Der Große Wannsee

Vom Wannsee hat fast jeder schon einmal gehört. Warum entdeckt ihr ihn also nicht einmal selbst und lasst euch fallen?

Der Große Wannsee zwischen Berlin und Potsdam, eine Ausbuchtung der Havel, ist legendär. Seit dem Anfang der 20. Jahrhunderts zieht "ganz Berlin" an die Ufer des Sees zum Baden, Segeln, für romantische Abenteuer, den Familienausflug oder zum Bewohnen der feinen Villen dort. Bereits 1907 eröffnete das wunderbare Strandbad Wannsee und bereicherte das Berliner Naherholungsgebiet. Seitdem hieß es – "Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee." Entlang des Strandbades hat der berühmte Architekt Martin Wagner einen langen Gebäudekomplex mit Infrastrukturen errichtet. Zu Anfang des neuen Jahrtausends wurde das Bad grundlegend denkmalgerecht saniert und modernisiert. Die Wasserqualität ist nach EU-Richtlinie ausgezeichnet.


Schwimmen im Großen Wannsee

Das Strandbad Wannsee zählt zu den größten Freibädern in Europa. Der mit echtem Ostseesand aufgefüllte Strand ist 1275 Meter lang und fällt flach zum See hin ab. Das Bad wird von den Berliner Bäderbetrieben professionell unterhalten. Dies ist ein prächtiger Platz zum Baden und Schwimmen und für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie. Ein abgetrennter FKK-Bereich ist verfügbar. Bademeister und Rettungsschwimmer achten auf die Schwimmer innerhalb des durch Bojen abgesteckten Schwimmbereiches. Das Strandbad verfügt über Bereiche für Menschen mit Mobilitätseinschränkung, die dorthin betonierten Wege sind aber teilweise steil.


Freizeit und Sport

Am Wannsee werden Segeln, Rudersport und Windsurfen betrieben. Im Tiefwasser breitet eine Rutschen Anlage kühles Vergnügen. Für die Kinder gibt es Spielplätze. Sportlich werden Bungee-Trampolin-Jumping, Beachvolleyball und Fußball angeboten. Direkt beim Strandbad können im Wassersportzentrum Segel- und Tretboote ausgeliehen oder Kurse belegt werden. Nördlich des Bades bietet der Windsurfing Verein Berlin Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene an. Am gegenüber gelegenen Ufer gibt es den Verein Seglerhaus und den Motor-Boot-Club Berlin.


Entspannung und Erholung

Liegestühle und Strandkörbe können ausgeliehen werden. Mit prächtigem Blick auf das Treiben der Boote und Schwimmer auf dem See lässt sich so mancher schöne Sommertag am Strand verbringen. Von den Sonnendecks auf den Dachflächen der Gebäude bietet sich ein begeisternder Panoramablick auf den Wannsee. Im benachbarten Park sind schattige Liegeplätze unter den Bäumen zu finden. In den Gebäuden gibt es mehrere Imbissstationen. Wer ein bisschen Bewegung braucht, flaniert entlang der Uferpromenade, sodass echtes Riviera-Gefühl entsteht. Etwas nördlich des Sandstrandes gibt es mehrere Ausflugslokale und die prächtigen Wannseeterrassen mit guter Küche. Am Ufer der gegenüber liegenden Halbinsel ist im herrlichen Sommerhaus des Malers Max Liebermann ein Gemälde-Museum eingerichtet. Nicht weit davon kann die Gedenkstätte Wannsee-Villa besucht werden.


Informationen zum Wannsee

Das Strandbad residiert am Wannseebadweg 25 im Ortsteil Berlin-Nikolassee. Der Wannsee ist über die S-Bahn Linien 1 und 7 am Bahnhof Berlin Nikolassee sehr gut mit der Berliner Innenstadt verbunden. Die S-Bahn-Haltestelle liegt etwa 1 Kilometer vom Strandbad entfernt. Beim Bad gibt es sehr wenige, kostenpflichtige Parkplätze. Unweit des S-Bahnhofes legt an der Wannseebrücke die Berliner Fahrgastschifffahrt an. Der Eintritt kostet für den Tag für Erwachsene 5,50 Euro, für Kinder und Jugendliche 3,50 Euro. Kinder unter 5 Jahren zahlen keinen Eintritt. Familienkarten für 3 kosten 9 Euro je Tag. Ab 17 Uhr 30 verringert sich der Eintritt auf 3,50 Euro. Das Strandbad öffnet von Juni bis Mitte August täglich von 9 bis 20 Uhr. Danach wird um 19 Uhr und ab September um 18 Uhr geschlossen. Am 15. September endet der Badebetrieb.

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