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Kinderurologische Erkrankungen optimal behandeln

Angeborene Fehlbildungen der Nieren und der ableitenden Harnwege können bereits im Kindesalter Beschwerden und dauerhafte Schädigungen hervorrufen. Durch eine frühzeitige Erkennung bereits vor der Geburt oder im Säuglingsalter steht den Ärztinnen und Ärzten eine Vielzahl von konservativen und auch operativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) sind der kindernephrologische und der kinderurologische Schwerpunkt durch weitere Qualifizierungen sowie den engen räumlichen und personellen Schulterschluss innerhalb des Kinderzentrums weiter ausgebaut worden.

Kinderurologie im Krankenhaus Halle Saale

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Ludwig Patzer behandelt jährlich ca. 1200 Patienten mit allen akuten und chronischen Erkrankungen der Niere. Sie hat die Schwerpunktanerkennung Kindernephrologie und ist als Ausbildungs- und Behandlungszentrum durch die Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie anerkannt. Seit dem vergangenen Jahr führen Chefarzt Dr. Gunter Klohs und Leitende Oberärztin Ina-Michaela Szargan von der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie die Zusatzbezeichnung „Spezielle Kinder- und Jugendurologie“. Die Klinik ist einzige zugelassene Weiterbildungsstätte in Sachsen-Anhalt für Ärztinnen und Ärzte in der vollen Weiterbildungszeit von 18 Monaten.

Dr. Martina Hagenberg, Leitende Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, erklärt: „Eine Erkrankung der Nieren und der ableitenden Harnwege im Kindesalter äußert sich zum Beispiel durch Einnässen, Flankenschmerz, Brennen beim Wasserlassen oder Fieber. Grund sind Entzündungen, die durch die angeborenen, krankhaften Veränderungen an Nierenbecken, Harnleiter, Blase oder Harnröhre hervorgerufen werden. Der gestörte Urinfluss führt so in der Regel zu Blasen- oder Nierenentzündungen, die Niere kann sich nicht frei entwickeln und das Nierengewebe dauerhaft geschädigt werden.“ In diesen Fällen setzen die Spezialisten der beiden Fachbereiche auf eine engmaschige Zusammenarbeit. Eine Ultraschalluntersuchung, Labordiagnostik sowie zumeist auch eine Vorstellung beim Radiologen sind die Grundlage für die Therapie. Alle zwei Wochen treffen sich die Experten der internistischen und der chirurgischen Fachrichtungen zu Fallkonferenzen, bei denen die Behandlung von jeweils fünf bis zehn jungen Patienten besprochen und festgelegt wird. Sind alle konservativen, also nichtoperativen Ansätze ausgereizt, empfiehlt sich ein Eingriff. „Dieser erfolgt in der Regel schonend und mit modernsten Mitteln wie einem kleinen Laserschnitt, um zum Beispiel eine Harnröhrenklappe zu therapieren“ erläutert der kinderchirurgische Chefarzt Dr. Gunter Klohs. Je nach Aufwand kann der kleine Patient das Krankenhaus bereits nach vier, manchmal auch nach rund zehn Tagen wieder verlassen. Entscheidend, so Dr. Klohs, sei dann die Nachsorge. Regelmäßige Kontrollen durch die spezialisierten Kinder- und Jugendmediziner geben den Patienten und ihren Familien die Sicherheit, dass einer gesunden Entwicklung bis zum Erwachsenenalter nichts mehr im Wege steht.

© Krankenhaus Halle Saale

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