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Kinderradiologie: Besondere Ausbildung, modernste Technik und viel Geduld

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Diese Weisheit gilt in der Medizin schon lange. Mit einem kranken Kind zum Kinderarzt zu gehen, ist für Eltern selbstverständlich. Ist die Erkrankung spezieller, wird zum Beispiel ein Kinderchirurg oder eine Kinderkardiologin aufgesucht. Im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) werden Kinder mit unterschiedlichsten Erkrankungen, vom Frühgeborenen bis zum fast erwachsenen Patienten, behandelt. In den Teams des Kinderzentrums gibt es Spezialisten aus vielen Bereichen, wie zum Beispiel der Neonatologie, Kinderneurologie, Kinderurologie oder Kindertraumatologie. Die Vorzüge einer so breit aufgestellten, spezialisierten und vernetzten Kindermedizin liegen auf der Hand.

Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) - Kinderradiologie

Die Radiologie hingegen arbeitet eher im Verborgenen und wird von den Familien oft gar nicht direkt wahrgenommen. Dabei gibt es für die Bildgebung bei Kindern sogar eine eigene Subspezialisierung. Die Kinderradiologie ist eine dreijährige Zusatzausbildung für radiologische Fachärzte. Kinderradiologen sind sowohl mit ganz alltäglicher Routinediagnostik wie Röntgenaufnahmen nach Stürzen als auch mit schwierigen Fragestellungen befasst, für die radiologische Großgeräte, vor allem der Magnetresonanztomograph (MRT), benötigt werden. Als Spezialist für die Bildgebung wählt ein Kinderradiologe wie Dr. Tilo Porrmann vom Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara die passende Untersuchungstechnik für jeden kleinen Patienten aus, interpretiert die Bilder und bespricht sie mit anderen Fachbereichen. Gibt es also keinen Unterschied zur Radiologie für erwachsene Patienten? Dr. Porrmann erläutert: „Der gemeinsame Anspruch ist, die modernste bildgebende Technik zu nutzen. In unserem Haus steht diese Ausstattung mit dem neuen MRT, dem neuen Computertomographen (CT), einer neuen Röntgenanlage mit digitaler Detektortechnik und einer mobilen Röntgeneinheit für die Frühgeborenenstation zur Verfügung.“

Wegen der wesentlich höheren Empfindlichkeit von Kinder für Strahlen gilt, dass jegliche Strahlenexposition (Röntgen, CT) grundsätzlich kritisch zu prüfen ist und nach Möglichkeit vermieden werden sollte. „Ist eine solche Untersuchung trotzdem erforderlich, muss auf den optimalen Strahlenschutz und eine geringstmögliche Röntgendosis geachtet werden“, so Dr. Porrmann. In jedem Einzelfall wägt der Kinderradiologe ab, ob eine Computertomographie durch ein strahlenfreies Verfahren ersetzt werden kann und ob beispielsweise eine Röntgen- oder CT-Verlaufskontrolle tatsächlich notwendig ist. Kinder haben zumeist andere Erkrankungen als Erwachsene, zum Beispiel angeborene Fehlbildungen oder altersspezifische Verletzungen am noch wachsenden Skelett. Um die Bilder richtig zu deuten, sind spezielle medizinische Kenntnisse und Erfahrung von großer Bedeutung. Besonderes Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis für die jungen Patienten und ihre Familien werden den Kinderradiologen wie auch dem radiologischen Assistenzpersonal ganz selbstverständlich abverlangt. Am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara gibt es zudem besondere Narkoseverfahren für Kinder, die viele MRT-Untersuchungen erst möglich machen. Die Zahl der kinderradiologisch spezialisierten Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland ist – gemessen am Anteil der Kinder an der Bevölkerung – vergleichsweise gering. Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara möchte daher ihr kinderfreundliches Profil – auch durch besondere bauliche Maßnahmen – in Zukunft weiter ausbauen.

© Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale)

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