Bommel und die Sterne

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Es ist Wochenende und Bommel und Bommelinchen haben beschlossen eine Fahrradtour bei diesem herrlichen Wetter zu machen. Sie radeln gerade die Straße hinunter, als sie jemanden von hinten rufen hören.

„Bommel! Booommel!“, ruft eine tiefe aber bekannte Stimme. Die beiden Bärenfreunde halten an und erblicken Elefant Hannibal am Ende der Straße. Dieser sitzt ebenfalls auf einem Fahrrad, sieht dabei aber sehr angestrengt aus. „Hannibal! Fährst du auch Fahrrad?“, fragt Bommel verdutzt. Mit rotem Kopf erreicht Hannibal Bommel und Bommelinchen. „Ja. Nun ja ich wollte etwas sportlicher werden. Ich habe doch einen so dicken Bauch bekommen von dem ganzen Schlemmen.“, schnaubt Hannibal. Bommelinchen muss lachen und denkt an Hannibals funkelnde Augen, sobald er Essen sieht. „Du kannst uns gerne begleiten, wenn du möchtest. Zu dritt macht es garantiert noch mehr Spaß.“, sagt Bommel und nickt Bommelinchen zu. „Ja. Ja das stimmt wohl.“, bestätigt Elefant Hannibal und so radeln sie zusammen die Straße entlang. 

Schon bald gelangen sie auf einen Feldweg und stehen einem steilen Berg gegenüber. Hannibal, der sich scheinbar etwas schwer tut mit dem Radeln, schaut erschrocken drein. Doch Bommel, der immer hilfsbereit und auf zack ist, hat sofort eine Idee, um seinem Freund zu helfen. „Ich fahre voraus und du hältst dich mit deinem Rüssel an meinem Rucksack fest. So kann ich dich den Berg hinaufziehen.“ So bestreiten die drei Freunde diesen steilen Berg und sogar Hannibal, der fleißig in die Pedale tritt, schafft es bis hoch. Stolz stemmt Hannibal seine Arme in die Seiten und trötet wie Elefanten eben tröten. „Ich bin fit! Ich bin super fit und super stark!“, Bommel und Bommelinchen müssen lachen. „Ja das bist du Hannibal. Du hast eben nicht aufgegeben.“, sagt Bommelinchen. Bommel blickt über das weite Feld und stößt hervor: „Woow. Schaut euch nur mal die Aussicht an!“ Tatsächlich, die Aussicht vom Berg aus über das weite Feld ist wunderschön. So verbleiben die drei Freunde kurze Zeit und genießen zusammen die Aussicht. Ein kühles Lüftchen trocknet ihnen den Schweiß. 

Erfrischt und ausgeruht radeln sie weiter den Feldweg entlang und es beginnt schon dunkel zu werden. „Bommel, wir sollten schneller fahren. Die Sonne geht schon unter.“, sagt Bommelinchen. „Keine Sorge Bommelinchen. Wir haben doch die Sterne. Die spenden uns Licht und zeigen uns den Weg.“, sichert Bommel ihr zu, „Und wir haben Licht an unseren Fahrrädern, damit wir immer gut gesehen werden.“ Bommelinchen ist erstaunt über Bommels Selbstvertrauen und weiß sich sicher bei ihm. 

Kurze Zeit später ist die Sonne auch schon verschwunden und es wird angenehm kühl. Sogar Hannibals roter Kopf ist verschwunden. Und wie vorhergesagt, scheinen die Sterne hell über dem Feldweg und bilden eine leuchtende Straße im Himmel. „Wir sind bald da.“, bemerkt Bommel, „Die Milchstraße dort oben im Himmel führt direkt zu meinem Haus, Bommelinchen. Das habe ich inzwischen herausgefunden.“ „Die Sterne führen zu deinem Haus?“, meint Bommelinchen fragend, „Das ist ja wunderschön und äußerst praktisch!“ Hannibal stimmt dem mit einem Tröten hinzu und weil dies so komisch klingt, müssen alle drei laut lachen. 

Als sie endlich zu Hause ankommen, sind sie allesamt erschöpft, aber glücklich. Bommel und Bommelinchen verabschieden sich von Hannibal und umarmen sich gegenseitig. „Ich übernachte heute bei Bommel, Hannibal. Komm gut nach Hause.“, sagt Bommelinchen. Und so gehen alle nach Hause und fallen tot müde ins Bett. Es dauert nicht lang, dann sind sie eingeschlafen.

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