Kinderfotos im Netz - darauf solltet ihr achten!

Bei dem Thema Kinderfotos im Netz gehen die Meinungen stark auseinander. Aktuell wird dies kräftig diskutiert.

Kinderfotos im Netz - Was ist okay und was geht zu weit?

Kinder sind der ganze Stolz ihrer Eltern. Natürlich möchte man das mit der ganzen Welt teilen. Es gibt unzählige Augenblicke, in denen Eltern ihre Kinder fotografieren. Sei es in alltäglichen Situationen, im Urlaub, während der Schuleinführung oder wenn das erste Zähnchen zu sehen ist. Doch sollte man diese auf Bild festgehaltenen Momente tatsächlich im Netz posten? Viele sind der Meinung dies dringend zu unterlassen, da so ein Post viele Gefahren mit sich bringt. Eltern sollten im Hinterkopf behalten, dass veröffentlichte Fotos für jeden zugänglich sind. So könnten die Bilder im schlimmsten Fall auf pädophilen Foto-Blogs landen und auf sexuelle Weise missbraucht werden. Andererseits könnten diese Bilder auch für Mobbing-Attacken genutzt werden. Insbesondere gilt zudem zu beachten, dass Kinder oftmals noch viel zu jung sind, um der Bildveröffentlichung zuzustimmen. Somit werden dabei die Persönlichkeitsrechte der Kinder übergangen. Auch Prominente setzen sich derzeit stark mit diesem Thema auseinander. Die Berliner Bloggerin Toyah Diebel etablierte in diesem Zusammenhang den Hashtag „deinkindauchnicht“. Diebel und der Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht haben sich passend dazu in unangenehmen Situation, wie beispielsweise auf dem Töpfchen, fotografieren lassen. Das Bild ist mit der Überschrift „So ein Bild von dir würdest du posten? Dein Kind auch nicht.“, versehen. Diese Aktion soll auf den Schutz der Privatsphäre von Kindern aufmerksam machen.
 

Darauf sollten Eltern beim Posten achten

Möchte man dennoch trotzdem weiterhin Kinderbilder auf den Sozialen Netzwerken veröffentlichen, sollte man dabei folgende Punkte im Hinterkopf behalten: In den Privatsphäre-Einstellungen sollte man sicherstellen, dass die Bilder nur für Personen aus dem engsten Bekanntenkreis zugänglich sind. Außerdem schützt man die Privatsphäre des Kindes indem man Fotos postet, in denen das Kind nicht direkt erkennbar ist. Beispielsweise kann man sein Kind nur von hinten zeigen, sicherstellen, dass das Gesicht teilweise bedeckt oder durch Emojis oder Unschärfe unkenntlich gemacht wurde. Das Kind sollte keinesfalls unbekleidet oder in Badesachen zu sehen sein. Ebenso gilt es zu beachten, dass die Ortserkennung deaktiviert ist, um so unerwünschte Kontakte fernzuhalten. Auch der Name des Kindes sollte nicht unbedingt veröffentlicht werden. Solltet ihr euch dennoch unsicher sein, ob ihr Bilder veröffentlichen könnt oder nicht, so könnt ihr euch an dem Foto-Guide der Initiative SCHAU HIN! orientieren. Im Zweifelsfall ist es jedoch ratsam, private Aufnahmen seiner Kinder, in ausgedruckter Form, in einem Fotoalbum festzuhalten.

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