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Lachgas – bewährtes Mittel in neuem Kleide

Lachgas war aus der Mode gekommen, und wurde in deutschen Kreißsälen von der PDA und anderen Medikamenten abgelöst. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand es seinen Einsatz in der Medizin und seit den 50er Jahren auch in der Geburtshilfe. Nun gibt es einen neuen alten Trend und das Gas erobert sich die Geburtshilfe zurück.

Lachgas – Was ist das überhaupt?

N2O – eine Mischung zu 50% aus Sauerstoff und Lachgas, wird über eine Atemmaske, die die Gebärende sich selbst vor die Nase hält, inhaliert und kann so von der Frau selbst gesteuert werden. Das Gas geht schnell ins Blut und benötigt ca. 30 Sekunden bis es im Gehirn seine volle Wirkung entfalten kann. Lachgas hat einen schmerzlindernden und euphorisierenden Effekt – deswegen heißt es eben auch Lachgas und mindert den höchsten Schmerzpunkt der Wehe ungefähr um die Hälfte. Dadurch kann die Gebärende bei sich bleiben und wird nicht mehr von den Wehenschmerzen überwältigt.

Für wen ist es geeignet?

Im Allgemeinen können alle gesunden Schwangeren, die eine Spontangeburt anstreben, vom Lachgas wirklich profitieren. Vor allem Frauen, die Sorgen vor dem Einsatz einer PDA haben, bevorzugen diese niedrigschwellige Schmerzerleichterung. Besonderes Augenmerk erfordern schwerwiegende Herz- oder Augenerkrankungen sowie ein Vitamin B 12 Mangel. In diesen Fällen sollte der Einsatz zuvor mit dem Fachpersonal abgeklärt werden.

Die Vorteile von Lachgas

Lachgas kann während der gesamten Geburtsdauer eingesetzt werden. Besonders lohnenswert ist es aber, wenn die Eröffnungsphase bereits im Gange ist. Es wird durch die Gebärende selbst gesteuert – eine Überdosierung ist durch das fertig gemischte Gas und die Selbstregulierung quasi ausgeschlossen. Da gleichzeitig Sauerstoff inhaliert wird, wird auch das Kind ausreichend versorgt. Es ist jederzeit möglich, die Inhalation abzubrechen und der Einsatz benötigt kaum Vorbereitung. Lachgas hat nur eine kurze akute Wirkung, die nach ca. 60 Sekunden nach Beendigung der Inhalation wieder komplett verfliegt. Beginnen sollte die Frau mit dem Beginn der Wehe um auf ihrem Höhepunkt dann vom vollen Effekt zu profitieren. Sie bleibt beweglich und ist nicht so eingeschränkt wie mit einer PDA.

Die Nachteile von Lachgas

Ein Vorteil ist auch gleichzeitig ein Nachteil – Lachgas wirkt nur so lange wie man es einatmet. Es erzielt keinen dauerhaften Effekt, wie zum Beispiel bei einer PDA. Außerdem wird keine absolute Schmerzfreiheit erreicht, sondern eine gute Linderung. Wenn ihr euch also ganz sicher seid, dass ihr ganz und gar keine Wehe mehr ertragen könnt, ist Lachgas wohl nicht eure Alternative. Manche Frauen erleben durch die Inhalation Übelkeit oder Erbrechen. Die ist allerdings auch keine Seltenheit beim Durchleben einer Geburt und ebbt sofort ab, wenn die Inhalation beendet wird.

Lachgas wird effektiv und auch schon wieder längere Zeit vor allem in England, Kanada und Australien eingesetzt. Nun ist es auch in Deutschland auf dem Vormarsch und wird in einigen Kreißsälen wieder angeboten. Auch in den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL setzen wir es gern ein, wenn die Frauen dafür offen sind.

© AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL

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