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Die häufigsten Kinderkrankheiten: Symptome, Vorsorge, Maßnahmen

Kinder sind im Jahr um einiges häufiger krank als Erwachsene. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht voll ausgereift, weswegen sie deutlich anfälliger für Krankheitserreger sind. Noch dazu sind sie durch Kita und Grundschule oft in großen Gruppen zusammen und damit einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. So kommt es, dass der Nachwuchs immer mal wieder angeschlagen ist. Wir stellen euch die häufigsten Kinderkrankheiten vor, wie sie sich bemerkbar machen und was ihr dagegen tun könnt.

Erkältung

Viele Erwachsene leiden ein- bis dreimal jährlich unter einer Erkältung – aber längst nicht so häufig wie Kinder. Denn sie sind durchschnittlich sechs- bis zehnmal pro Jahr betroffen und daher kann es gut sein, dass euer Kind gefühlt immer ein bisschen erkältet ist. In den meisten Fällen ist ein solcher Infekt harmlos und verschwindet nach kurzer Zeit wieder von selbst. Typische Krankheitszeichen sind zum Beispiel Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Erschöpfung oder auch Kopf- sowie Gliederschmerzen. Umgangssprachlich wird dann oft von einer Grippe gesprochen, genau genommen handelt es sich aber nicht um die tatsächliche Grippe, also die Influenza, sondern lediglich um einen grippalen Infekt.

Auch, wenn der Name dies vermuten lässt: Eine Erkältung entsteht nicht allein durch eine Unterkühlung, also durch das Frieren. Es kann aber das Immunsystem schwächen und einen solchen Infekt daher begünstigen. In den kalten Jahreszeiten treten diese Infektionen daher häufiger auf, was unabhängig vom Lebensalter gilt. Ausschlaggebend ist aber, dass das Kind mit entsprechenden Erregern in Berührung kommt. Im Alltag kann das quasi immer und überall passieren, denn über 200 verschiedene Viren sind derzeit bekannt, die eine Erkältung auslösen können. Das Immunsystem hat bei Kindern gegen all diese noch keine Antikörper entwickelt, weshalb sie häufiger erkranken als Erwachsene.

Prinzipiell lässt sich eine Erkältung gut mit Hausmitteln wie Ruhe, Wärme, Schlaf und viel Wasser oder Tee auskurieren. Auch gewisse Arzneimittel können nach Rücksprache mit dem Kinderarzt zum Einsatz kommen. Sollte euer Kind aber hohes Fieber über 39 Grad Celsius bekommen oder die Erkältung hält länger als eine Woche an, müsst ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn in einigen wenigen Fällen kommt der Körper alleine nicht gegen die Viren an.

Masern

Die Masern waren lange Zeit eine typische Kinderkrankheit, sind aufgrund der Impfungen mittlerweile aber eher zur Seltenheit geworden. Das ist auch gut so, denn vor allem für Säuglinge und Erwachsene kann die Erkrankung sehr gefährlich werden. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die typischerweise in zwei Schüben verläuft. In der ersten Krankheitsphase, dem sogenannten Vorstadium oder Prodromalstadium, entwickeln sich Symptome, die einer Erkältung oder Grippe ähneln. Auch mäßiges Fieber besteht oft rund acht bis zehn Tage nach der Infektion. Typische Symptome sind zudem Bauchschmerzen, eine Bindehautentzündung, ein aufgedunsenes Gesicht sowie eine hohe Lichtempfindlichkeit. Spätestens, wenn sich nach zwei bis drei Tagen an der Wangenschleimhaut die charakteristischen „Koplik-Flecken“ bilden, kann die Diagnose Masern mit Sicherheit gestellt werden. Etwa zeitgleich setzt hohes Fieber ein, das in der Regel nach etwa fünf Tagen wieder sinkt.

Viele Menschen reagieren erleichtert und gehen davon aus, dass die Krankheit überstanden sei. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Haupstadium, das auch als Exanthemstadium bezeichnet wird, beginnt zu diesem Zeitpunkt erst. Das Fieber schnellt in die Höhe und die Symptome verstärken sich wieder. Es bilden sich hellrote Flecken, das Exanthem, die etwa drei bis sechs Millimeter groß sind und ineinander übergehen. Auch fieberhafte Krämpfe können auftreten und mit ihnen steigt das Komplikationsrisiko stark an. Bei einem typischen Verlauf folgt ein Ausschlag am ganzen Körper, bevor nach etwa fünf bis sieben Tagen auch dieser zweite Krankheitsschub nachlässt und das erkrankte Kind nach rund zwei Wochen wieder gesund ist – erneut unter der Voraussetzung, dass keine Komplikationen auftreten. Die Masern sind daher alles andere als eine ungefährliche Erkrankung, weshalb das Masernschutzgesetz ins Leben gerufen wurde. Es verpflichtet zur Masernimpfung, denn nachdem die Krankheit beinahe ausgerottet war, kam sie durch eine steigende Anzahl an Impflücken in den vergangenen Jahren langsam zurück und damit stiegen auch die Todesfälle unter Kindern durch Masern wieder an.

Mumps

Der Ziegenpeter, wie die Erkrankung umgangssprachlich genannt wird, ist ebenfalls eine typische Kinderkrankheit, die durch Impfungen mittlerweile aber sehr selten geworden ist. Die Infektionskrankheit wird ebenfalls durch Viren ausgelöst und äußert sich vor allem durch eine Entzündung mit Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Zu Beginn ist Mumps ebenfalls nur schwer von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Kopf- sowie Gliederschmerzen gehören häufig zum Beschwerdebild, aber auch Fieber, Müdigkeit sowie Appetitlosigkeit. Schnell entwickelt sich aber eine sichtbare Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, die mit starken Schmerzen einhergeht. Sie kann sowohl einseitig als auch beidseitig vorliegen und hält rund drei bis acht Tage an. Bei vielen Betroffenen schwellen zudem die Lymphknoten im benachbarten Bereich sowie die Speicheldrüsen unter der Zunge an, sodass das gesamte untere Gesicht geschwollen wirkt.

Mumps kann eine harmlose Erkrankung sein und verläuft in rund einem Drittel der Fälle ohne Beschwerden – oder diese sind so gering, dass die Erkrankung für eine normale Erkältung gehalten wird. Das ist vor allem bei Kleinkindern unter fünf Jahren oft der Fall. Doch ebenso wie bei den Masern, kann es auch bei Mumps zu schweren Komplikationen kommen und einige von ihnen können verheerende Langzeitschäden verursachen. Dazu gehört beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder eine Entzündung des Gehirns. Mögliche Spätfolgen sind demnach Lähmungen oder Taubheit. Auch tödliche Verläufe kommen immer wieder vor.

Die Übertragung von Mumps findet von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektionen statt, beispielsweise in Form von Speichel beim Sprechen oder Niesen. Auch verunreinigte Gegenstände wie virenbehaftetes Geschirr sind potenzielle Überträger. Der beste Schutz gegen Mumps ist daher ebenfalls die Impfung und deshalb wird sie von der STIKO erstmalig im Alter von elf bis 14 Monaten empfohlen.

Röteln

Als MMR-Impfung wird diese auch bezeichnet und die Buchstaben stehen für Masern, Mumps und Röteln. Die Dreifachimpfung hilft damit noch gegen eine weitere typische Kinderkrankheit, die mittlerweile durch den Impfschutz sehr selten geworden ist: Die Röteln sind eine Virusinfektion, die durch einen charakteristischen Hautausschlag erkennbar ist und besonders häufig bei Babys sowie Kleinkindern auftritt. Auch hier kann es asymptomatische Verläufe geben, die unerkannt bleiben. Komplikationen sind aber ebenfalls bei den Röteln möglich und vor allem während einer Schwangerschaft werden sie für das ungeborene Kind schnell gefährlich. Als Mutter ist die Impfung daher gleichermaßen wichtig. Eine Ansteckung mit Röteln ist schließlich immer und überall per Tröpfcheninfektion möglich, ähnlich wie bei Mumps.

Röteln beginnen vergleichbar mit einer Erkältung meist mit Kopfschmerzen, Husten oder Schnupfen. Auch eine Bindehautentzündung kann auftreten. Im weiteren Verlauf der Krankheit entwickeln sich schmerzhaft geschwollene Lymphknoten, mäßiges Fieber sowie das Exanthem, also der Hautausschlag mit vielen kleinen Flecken, die hellrot sowie leicht erhaben sind. Anders als bei den Masern haben sie keine fließenden Übergänge. Meistens verschwindet er nach etwa ein bis drei Tagen wieder und die Besserung setzt ein. Auch bei den Röteln kann es aber zu Komplikationen kommen und deren Liste ist lang. Sie umfasst beispielsweise eine Mittelohrentzündung, eine Bronchitis, eine Arthritis, eine Hermuskel- oder Herzbeutelentzündung sowie eine Gehirnentzündung. Sie können daher ebenfalls zu Spätfolgen oder sogar einem tödlichen Ausgang führen. Eine Impfung gegen die Röteln wird deshalb dringend empfohlen, denn eine ursächliche Behandlung der Erkrankung ist nicht möglich. Im Krankheitsfall können lediglich Arzneimittel unterstützend zum Einsatz kommen, um die Symptome zu lindern, beispielsweise Ibuprofen.

Keuchhusten

Der Keuchhusten ist eine Erkrankung, die weit über einen normalen Husten hinausgeht. Er äußert sich durch krampfartige, oftmals schmerzhafte Hustenanfälle und ein keuchendes Geräusch beim Atmen – daher der Name. Prinzipiell könnt ihr in jedem Alter an Keuchhusten erkranken, doch er äußert sich abhängig vom Lebensalter unterschiedlich: Während Erwachsene meist unter typischen Symptomen wie dem sogenannten Stakkato-Husten leiden, verläuft die Infektion bei Kindern oft untypisch, aber nicht weniger gefährlich. Ganz im Gegenteil, denn je jünger ein Kind ist, desto größer ist das Risiko durch den Keuchhusten. Er kann schlimmstenfalls zu Atemaussetzern, einer akuten Atemnot sowie einer Lungen- oder Gehirnentzündung führen. Zudem ist auch hier die Mittelohrentzündung eine häufige Folge. Vor allem ungeimpfte Säuglinge unter sechs Monaten, Kinder von sehr jungen Müttern sowie frühgeborene Babys müssen daher besoners geschützt werden.

Eine Impfung sowohl für das Kind als auch für dessen soziales Umfeld ist der beste Schutz. Denn mit sieben bis 20 Tagen ist die Inkubationszeit beim Keuchhusten sehr lang und dementsprechend kann ein Infizierter viele Personen anstecken, bevor die Krankheit ausbricht und erkannt wird. Vor allem in der ersten, der sogenannten Erkältungsphase, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch – oftmals wird der Kuchhusten dann aber noch für einen normalen grippalen Infekt gehalten. Sollte euer Kind aller Vorkehrungen zum Trotz an Keuchhusten erkranken, bevor es einen vollständigen Impfschutz aufgebaut hat, ist eine reizarme Umgebung wichtig, in der es sich schonen kann. Auch das Inhalieren oder spezielle Brustwickel können gegen die bakterielle Infektion helfen. Unter Umständen wird eine antibiotische Behandlung notwendig. Verläuft die Krankheit jedoch schwer oder werden weitere Organe wie die Lunge in Mitleidenschaft gezogen, kann eine stationäre Behandlung notwendig werden. Das gilt auch bei Vorerkrankungen, beispielsweise am Herz, sowie prinzipiell für alle Säuglinge.

Windpocken

Vermutlich kennt ihr sie aus eigener Erfahrung: Fast jeder hatte im Laufe der Kindheit die Windpocken und oftmals werden sie als harmlose Erkrankung dargestellt. Sie können aber schlimmere Schäden hinterlassen als „nur“ sichtbare Narben und sollten daher keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Die Windpocken sind eine Viruserkrankung, die hochansteckend ist und mit der ihr euch in jedem Lebensalter infizieren könnt. Typisch ist vor allem ein Hautausschlag, bei dem sich Bläschen bilden, die unangenehm jucken. Sie entstehen nach etwa drei bis fünf Tagen und enthalten eine klare Flüssigkeit. Ihre Anzahl schwankt meist zwischen 250 und 500. Aber auch hohes Fieber kann mit den Windpocken einhergehen und Komplikationen hervorrufen, ebenso wie eine Lungenentzündung oder Komplikationen in verschiedenen Organen wie dem Herz, den Nieren und im zentralen Nervensystem. Diese sind zwar selten, können aber bleibende Schäden hinterlassen.

Eine häufige Begleiterscheinung ist hingegen eine bakterielle Superinfektion. Hierbei gelangen Bakterien in die Bläschen und führen zu einer Entzündung, Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Narben hinterlassen, die ein Leben lang bleiben. Diese entstehen zudem nicht selten durch das Aufkratzen der kleinen Bläschen aufgrund des starken Juckreizes. Um eurem Kind diese unangenehme Erfahrung zu ersparen, ist eine Impfung heutzutage der beste Schutz und so mancher Erwachsener wünscht sich gewiss, diese hätte es schon früher gegeben. Diese Impfung findet meist im Rahmen der U6 Untersuchung statt. Erkrankt das Kind hingegen vorher oder ist nicht geimpft, kommt meist eine symptomatische Behandlung zum Einsatz, beispielsweise mit Ibuprofen und juckreizlindernden Medikamenten. In schweren Fällen kann mit Virostatika gearbeitet werden, um die Vermehrung der Viren einzudämmen. Sie können zwar keine unmittelbare Heilung hervorrufen, aber die Dauer der Erkrankung zumindest verkürzen.

Scharlach

Mit Scharlach stecken sich tatsächlich vor allem Kinder an, weshalb sie zu den typischen Kinderkrankheiten zählt. Die bakterielle Infektion verlief vor allem früher oft schwer, bevor Penicillin entwickelt wurde. Typische Symptome von Scharlach sind Halsschmerzen, Schluckschmerzen, Erbrechen, Fieber bis hin zu Schüttelfrost sowie ein typischer Hautausschlag. Aber auch Müdigkeit und geschwollene Lymphknoten sowie Mandeln treten meistens auf. Kinder leiden zudem bei Scharlach häufig unter Bauchschmerzen. Am einfachsten lässt sich die Erkrankung an der sogenannten „Himbeerzunge“ erkennen, sprich die Zunge färbt sich tiefrot.

Bis zu vier Wochen kann die Erkrankung dauern und allein deshalb seid ihr vermutlich daran interessiert, sie eurem Kind zu ersparen. Eine Ansteckung kann aber überall durch bakterienhaltige Tröpfchen passieren. Auch enger Körperkontakt ist ein Risikofaktor. Wichtig ist daher, euch regelmäßig die Hände zu waschen und die grundlegenden Hygieneregeln zu beachten. Allerdings bringt Scharlach eine Tücke mit sich: Eine überstandene Infektion bedeutet keine Immunität, wie das bei vielen anderen Krankheiten der Fall ist. Ihr selbst und auch euer Kind können sich daher mehrfach mit Scharlach anstecken. Etwa fünf von 1.000 Kindern sind jedes Jahr betroffen, meistens in einem Alter von fünf bis zwölf Jahren. Zwar verläuft die Erkrankung oftmals milde, dennoch kommt in vielen Fällen Penicillin zum Einsatz, um Folgeerkrankungen zu verhindern.

Diese entstehen häufig im Bereich des Mittelohrs oder der Mandeln, aber auch rheumatisches Fieber kann auftreten, dessen Entzündungen auf Gelenke oder Organe überspringen. Selten entwickelt sich der sogenannte Wundscharlach, bei dem Erreger in die Wunden eindringen und zu einer Blutvergiftung führen können. Schlimmstenfalls endet dieser mit dem Tod. Wird hingegen ein Antiobiotikum eingenommen, sind die Betroffenen meist nach wenigen Tagen wieder gesund und bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend. Sollte euer Kind an Scharlach erkranken, ist es deshalb wichtig, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um Komplikationen zu verhindern und euch sowie andere Familienmitglieder vor einer Infektion zu schützen.

Drei-Tage-Fieber

Das Drei-Tage-Fieber ist eine Viruserkrankung, die durch ein menschliches Herpesvirus verursacht wird und in den meisten Fällen harmlos verläuft. Sie ist jedoch hochansteckend und entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit. Das Fieber tritt plötzlich auf und steigt schnell an. Wie der Name bereits vermuten lässt, dauert es meist rund drei Tage oder etwas länger an, bevor es wieder sinkt. Damit ist die Krankheit aber noch nicht überstanden, denn es folgt ein Hautausschlag, der ebenfalls mehrere Tage anhält. Besonders häufig tritt das Drei-Tage-Fieber bei Säuglingen sowie Kleinkindern unter drei Jahren auf. Auch ältere Kinder können aber betroffen sein.

Die Übertragung des Drei-Tage-Fiebers findet mittels Tröpfcheninfektion statt und ist daher überall im Alltag möglich. Aufgrund der langen Inkubationszeit von bis zu 17 Tagen ist es rückblickend meist schwierig, den Überträger zu identifizieren – vor allem, da Erwachsene meist nur mit grippeähnlichen Symptomen erkranken und das Drei-Tage-Fieber daher unerkannt bleibt. Für euch als Elternteil ist das Drei-Tage-Fieber meist eher eine psychische Belastung, denn das Kind wirkt schwer krank und viele Eltern befürchten eine schlimme Erkrankung. Einen Arzt aufzusuchen, ist daher in jedem Fall eine gute Idee, um andere Ursachen für das Fieber auszuschließen. Ihr müsst zudem schnellstmöglich einen Arzt zur Hilfe holen, wenn es zu Komplikationen wie Fieberkrämpfen kommt, und es ist wichtig, dass das Kind ausreichend trinkt. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Anders als beim Scharlach führt eine überstandene Infektion zu einer lebenslangen Immunität.

Ringelröteln

Die Ringelröteln werden durch das Parvovirus B19 ausgelöst und sind ebenfalls eine klassische Kinderkrankheit. Sie werden auch als „Ohrfeigenkrankheit“ bezeichnet, da sich ein roter Ausschlag im Gesicht bildet. Während der Schwangerschaft oder für Menschen mit Immunschwäche können die Ringelröteln gefährlich werden; in den meisten Fällen verlaufen sie aber harmlos. Typische Symptome sind neben dem Hautausschlag auch Beschwerden wie bei einer Erkältung oder eine Blutarmut. Etwa 75 Prozent der Infektionen verlaufen aber asymptomatisch und bleiben daher unerkannt. Tritt bei eurem Kind jedoch ein ringelförmiger Hautausschlag auf, der an Girlanden erinnert, könnte es sich um die Ringelröteln handeln. Eine ärztliche Abklärung ist dann sinnvoll.

Interessant ist, dass dieser Ausschlag nicht durch den Erreger, sondern durch die Immunreaktion des Körpers ausgelöst wird. Er bleibt meist für etwa ein bis zwei Wochen bestehen und tritt zuerst im Gesicht, später zusätzlich an den Armen, den Beinen und dem Po auf. Einige Kinder verspüren einen Juckreiz – andere nicht. Auch die Dauer der Erkrankung kann individuell schwanken: Manchmal ist sie nach wenigen Tagen überstanden, in anderen Fällen flammt der Ausschlag über ein oder zwei Monate hinweg immer wieder auf. Falls eine Blutarmut entsteht, kann es außerdem zu Müdigkeit, Blässe oder einem erhöhten Puls kommen. In seltenen Fällen kommt die Blutbildung vollständig zum Erliegen, sodass Bluttransfusionen notwendig werden. Mädchen und junge Frauen können als Komplikation zudem eine Polyarthritis entwickeln.

Die Ringelröteln entstehen durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Die Einhaltung grundlegender Hygienemaßnahmen kann daher das Risiko einer Ansteckung mindern – mit Sicherheit lässt sich diese aber niemals verhindern. Sollte euer Kind erkranken, ist es deshalb wichtig, es zu schonen und den Krankheitsverlauf sorgfältig zu beobachten. In den meisten Fällen heilen die Ringelröteln von selbst sowie unkompliziert aus, ohne eine Behandlung zu erfordern. Bleiben sie aber über einen ungewöhnlich langen Zeitraum bestehen oder verschlechtert sich der Zustand eures Kindes erheblich, empfiehlt sich der vorsorgliche Gang zum Arzt. Er kann zudem gegen unangenehme Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder eben eine Blutarmut helfen.

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