Kribbelbunt

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Viel Wind um die Pocken oder - Infektion vom Doktor

Wenn es um die Gesundheit geht scheiden sich die Geister. Egal ob Ernährung, Sport oder Impfen - oft sind die Meinungen so verschieden das man schlicht und ergreifend ins Zweifeln darüber gerät, was wohl das Beste sei. - Das Beste für unsere Kinder.

"Pockenpartys" und "Impfschreck" geistern als Unworte durch die Medien. Angefangen haben soll alles mit einem Trend, der aus Amerika nach Deutschland herüberschwappte. - Beinahe so wie einst die Fastfoot-Welle, die für die einen Segen - für andere das reinstes Teufelszeug ist.

Pockenpartys, besser zu verstehen als Masern- oder Windpockenpartys (da die Pocken ja Gott sei dank bereits ausgerottet sind) sind Treffen für kerngesunde Kinder, die sich bei einem bereits an Masern, Mumps oder Windpocken erkrankten Kind anstecken sollen.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb einst über eine solche Party in Amerika:
"Für die Kinder war es eine tolle Party. Es gab Pizza und Cookies, wilde Spiele und dann konnten sie noch eine brandneue DVD angucken. Zum Abschied bekam jeder noch ein Goodie Bag in die Hand gedrückt - eine Plastiktüte mit Süßigkeiten und kleinen Spielsachen. Die Mütter der Drei- bis Sechsjährigen freilich hofften, dass ihre Liebsten noch etwas anderes von der Party mit nach Hause bringen würden: juckende Pusteln und Fieber, mithin die klassischen Symptome der Windpocken."

Sie fragen wozu das Ganze?
"Es ist eine natürliche Art mit dem Problem umzugehen", befindet etwa Connie Shoemaker aus Pittsburgh in Pennsylvania. "Das ist besser als die Kinder mit Chemikalien abzufüllen."

Frei nach dem Motto: früher oder später fangen sich die Kinder ohnehin Mumps, Masern oder Windpocken ein.
- Warum dann nicht nachhelfen?

Verstehen Sie diese Vorgehensweise nun vielleicht besser??

Wir gehen zurück nach Deutschland.
Wie sieht es hier aus mit dem Trend der "Pockenpartys"?
Die Deutschen Gesundheitsämter wissen von einigen Fällen zu berichten, in denen Eltern eifrig mit den Experten ein Für und Wider diskutiert haben. Im Erfurter Gesundheitsamt bleibt nach solchen Gesprächen jeweils die gute Hoffnung zurück, diese Eltern von der Umsetzung ihrer Pockenpartyidee abgehalten zu haben…, erklärt der Diplommediziner Reinhard Böhner gegenüber der "KIDS und Co" Redaktion.

In Deutschland scheint sich eher die Frage zu stellen: Impfen oder nicht Impfen?

Für Mandy G. waren Impfungen immer das Selbstverständlichste der Welt.
"Bis jetzt!" sagt die junge Mama.
Fünf Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Sandro fiel ihr eine Zeitschrift in die Hände, die sich mit dem Thema Impfen auf eine nie zuvor gekannte Weise beschäftigte.
Der Artikel beeindruckte sie so sehr, dass sie beschloss ihren Sohn keinesfalls impfen zu lassen.

Drei Erkenntnisse, die Mandy G. zu diesem Entschluss brachten:

1) "Durch Impfungen sollen viele Seuchen und andere Infektionskrankheiten verschwunden sein. Die Wahrheit ist jedoch, dass Dr. med. Gerhard Buchwald nachwies, dass durch die Impfungen der Rückgang der Seuchen sogar verzögert wurde. Der Grund für den Rückgang von Seuchen war keinesfalls fehlender Impfschutz sondern sind unter anderem einer ausreichenden Ernährung und sauberem Trinkwasser zu verdanken."

2) "Trotz Impfungen kann ihr Kind erkranken. Das wird Ihnen auch ein Schulmediziner bestätigen. Impfungen schwächen das Immunsystem zunehmend. Es gibt stichhaltige Indizien, dass geimpfte Kinder häufiger und stärker erkranken und mehr Kinderkrankheiten durchmachen. Und auch, dass die Impfung die Krankheit vom Kindes- ins Erwachsenenalter verlagert und damit mehr Komplikationen auftreten."

3) "Allgemeine Reaktionen nach Impfungen können Fieber, Schläfrigkeit, Hautausschläge, allergischer Schock, Asthmaanfälle, Nervenentzündungen, Gehirnentzündungen usw. sein.
Noch brisanter sind allerdings die Spätschäden, wie z.B. chronische Infektanfälligkeit, Allergien, Hyperaktivität, Legasthenie, Autismus, ADHS, plötzlicher Kindstod, Krebs usw.
Dies bedeutet nicht, dass jedes Auftreten einer Erkrankung immer auf eine Impfung zurückginge, sondern dass Impfungen mitverursachende Auslöser sein können."

Trotz Mandy G.´s Entscheidung, ihren 14 Monate alten Sohn nicht impfen zu lassen, ist ihr Sandro ein kerngesundes Kind, was ihr ärztliche Untersuchungen immer wieder bestätigen.
"Von Sandro geht eine Lebendigkeit aus, die ich bei geimpften Kindern noch nie so gesehen habe. Er entwickelte sich von einem sehr lieben und zufriedenen Baby zu einem aktiven Kleinkind mit auffallend guten feinmotorischen Fähigkeiten. Ich bin der Meinung, dass ein stabiles, Sicherheit bietendes Elternhaus, in dem Liebe, Geborgenheit und Wärme selbstverständlich sind, die beste Vorbeugung gegen jegliche Krankheit ist."

Sind geimpfte Kinder tatsächlich gesünder und glücklicher? - Eine Frage, die einen direkten Vergleich fordert… den sich Mandy G oft auch wünscht: "Leider werden solche Vergleiche nur von Impfgegnern gefordert. Die Schulmedizin hat daran kein Interesse."

Was uns noch interessiert… Ist die junge Mutter als Impfgegnerin nun auch eine Befürworterin von "Pockenpartys?
"Jeglicher Form von Krankheitsmanipulation, ob Unterdrückung durch Impfungen und Medikamente oder durch erwünschten Ausbruch durch Pockenpartys können nicht gut sein. Wenn der Körper eines Kindes eine Krankheit braucht, um sich danach z. B. weiterzuentwickeln, wird das Kind diese Krankheit bekommen. Und wenn der Körper diese Krankheit nicht braucht wird das Kind die Krankheit nicht bekommen."

Das Fazit für Mandy G.: "Manipulationen helfen dem Organismus nicht, sondern stören ihn. Dies kann schwerwiegende Folgen haben."

Zumindest beim letzten Punkt scheinen sich Mandy G. und Gesundheitsexperten weitgehend einig….

persönliche Lesetipps zum Thema von Mandy G.
Rolf Schwarz "Impfen ein Jahrtausendirrtum?" 2003, Pirolverlag
Dr. med. G. Buchwald "Impfen, das Geschäft mit der Angst"
Depesche 22 und 23 / 2004 "Mehr wissen besser leben", Sabine Hinz Verlag, Stuttgart


Im Gespräch mit Diplom-Mediziner Reinhard Böhner
zum Thema "Pockenpartys und Impfschreck"

Wie stehen Sie als Experte für Gesundheit zu den Partys mit beabsichtigter Ansteckungsgefahr?
"Eltern setzen ihre Kinder damit einer Gefahr aus, die nicht absehbar ist.
Ähnlich dem, als würde man sein Kind auf eine viel befahrene Straße schicken und schaut zu, was passiert."

Welche Gefahr geht bei einer Ansteckung durch die Kinderkrankheiten für die Kleinen aus?
Auch bei den so genannten harmlosen Kinderkrankheiten kann es zu gefährlichen und mitunter auch lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Ein Beispiel: jährlich gibt es in Deutschland etwa 750.000 Windpockenerkrankungen, von denen 6 Prozent schwere Folgen haben. Bekannt sind bei Kindern z.B. Entzündungen des Gehirns und Kleinhirns, eine Lungenentzündung oder bakterielle Infektionen der Haut sowie Blutgerinnungsstörungen. Übrigens sterben in Deutschland etwa 20 Menschen pro Jahr an Windpocken. Bei den Masern kann es noch nach Jahren zu einer allmählich fortscheitenden Hirnentzündung (subakute sklerosierende Panenzephalitis) kommen. Sie führt immer zum Tod der Kinder.

Was motiviert Eltern ihre Kinder nicht impfen zu lassen?
"Impfgegner argumentieren oftmals mit einem Entwicklungsschub, den ihr Kind durch solche speziellen Kinderkrankheiten erfahren würde. Dabei bedenken sie das Risiko von schweren Komplikationen leider nicht. Aus Erfahrung wissen wir, dass normale Infekte - z.B. Erkältungen - den selben Effekt erzielen können.
Gewollte Ansteckungen durch Masern, Mumps usw. stellen dagegen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit ihres Kindes dar."

Ist der Impfschutz gegen Masern, Windpocken und Co aus der Mode gekommen?
"Eindeutig Nein. Mit Impfungen wollen wir Kinder gegen Erkrankungen schützen und auch die damit verbundenen Komplikationen. Ziel ist es die Kinderkrankheiten zukünftig auszurotten. Ich bin sehr froh sagen zu dürfen, dass in Thüringen mehr als 98 Prozent aller Säuglinge und Kleinkinder geimpft sind."

Welche Nebenwirkungen haben Impfungen?
"Die Impfstelle kann vorübergehend dick und rot werden und ein wenig schmerzen. Kinder können sich ein bisschen matt und "grippig" fühlen. Erhöhte Temperatur bis 38,5°C ist möglich. All' diese Nebenwirkungen müssen aber nicht auftreten.

Wie oft muss geimpft werden?
"Zwei Impfungen gegen Mumps, Masern, Röteln und die Varizellenimpfung wirken nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Leben lang. Andere Impfungen wiederum müssen alle 10 Jahre aufgefrischt werden um das Immunsystem des Körpers zu erinnern. Ihr Arzt wird Sie dazu gern ausführlich beraten. Auch das Gesundheitsamt ist Ansprechpartner."

Das Fazit: Sind Impfungen besser als "Pockenpartys"?
"Die Nebenwirkungen bei einer Impfung sind gering. Sie stehen in überhaupt keinem Verhältnis zu dem Leiden durch eine Infektionskrankheit und deren Komplikationen, die sich durch eine Impfung verhindern lassen."

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