Naturpark Insel Usedom
Bäderstraße 5
17406 Usedom
Tel. 038372 763-0
info-use@np.mvnet.de
www.naturpark-usedom.de

Der Naturpark (ca. 500 km², mit 14 NSG) umfasst den
gesamten deutschen Teil der Insel Usedom einschließlich
Achterwasser, Insel Ruden, Halbinsel Struck, Kleines Haff,
Peenestrom und angrenzendes Festlandufer. Das Hinterland der
lebhaften Seebäder hat bis in die heutige Zeit nichts von
seiner Ursprünglichkeit eingebüßt.
Kaum irgendwo lassen sich so viele verschiedene Landschaftsformen
auf engstem Raum finden: Ostseestrand und Binnenküste, Seen
und Moore, Buchenwälder und Dünenkiefern fügen sich
mit kleinen Dörfern in einer alten Kulturlandschaft zu einem
Mosaik, das durch seine Vielfalt überrascht. Die Insel Usedom
zählt zu den vogelreichsten Gebieten Ostdeutschlands.
Insgesamt wurden über 280 Arten beobachtet, 150 davon
brüten auch hier. Allein 11 Greifvogelarten brüten
regelmäßig im Naturpark, darunter der Seeadler, der im
Odermündungsgebiet einen
Verbreitungsschwerpunkt hat. Usedom ist reich an
vorgeschichtlichen Funden. So wurden elf Großsteingräber
aus der Jungsteinzeit registriert. Die Bronzezeit gehört zu
den großen
vorgeschichtlichen Epochen der Insel. Das bezeugen der
Burgwall auf dem Golm und mehr als 90 bronzezeitliche Siedlungen.
Nach dem Abzug der Germanen um 400 n.Chr. besiedelten um 700 n.Chr.
Slawen die Region. 1128 erfolgte die Christianisierung durch Otto
von Bamberg. Die Klöster brachten nahezu die ganze Insel in
ihren Besitz. Nach der Reformation ging der Kirchenbesitz an das
pommersche Herzoghaus über. Am 26. Juni 1630 landete
der Schwedenkönig Gustav Adolf
in Peenemünde. Usedom und Wollin kamen unter schwedische
Herrschaft. 1720 kaufte der preußische König Friedrich
Wilhelm I. beide Inseln sowie Altvorpommern bis zur Peene für
2 Millionen Taler.
1820 ist das Geburtsjahr des Badewesens in Swinemünde.
Unterbrochen durch Kriege, entwickelte es sich seit dieser Zeit mit
dem Tourismus zu einem strukturbestimmenden Wirtschaftszweig der
Insel.

