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Chancen erkennen und rechtzeitig planen: Finanzen für junge Familien

Mit der Familiengründung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Man plant nicht mehr nur für sich selbst, sondern auch für den eigenen Nachwuchs. Entsprechend wichtig ist es, möglichst frühzeitig mit der Finanzplanung zu beginnen. Wir geben Familiengründern ein paar nützliche Tipps und Hinweise mit auf den Weg!

Der erste Schritt: Eine solide Budgetplanung

Am Anfang gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen: Welche regelmäßigen Einkommen stehen welchen regelmäßigen Ausgaben gegenüber? Wie werden sich diese Posten in Zukunft ändern, weil beispielsweise eine größere Wohnung benötigt wird? In dieser Planungsphase sollten die Kontobewegungen genau analysiert werden, um eine solide Grundlage für die Erstellung eines Budgets zu erhalten. Dabei kann es sich um ein Wochen-, Monats- oder Jahresbudget handeln. Hauptsache, es ist von vornherein klar, welche Mittel zur Verfügung stehen. Dabei ist Sicherheit das wichtigste Gebot vor allem in Sachen Geldanlage. Wer statt in Aktien lieber in risikoarme Anlagen investieren möchte, kann beispielsweise auf Festgeld setzen und genau kalkulieren, über welchen Betrag er zu welchem Zeitpunkt verfügen wird.

Laut dem Statistischen Bundesamt kostet ein Kind zwischen 12 und 18 Jahren im Schnitt 8.500 EUR pro Jahr. Während der ersten 12 Lebensjahre sind zwischen 6.000 und 7.000 EUR zu veranschlagen. Ein Wert, der sicherlich nicht darüber entscheiden sollte, ob überhaupt eine Familie gegründet wird oder nicht, denn es spielen noch zahlreiche weitere Faktoren in die Rechnung mit hinein. Er kann aber zumindest anfänglich als grober Richtwert dienen, wenn es um die langfristige Finanz- und Budgetplanung geht. Es werden sicherlich viele kleinere und größere Investitionen fällig. Deswegen sollten sich werdende Eltern aber nicht in Panik versetzen und kaufen, was sie einmal brauchen könnten. Diese Liste wird zu lang. Sinnvoller ist es, ganz nach Bedarf zu kaufen, was wirklich benötigt wird.

Frühzeitige Vorbereitung: Sparen und Anlegen

Ist der Nachwuchs fest geplant oder bereits unterwegs, ist es in jedem Fall sinnvoll, Rücklagen zu bilden. Ausgaben, die nicht unbedingt benötigt werden, sollten erst einmal verschoben und das gesparte Geld sicher angelegt werden. Je früher werdende Eltern damit anfangen, desto besser. Dazu sei angemerkt, dass Rücklagen immer eine gute Idee sind, also auch dann, wenn die Familienplanung noch nicht so weit fortgeschritten ist. Es gibt vielerlei Alternativen für sicheres Sparen, die ihren Beitrag dazu leisten, auf spätere Lebensphasen vorbereitet zu sein. Wer früh genug damit beginnt, Geld zu sparen bzw. für später anzulegen, kann auch ungeplante Aufwendungen leichter stemmen. Diese können unterschiedlichster Art und nicht selten überraschend sein: Ein Jobwechsel, ein Umzug, eine Erbschaft. Je nach Lebenssituation können sich unterschiedliche Optionen als die besseren erweisen. Hier empfiehlt es sich, auch auf Tipps und Ratschläge von Anlageprofis zu hören. Für viele weitere wertvolle Tipps gibt es auf der Webseite von WeltSparen: Mehr zum Thema Sparbuch

Unterstützung vom Staat

Der Staat fördert junge Familien in vielfältigen Arten. Junge oder werdende Eltern sollten sich frühzeitig um genügend Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen bemühen, um diese dann auch in die eigene Budgetplanung mit einkalkulieren zu können. In Deutschland gibt es derzeit etwa 150 Familienleistungen. Dazu gehören beispielsweise Mutterschaftsgeld, Kindergeld und Kinderfreibeträge sowie Baukindergeld. Viele dieser Leistungen können auch dann beantragt und bewilligt werden, auch wenn man in der aktuellen Situation ohne sie auskäme. Solche Gelder können dann angelegt werden und dem Nachwuchs später beispielsweise eine gute Ausbildung ermöglichen. So unterschiedlich die Möglichkeiten sind, so wenig werden sie automatisch beantragt. Es ist also sinnvoll, sich frühzeitig über die bestehenden Optionen und die damit verbundenen Voraussetzungen zu informieren, um sie dann rechtzeitig beantragen zu können. Manche Programme sind zeitlich befristet, einige verschwinden, neue tauchen auf. Es ist also ebenso wichtig, diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben und den Überblick zu behalten.

Zuschüsse während der ersten Jahre

Ist der große Tag gekommen und hat ein junges Paar in glückliche Eltern verwandeln, möchten diese natürlich möglichst viel Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen. Da kann der Wunsch nahe liegen, im Berufsleben etwas kürzer zu treten. Das gilt vor allem dann, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Beide Elternteile haben Anspruch auf eine Elternzeit und müssen nur daran denken, diese rechtzeitig beim Arbeitgeber anzumelden. Dabei muss natürlich bedacht werden, dass es während dieser Zeit keine Bezahlung gibt. Hier ist natürlich derjenige im Vorteil, der diesen Umstand bereits in seine Finanzplanung mit einkalkuliert hat. Der Staat verschafft den Eltern an dieser Stelle jedoch eine finanzielle Erleichterung, indem er den Gehalt zumindest teilweise über zwölf Monate hinweg weiterzahlt.

Berechnet wird das Elterngeld auf Basis des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate. Es beträgt mindestens 300 EUR und höchstens 1.800 EUR. Etwaige Leistungen vonseiten des Arbeitgebers können noch hinzukommen. Dabei ist auch die Steuerklasse von Bedeutung, denn es gilt stets jene Steuerklasse für die Berechnung des Elterngeldes, die der betreffende Elternteil in den sechs Monaten vor der Geburt hatte. Der Elternteil, der zu Hause zu bleiben beabsichtigt, sollte in die Steuerklasse 3 wechseln, da sich auf diesem Wege der Nettoverdienst erhöht.

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