Kribbelbunt

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»Hallo Kinder, seid Ihr da?«

»Ja, ja, ja wir sind da!« Lauthals singen die drei- bis fünfjährigen Steppkes ihre Antwort auf die ebenfalls gesungene Frage von Chorleiterin Elisabeth Lehmann-Dronke. Zu Beginn der Musikstunde des "Dombergchores" wird nämlich jeder einzelne in der Runde begrüßt.

Die kleine Frederike ist heute das erste Mal dabei und braucht etwas Unterstützung vom Papa, als sie an der Reihe ist. »Hallo Frederike bist Du da?« »Ja, ja, ja ich bin da«, ist Frederikes Stimmchen ganz leise neben Papas Stimme zu vernehmen. Noch ist die Dreijährige etwas schüchtern, aber die Scheu wird bald verfliegen, denn alle Kinder sind hier ganz begeistert bei der Sache. In der Aufwärmrunde werden die Muskeln entspannt, mit den Beinen und Armen gezappelt, die Ohren ausgeschüttelt und die Wangen gelockert.. »Wir stimmen uns so gemeinsam auf das Singen ein. Dabei schaue ich, in welcher Verfassung die Kinder sind. Es kann zum Beispiel sein, dass sie noch etwas müde sind. Ich habe zwar einen Fahrplan für die Stunde, aber ich achte immer auf die Kinder, was ich mit ihnen machen kann und was nicht«, erzählt die Chorleiterin.

So wird mit gut gelockerten Stimmbändern die erste Übung gestartet. In einem Singspiel lernen die kleinen Nachwuchssänger Tonhöhen zu unterscheiden. »Ein dreijähriges Kind kann noch keine großen Tonsprünge erfassen. Aber wenn wir zum Namen eine Melodie finden, ein kleines Intervall, dann können die Kinder das verbinden und wieder erkennen.« erklärt Elisabeth Lehmann-Dronke. Wie gut die jüngsten Chormitglieder schon ihr musikalisches Gehör geschult haben, wird in einer anderen Übung eindrucksvoll unter Beweis gestellt: die Diplommusikerin spielt auf der Flöte ein paar Noten und die Kinder erkennen sogleich anhand dieser Melodie ihren Namen oder den ihres Mitschülers.

In der heutigen Stunde steht ein neues Lied auf dem Programm und ein besonderer Gast wird in der Runde begrüßt: "Die kleine Raupe Nimmersatt". Ausgerüstet mit Trommeln, Rasseln und Tamburinen lernen die Kinder nicht nur den Text, sondern auch den Rhythmus vom neuen Lied. Elisabeth Lehmann-Dronke liest dazu eine kleine Geschichte vor, um den Liedinhalt zu illustrieren. - Und tatsächlich halten die kleinen Musiker genau dann ihre Instrumente ganz still, um gespannt der Geschichte zu lauschen.

Auch Volkslieder und alte Liedsätze werden in der Kinderchorstunde gern gesungen. Der kleine Ruben darf sich zum Ende der heutigen Probe noch ein Lied wünschen und sein Favorit heißt "Mache Dich auf und werde Licht". Der Dreieinhalbjährige verrät: »Das ist mein Lieblingslied.« Seine Mutter Astrid Binkert schmunzelt: »Ruben und sein Bruder Simon singen auch immer zu Hause. Sie haben hier viel Spaß - von ihrem Tag aus dem Kindergarten erzählen sie fast nichts, aber vom Chor!« Die beiden sind seit September 2006 dabei, erfahren wir von der stolzen Mama. »Mir gefällt hier die Atmosphäre und die professionelle Arbeit. Die Kinder lernen Instrumente kennen und können schon Tonhöhen unterschieden. Das ist schon anspruchsvoll.«

Auch Mama Judith Saitz hat heute ebenfalls ihre beiden Söhne Franz-Leopold, viereinhalb Jahre, und den zweieinhalbjährigen Ludwig-Friedmann zum kirchlichen Kinderchor begleitet und erzählt, worin sie die Vorzüge sieht. »Die Kinder werden hier gefordert und der Unterricht ist sehr kindgerecht - zum Beispiel mit den Singspielen die Tonfolgen zu lernen. So wird das Hören geschult.«

Die Eltern sind immer gern eingeladen, bei den Übungsstunden dabei zu sein. Elisabeth Lehmann-Dronke verrät: »Wir haben hier ein vertrautes Miteinander. Manchmal sitzen die Muttis auch im Hintergrund und stillen die kleinen Geschwister. Wir wollen den Kindern Raum geben, sich geborgen zu fühlen und den Gemeindekontakt auch außerhalb der Kirche zu haben. Außerdem haben wir auch Kinder mit in der Gruppe, die nicht in der Gemeinde sind, die einfach Spaß am Singen haben«, freut sich die Chorleiterin.

Wie gern die kleinen Gesangstalente hier sind, ist auch zum Ende der Musikstunde zu sehen. Es wird ein Abschiedslied gesungen und die Kinder im Kreis - wie im Liedtext beschrieben - geben sich die Hände, nicken sich zu und umarmen sich herzlich. Schon jetzt freuen sie sich auf die nächste Stunde… Übrigens sind neue Stimmen immer willkommen!

Proben: immer freitags

- 14:45 Uhr für Kinder der 1. und 2. Klasse

- 15:30 Uhr für Kinder von 3 bis 5 Jahren

- 16:15 Uhr für Kinder der 3. bis 5. Klasse

Elisabeth Lehmann-Dronke I Tel. 0361 2227031

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