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Babyzimmer

Sie richten gerade Ihr (erstes) Babyzimmer ein? Hier finden Sie 10 Tipps, die Ihnen bei den richtigen Entscheidungen helfen.

1. Wo wird das Babyzimmer sein?

Zunächst sollte das Zimmer in der Nähe der Eltern sein. Hört sich wahrscheinlich selbstverständlich an. Ist es aber oft eben nicht. Es geht hier nicht nur um die emotionale Nähe, sondern viel mehr um puren Pragmatismus. Eltern, die Nachts einen kleinen Ausflug zu ihrem Baby machen müssen, wissen, wovon die Rede ist.

Das Babyzimmer sollte vor allem ruhig liegen. Wichtig ist des Weiteren, dass die Luft im Raum schnell abgekühlt und erwärmt werden kann. Möglichkeiten einer guten Belüftung sind auch sehr wichtig. Zudem sollte bei sehr hellen Räumen an eine gute Abdunklung durch Rollos oder blickdichte Vorhänge gedacht werden.

Leider gibt es nicht immer eine Alternative und die freie Wahl, wenn es um den Raum für das Baby geht. Nicht immer gibt es mehrere Zimmer, die zur Auswahl stehen. Aber selbst wenn es nicht so auf den ersten Blick erscheint, gibt es häufig doch noch die Alternative. Lassen sich eventuell Räume tauschen? Manchmal entdeckt man plötzlich Lösungen, auf die man zunächst nicht kam.

2. Sich treu bleiben

Präsentationen, Stimmungsfotos und atmosphärische Bilder der Hersteller sind schön und nett. Sie vermitteln Stimmungen und Emotionen. 

Der beste Weg ist es jedoch, sich treu zu bleiben und sich zu fragen, was zu mir und meinem Haus passt. Das Babyzimmer sollte zu den Eltern und zu der restlichen Einrichtung passen. Schließlich ist es kein Fremdkörper innerhalb der eigenen vier Wände. Auch den Eltern darf das Babyzimmer gefallen, sie werden es nämlich sehr oft betreten und möchten sich darin auch wohl fühlen.

3. Inspiration

Wenn man sich nicht sicher ist, was gefällt und was nicht so sehr, dann kann man sich inspirieren lassen. Vor allem das Internet bietet dazu unendlich viele Möglichkeiten. Fotoplattformen, wie zum Beispiel Pinterest, Facebook Google+, oder Flickr zum Beispiel. Man kann aber auch Onlineshops "besuchen" und sich Fotos mit ihren Stimmungen anschauen. Auch Zeitschriften und Magazine sind eine gute Quelle der Inspiration.

Nicht vergessen: In sich gehen und fühlen, was einem gefällt und was zu einem passt.

4. Weniger ist mehr

Man wird verleitet zu schmücken, Ideen umzusetzen und alles zu integrieren und haben zu wollen, was man schön und toll findet. Schnell wird dann bei der Dekoration überladen.

Auch wenn es sich komisch anhört, man bleibt freier, wenn man auf weniger setzt. So wird man nicht zu schnell satt und "muss" nicht zu oft umgestalten und ändern. Denn eine reduzierte Version lässt viele Möglichkeiten der Raumgestaltung offen.

5. Farben nicht zu dick auftragen

Ähnlich ist es auch mit der Farbwahl. Aktuelle Stimmungen und Stile verleiten manchmal zu ausgefallenen oder zu starken Tönen und Farben.

Man tut sich keinen Gefallen, wenn man gestaltungsmäßig alles auf einmal und in vollen Zügen ausleben möchte, weil direkt ein ganzes Zimmer neu gestrichen werden muss, falls es nach einer Zeit nicht mehr gefällt. Auch hilft es, sich in der Auswahl der Möbel und Accessoires etwas einzuschränken. Auch hier gilt nämlich: Bei den ersten Schritten mehr Ruhe und Zurückhaltung. Leben und Individualität lässt sich sehr schnell mit Textilien, Accessoires und anderen dekorativen Dingen erreichen, die sich gezielt einsetzen lassen.

6. Flexibel bei der Dekoration

Aus obigen Punkten folgt dieser hier. Je flexibler man bei der Dekoration des Babyzimmers bleibt, desto einfacher können Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden. 

Zurückhaltende Farbtöne werden mit großer Wahrscheinlichkeit länger bleiben, als dominante Farben. Bordüren schaffen viel Stimmung und sind zudem leicht zu entfernen und auszutauschen. Ebenso ist es mit Wandtattoos. Textile Accessoires, wie Dekokissen oder Wimpelketten, eröffnen schöne und unkomplizierte Einrichtungsmöglichkeiten.

7. Sicherheit im Babyzimmer

Ein großes und wichtiges Thema bei der Babyzimmereinrichtung.

Schadstofffreiheit und Sicherheitssiegel bei Babymöbeln sind eine Selbstverständlichkeit. Ebenso ist es mit Abständen der Gitterstäbe am Bettchen. Ist das Baby alt genug, um zu krabbeln, klettern und sich hochzuziehen, muss auf die richtige Liegehöhe in Bettchen und Laufstall geachtet werden. Diese Standards und Kriterien sind auch bei allen großen und bekannten Herstellern gewährleistet.

Erwachsene Augen übersehen manchmal leicht die potentiellen Gefahren für ihre Liebsten. Alle Gefahrenquellen sollten nicht in der Nähe vom Babybettchen oder Wickelkommode zu finden sein. Dazu zählen elektrische (defekte) Geräte, aber auch Dinge, die sich leicht und stark erhitzen können. Oder auch Schnüre und Textilien, in denen sich das Baby leicht verfangen kann. 

8. Die richtige Reihenfolge

Bevor man sich mit Kleinigkeiten und der Dekoration beschäftigt, sollten erstmal die Basis und die wichtigen Dinge stehen. Wenn man sich bei der Farbe und den Möbeln noch nicht sicher ist, macht es wenig Sinn, sich um Themen und Details zu kümmern. Erscheint erstmal logisch, aber die Verführungen sind einfach sehr groß. Die Enttäuschungen sind dann aber auch groß, wenn am Ende nicht viel zusammenpasst und keine Atmosphäre aufkommen mag. 

9. Funktion und Gestaltung im Einklang

Es ist immer ein schönes Streitthema unter Innenarchitekten und Designern. Die ewige Frage danach, was wichtiger ist: Aussehen oder die Funktionalität?

Gerade im Babyzimmer sind praktikable Abläufe sehr wichtig, weil die Eltern so entlastet werden. Das merkt man insbesondere beim Wickeln. Was nutzt ein hübsches Schmuckstück, wenn es bei dem mehrmaligen, täglichen Wickeln des Babys nicht gut funktioniert oder man sich regelmäßig "einen Bruch hebt"?

Ebenso wichtig ist auch die Nutzbarkeit. Welche Möbel braucht man? Wie lange sollen oder müssen sie dem Zimmer erhalten bleiben? Und sind sie auf die Bedürfnisse der Familie zugeschnitten?

10. Sich frei machen von vorgefertigten Systemen

Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn alles aus einer Hand, eben zusammenpassend und aus einem Guss ist. 

Es gibt aber oft auch Einzelstücke, Möbelteile und Erbstücke, zu denen man eine emotionale Bindung hat und die mit ein wenig Anpassung zu einem Babymöbel umgestaltet werden können. Eine hübsche Kommode, die aus Gründen wertvoll ist oder die einfach gefällt. Omas Schrank oder auch Opas Sessel. Zudem ermöglichen solche Schätze, Individualität und Persönlichkeit in ein Babyzimmer zu bringen.

11. Der gemütliche Sessel

Ein gemütlicher Sessel im Babyzimmer, bringt viel Nutzen. Nähe zum Baby, wenn es ums Trösten, Vorlesen, Kuscheln und Einschlafen geht. Und das nicht nur zu jeder Tages- sondern vor allen Dingen Nachtzeit. Alleine als müde Mama oder Papa oder eben zu zweit: mit dem Baby im Arm.

Text: © Oliver Beil, kinder räume www.kinderraeume-baby.de

Bilder: © kinder räume AG, Bild 1: Camengo, Bild 2,3: Annette Frank