Bommels Besuch auf dem Reiterhof

Beitrag von Bommel Bär
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Eines schönen Tages überlegte sich unser abenteuerlustiger Teddy Bommel, das herrliche Herbstwetter auszunutzen und einen Ausflug zum Reiterhof zu unternehmen. Und weil Bommel genau weiß, wie sehr Bommelinchen Pferde mag, lud er seine Freundin ein, ihn dorthin zu begleiten.

Je näher sie dem Reiterhof kamen, desto aufgeregter wurde Bommelinchen: „Oh Bommel, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich schon riesig auf die Ponys. Meinst du, wir dürfen auch einmal auf ihnen reiten?“, fragte sie erwartungsvoll. „Der Bauer hat sicher nichts dagegen, wenn wir ihm dafür ein bisschen bei der Arbeit helfen“, antworte Bommel zuversichtlich.

Bereits von der Straße aus konnten die beiden Freunde die Pferdekoppel sehen. Innerhalb der Herde glich kein Pferd dem anderen – weder in Größe und Statur, noch Farbe. Bommel und Bommellinchen blickten dem bunten Treiben begeistert zu. „Schau Bommel, das Braune dort liefert sich gerade ein Wettrennen mit dem weißen Pferd. Wer wohl gewinnt?“ fragte sich Bommelinchen und zeigte mit ihrer flauschigen Tatze auf das galoppierende Duo. Doch Bommels volle Aufmerksamkeit galt bereits einer gescheckten Stute, die sich den beiden Freunden langsam näherte. Etwas zögerlich gingen auch Bommel und Bommelinchen dem Tier entgegen.

Für diesen Moment hatte Bommel vorgesorgt: Er wusste, dass auch Pferde gerne naschen und hatte deshalb Äpfel im Gepäck. Bommel nahm einen Apfel in die Hand und hielt ihn der braun-weiß gescheckten Stute entgegen. „Hier, nimm. Ich hoffe, er schmeckt dir“, sagte Bommel beschwichtigend. Mit einem freudigen Schnauben fraß die Stute Bommel aus der Hand. „Es scheint, als ob du eine neue Freundin gefunden hast“, neckte Bommelinchen ihn.

Plötzlich hörten unsere Teddys eine tiefe Stimme hinter sich: „Ihr gebt meinen Pferden doch hoffentlich nichts Schlechtes, oder?“ Erschrocken drehten sich Bommel und Bommelinchen um. „Oh, ganz bestimmt nicht“, brachten die beiden nur stammelnd hervor. Der Bauer lachte schelmisch und sagte: „Schon gut, das hätte ich auch nicht von so kuschelig ausschauenden Teddybären erwartet. Ich würde mich aber über ein wenig Hilfe freuen.“ Bei diesen Worten kehrte das Lächeln in die Gesichter unserer Freunde zurück. „Aber gerne. Was sollen wir machen?“, fragten sie neugierig.

„Ihr könntet mir zunächst bei der Fellpflege zur Hand gehen. Seht ihr diesen genoppten Handschuh? Das ist ein Striegel, damit könnt ihr die Pferde bürsten. Das genießen die Tiere sehr, denn das Striegeln befreit nicht nur ihr Fell von Staub und Schmutz, sondern ist gleichzeitig auch eine willkommene Streicheleinheit.“ Nach dieser kurzen Einführung machten sich unsere kleinen Teddybären begeistert ans Werk. Und egal ob schwarz, braun oder weiß – jedes Pferd ließ sich bereitwillig von ihnen bürsten. „Bommel, fühl‘ doch mal wie weich ihr Fell ist. Die sind ja fast so kuschelig wie wir“, stellte Bommelinchen verblüfft fest. Bommel lachte und sagte: „Ja, stimmt. Und wenn wir unsere Sache gut machen, sind sie auch noch schön sauber.“

„Das habt ihr toll gemacht“, sagte der Bauer anerkennend. „Meine Pferde sahen noch nie so gepflegt aus. Selbst Mähne und Schweif habt ihr gekämmt. Ich bin beeindruckt. Da habt ihr euch aber eine Belohnung verdient. Habt ihr vielleicht Lust auf einen kleinen Reitausflug?“ Bommel und Bommelinchen bekamen große Augen, sprangen vor Freude in die Höhe und riefen „Yippieee“. „Vorher müssen wir den Pferden aber noch eine kleine Stärkung zukommen lassen“, sagte der Bauer. „Während ich ihnen frisches Wasser gebe, könnt ihr Heu und Möhren holen – das fressen sie am liebsten.“

Gesagt, getan. Wie auf Kommando flitzten unsere Teddys los und kamen mit einem Bündel Heu und einem großen Bund Möhren zurück. Voller Vorfreude wieherten ihre vierbeinigen Freunde und machten sich genüsslich über die Leckereien her.

Nachdem die Pferde Kraft getankt hatten, konnte es losgehen. Der Bauer setzte Bommel und Bommelinchen auf ein Pony und schwang sich auf ein schon ausgewachsenes Pferd. Dieses sah mit seinem weißen Fell und den schwarzen Punkten besonders hübsch aus. „Seid ihr bereit?“, fragte er unsere plüschigen Freunde. „Ja, wir werden uns gut festhalten. Aber vielleicht versuchen wir es für den Anfang mit einer langsamen Gangart?“, fragte Bommel kleinlaut. „Natürlich“, versicherte ihnen der Bauer. „Um richtig schnell reiten zu können, braucht man schon etwas Übung. Deshalb werden wir es langsam angehen lassen. Aber seid beruhigt – Clara wird euch sicher tragen.“

Und so erkundeten unsere Teddybären die schöne Herbstlandschaft vom Rücken eines Pferdes aus. „Bommel, hast du auch so viel Spaß wie ich? Ich wünschte, wir könnten noch länger bei unseren neuen Freunden bleiben“, sagte Bommelinchen wehmütig. „Das finde ich auch“, stimmte Bommel ihr zu. „Aber es wird schon langsam dunkel. Außerdem können wir ja jederzeit wiederkommen. Und du weißt doch: Wiedersehen ist die schönste Freude.“

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