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Geschützte Spielecke im Garten einrichten

Der Garten soll für die ganze Familie zu einem kleinen Paradies werden, in dem gespielt, entdeckt und entspannt werden kann. Dazu bietet es sich an, dass Kinder eine eigene Spielecke im Garten erhalten, in der sie sich rundum ausleben können ohne Gefahr für sich, aber auch für Gartentiere, Nutzpflanzen und seltene Züchtungen beispielsweise der geliebten Rosen. Doch wie lässt sich eine solche geschützte Spielecke in den Garten integrieren?

Ein Garten, viele kleine und große Bewohner

Wenn sich die Großen einen Garten zulegen, sind Kinder oft außen vor. Sie sollen zwar die Natur genießen, auf der Wiese spielen und Schmetterlinge beobachten können, für Bewegung, Ballspiele und zum Toben jedoch lieber den Spielplatz nutzen. Diese Sicht auf den eigenen Garten gilt es zu überwinden. Harmonisches Zusammensein ist möglich, ohne in ständiger Gefahr für Blumen, Sträucher und Bäume zu leben. Neben dem Vereinbaren gemeinsamer Regeln für die Gartennutzung sollte dazu auch eine geschützte Spielecke im Garten angelegt werden, welche die Kinder (fast) für sich allein haben. Eltern sollten dabei immer im Hinterkopf haben, dass Kleingärten und naturnahe Grundstücke immer auch Wildtiere beheimaten. Auch Vögel, Igel, kleine Nager und Insekten möchten geschützt und die Kinder zum eigenen Schutz auch vor ihnen räumlich getrennt werden. Darum ist die erste Frage immer die nach dem passenden Standort für die Spielecke.

Geschützte Spielecke mit Wiesenbereich anlegen

Der wohl wichtigste Faktor für die Lage der Spielecke ist die Frage danach, wo im Garten sich ein Stück Rasen integrieren lässt. Spiel- und Sportrasen lässt sich nicht nur einfach pflegen, er bietet auch einen sicheren Boden ohne Verletzungsgefahr und ist weniger attraktiv für Stechinsekten und Kleintiere. Diese lieben Blüten, Beeren und Hecken, aber keine offene Wiese. Zudem sollten Eltern die Spielfläche sehen können, aber nicht frontal von der Terrasse aus auf den Bereich blicken. So genießen die Kinder ein klein wenig Privatsphäre und können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die Spielecke kann beispielsweise durch ein Seitenfenster der Laube oder des Hauses überblickt werden. Ideal ist auch, wenn je nach Alter Platz für einen Sandkasten oder ein kleines Klettergerüst oder Spielhaus gefunden wird. Viele Kinder erschaffen lieber ihr eigenes Reich - hier können Eltern beweisen, dass sie beim Bauen eines Fantasiegebäudes oder Zeltlagers gute Teamplayer sind.

Sicherheit geht vor - Checkliste Spielecke im Garten

Folgende Fragen sollten Sie vor dem Anlegen der geschützten Spielecke beantworten.

  • Befindet sich die Spielecke innerhalb der Eingrenzung des Grundstückes und ist der Zaun kindersicher?
  • Können größere Tiere (nach Region Hunde, Katzen, Füchse, Rehe usw.) die Spielecke nicht/nur schwer erreichen so dass sie sauber und sicher bleibt?
  • Ist der Boden eben und kann evtl. barfuß betreten werden dank Rasen, Sand oder Kiesel?
  • Finden gewünschte Spielgeräte (Schaukel, Spielhaus, Sandkasten, Fußballtore) genügend Platz?
  • Sind meine eigenen Lieblingspflanzen vor Bällen, Zertrampeln, Erklettern von der Ecke aus sicher?
  • Kann mindestens ein Erwachsener jederzeit die gesamte Spielecke einsehen?

Sommer in der Spielecke - Wasser marsch!

Die geschützte Spielecke im Garten wird von Kindern schnell in Beschlag genommen und nach ihren Wünschen umgestaltet. Bei steigenden Sommertemperaturen muss dazu für die meisten Kids auch Wasser in allen Formen gehören. Hier zeigt sich der Vorteil von Rasen auf lockerem Untergrund, der viele hundert Liter schlucken kann, bevor Matsch entsteht. Sprinkler, Wasserschlauch aber auch Wasserpistolen und ein Wasserhahn für das Trinkwasser sollten so installiert sein, dass die Spielecke nicht zum Wasserchaos führt. Direkt neben einem Kellereingang eingerichtet beispielsweise läuft das Wasser schnell ins Haus. Auch hier ist wichtig: Springen die Kinder leicht bekleidet oder nackt durchs kühlende Nass oder in den Pool, sollte die Spielecke vor den Blicken Dritter besonders sicher sein, beispielsweise durch bepflanzte Rankgitter, Hecken oder temporär aufstellbare Trennwände.

Laute und wilde Sportarten

Ein anderes Problem kann die Lautstärke der Spielecke im Garten werden. Bereits das Plantschen in einem Wasserbecken ist für viele Nachbarn zu viel. Woran sich Eltern bereits gewöhnt haben, wird für die kinderlosen Nachbarn schnell zur Geduldsprobe. Darum gilt, dass die geschützte Spielecke möglichst nicht zu nah am Nachbargrundstück liegen sollte. Zudem kann ein klärendes Gespräch von Anfang an helfen, einen Kompromiss zu finden. Trampolins, Pools, Fußball oder auch das Schießen mit Wasserpistolen führen schnell zum Schreien, Quietschen und lauten Umherrennen. Wer mit seinen Nachbarn Ruhezeiten vereinbart, Kinderpartys anmeldet, vielleicht mit einem Korb Kekse zum Dank, und Geräte wie Trampolins auf den Geräuschpegel testet vor dem Aufstellen, hat weniger Probleme. In Kleingartenvereinen sind viele Geräte nicht erlaubt, hier muss der Vorstand ebenfalls sein Okay geben.

Schatten und Ruhebereich schaffen

Es muss auch in der Spielecke nicht den ganzen Tag über laut zugehen. Durch eine auf Bedarf ausfahrbare Markise als Überdachung für einen Sitzbereich oder ein Spielzelt, in dem Matratzen ausgebreitet werden, können die Kinder sich zur Mittagszeit und vereinbarten Pausen in den Schatten zurückziehen und etwas schlafen, lesen oder digital spielen.

Mit fortschreitendem Alter der Kids kann die Beschaffenheit und Ausstattung der geschützten Spielecke immer wieder auf die Bedürfnisse angepasst werden. Dem Spielhaus weicht das Zelt, dem Zelt eine Sitzecke für Teenager und schließlich ziehen die Kinder früher oder später mit zu den Großen auf die Terrasse, um sich zu sonnen und mit Freunden zu chatten.

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