu keiner anderen Jahreszeit ist das Angebot an Süßigkeiten so groß, wie zu Jahresende, wenn die Weihnachtszeit naht. Da sollten Eltern wissen, wie man mit all diesen Verlockungen am besten umgehen soll.

 

Hier unsere Tipps:

Naschverbot? Eines steht zunächst einmal fest: Weihnachtsplätzchen und Gebäck gehören genauso zur Vorfreude auf Weihnachten wie blank polierte Äpfel, sowie Nüsse und Mandarinen. Selbstverständlich sollten Kinder, wie natürlich auch Erwachsene, diese Leckereien genießen. Denn erst wenn über den Süßigkeiten das Verbot verhängt wird, werden die Naschereien für Kinder so richtig begehrenswert.

Schokolade gegen Zahngesundheit Karies entsteht, wenn zuckerhaltige Lebensmittel lange an den Zähnen haften. Dann dienen sie den Mikroorganismen im Mund nämlich als Nährstoffquelle. Deshalb ist die Kariesgefahr größer, wenn klebrige Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten verzehrt werden. Besser ist es also, Süßigkeiten als Dessert oder im Rahmen einer Zwischenmahlzeit anzubieten. Anschließend am besten die Zähne putzen!

Honig gesünder als Zucker? Als besonders „naturbelassen“ wird der goldgelbe Honig angesehen und soll damit gesünder als Haushaltszucker sein. Chemisch betrachtet besteht der süße Saft jedoch ebenfalls hauptsächlich aus Zucker, dem so genannten Invertzucker. Zudem enthält er in geringen Mengen auch Vitamine und Mineralstoffe, die allerdings keinen nennenswerten Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten. Hitze-empfindliche Inhaltsstoffe –also die Enzyme des Honigs – werden außerdem zerstört, wenn man ihn zum Backen verwendet. Vor allem schneidet der Honig aber beim Kalorienzählen nicht besser ab als Zucker. Pur haftet er durch seine klebrige Konsistenz zudem sogar noch stärker an den Zähnen.Suessigkeiten

Zucker = Nährstoffräuber? Immer wieder wird behauptet, Zucker "raube" dem Körper Vitamin B und Calcium. Hintergrund dafür ist ein Missverständnis aus dem Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Tatsächlich wird Vitamin B1 zur Verstoffwechselung aller Kohlenhydrate, also auch von Zucker, benötigt. Es wirkt dabei allerdings als Coenzym, welches anschließend "recycelt" wird. Damit steht es dem Körper also weiterhin zur Verfügung und wird nicht etwa "geraubt".

Die Aussage, dass Zucker ein Calciumräuber sei, geht vermutlich auf ein Tierexperiment Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Dabei wurden die Versuchstiere ausschließlich mit Zucker gefüttert und zeigten anschließend Knochenverformungen. Inzwischen geht man allerdings davon aus, dass die Tiere aus Mangel an Vitamin D an Rachitis erkrankten, die man damals noch nicht kannte.

Eines aber gilt: Eine extrem einseitige Ernährung, gleich mit welchen Lebensmitteln, führt dazu, dass nicht alle Nährstoffe in ausreichendem Maß aufgenommen werden.

suessigkeiten_LAVESNaschkampfansage gegen Appetitlosigkeit bei den "richtigen" Mahlzeiten Eltern sollten gemeinsam mit den Kindern Regeln für den Süßigkeitenverzehr aufstellen. Beispielsweise, dass jedes Kind sich nach dem Mittag- oder Abendessen ein Teil vom bunten Teller nehmen darf oder die Kinder sich beim Wochenendeinkauf eine Süßigkeit auswählen dürfen, die ihnen besonders gut schmeckt. Diese Leckerei gehört dann ausschließlich ihnen und nur sie dürfen sich davon einmal täglich bedienen.

Süßigkeiten sollten dabei keinesfalls als Erziehungs- oder Trostmittel missbraucht werden. Denn sie lassen weder ein aufgeschlagenes Knie schneller heilen noch machen sie den Besuch ungeliebter Verwandter erträglicher. Vielmehr handelt es sich um ganz normale Lebensmittel, die einen Platz im täglichen Speiseplan haben.

 

 

 

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