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Richtig reagieren im Notfall - Erste Hilfe bei Kindern

Vergiftung – Schwupps ist es im Mund

Statt Nudeln, Banane oder Schnuller landen im Mund unserer Kids auch allerhand anderer Dinge. Im schlimmsten Fall Medikamente, Nagellackentferner, Farben oder Putzmittel und eine Vergiftung droht. In einem solchen Notfall hilft die Giftnotrufzentrale. Dort erhalten Eltern Informationen zu einzelnen Substanzen und bekommen Tipps, wie man weiter vorgehen soll. Am besten die Nummer gleich direkt ins Handy einspeichern.

Gitfnotrufzentrale:  0361 - 730 730 (Nummer für Sachsen und Thüringen)

Verschluckt – Wenn der Apfel gefährlich wird

Vor allem Säuglinge und Kleinkinder entdecken ihr Umfeld nicht nur mit ihren Händen, sondern auch mit dem Mund. Kleinteile, wie z.B. Bausteine, Knöpfe, Münzen oder Perlen gelangen schnell in die Atemwege. Aber auch harte Lebensmittel wie Äpfel, Gurken, Möhren können dazu führen, dass sich kleine Kinder verschlucken. Wie muss man sich im Ernstfall verhalten?

Wenn das Kind normal kräftig hustet, effektiv atmet, spricht oder weint, einen roten Kopf hat und normal reagiert, muss man in der Regel das Kind zum kräftigen Husten ermuntern. Gefährlich wird es erst, wenn es nicht mehr kräftig hustet, nicht mehr richtig spricht und atmen kann – hier kann die „Rückenklopfmethode“ helfen.

  • Oberkörper nach vorne legen. Der Kopf muss der tiefste Punkt sein.
  • Maximal 5 kräftige Rückenschläge mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter ausüben.
  • Danach das Kind wieder beurteilen.
  • Im Notfall immer die 112 wählen, wenn das Kind nicht mehr alleine Husten kann.
     

Verbrennung – Unterschätzte Gefahr

Zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter gehören Verbrennungen und Verbrühungen. Ein heißer Kaffee oder Tee auf dem Tisch können bereits gefährlich werden. Diese Gefahr wird oft unterschätzt. Da Kinderhaut noch sehr dünn ist, führen bereits Flüssigkeiten mit Temperaturen von 52 Grad zu Verletzungen. Grundsätzlich gilt, dass jede Verbrennung, die größer als eine Handfläche Ihres Kindes ist, ärztlich versorgt werden sollte. Was ist bei kleineren Verletzungen zu tun?

Kleinere Verbrennungen z.B. am Finger, mit lauwarmen Wasser einige Minuten kühlen.

  • Im Gesicht feuchte Tücher verwenden.
  • Keine Kühlung bei Säuglingen.
  • Bei Blasenbildung unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Blasen keinesfalls aufstechen.
  • Nach der Kühlung Brandwunden mit keimfreien Verbandmaterial locker abdecken.
  • Auf keinen Fall Salben, Mehl oder Puder auf die Brandwunde legen.
     

SOS - Kindern im Notfall richtig helfen

Eine Sekunde der Unachtsamkeit reicht aus und ein Unfall ist passiert. Manchmal hilft Pusten und Trösten nicht mehr aus. Jetzt ist schnelles und richtiges Handeln gefragt. Viele Erwachsene sind jedoch oft verunsichert und befürchten, dem kleinen Patienten durch falsches Handeln mehr zu schaden als zu helfen.

Mehr Sicherheit geben Erste-Hilfe-Kurse speziell für Kindernotfälle. Die AOK PLUS bietet dafür die Kursreihe „Gemeinsam wachsen“ an. Momentan pausieren die Kurse durch Corona.

Hilfreich sind aber jederzeit die Infovideos unter plus.aok.de/gemeinsamwachsen. Sie bereiten Eltern auf die häufigsten Notfallsituationen mit Kindern vor.

Mehr Tipps und Informationen rund um das Thema Erste Hilfe gibt es derzeit unter plus.aok.de/lebensretter und den Social Media Kanälen der AOK PLUS.

© AOK

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