Bommels Halloween-Party

Beitrag von Bommel Bär
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Es ist der Abend des 31. Oktober und unser kleiner Bommel steht in der Küche, um die letzten Leckereien für seine Halloweenparty vorzubereiten. Wie jedes Jahr schmeißen die Steiner Kuscheltiere eine Halloweenparty und dieses Jahr ist unser Bommel an der Reihe.

Wie immer, wenn eine Party ansteht, hat sich Bommel vorbereitet und bereits am frühen Morgen angefangen, sein kleines Häuschen gruselig zu dekorieren. Im Vorgarten stehen geschnitzte Kürbisköpfe und ein Skelett. Das Haus ist in ein grünes Licht getaucht und von der Dachrinne hängen Spinnennetze mit kleinen Schoko-Spinnen darin. Auch im Inneren wurde alles für die Party vorbereitet: Überall hat Bommel kleine Gespenster aufgehängt, die im Dunkeln leuchten, Spinnweben schmücken das Treppengeländer, in den Fenstern hängen kleine Skelette und überall sind Kerzen aufgestellt. Für die Kinder, die nach ‚Süßes oder Saures‘ fragen, hat Bommel einen Kürbis ausgehöhlt und mit Schokoriegeln, Gummibärchen, Marshmallows und vielen andere Leckereien gefüllt. Natürlich hat er auch an seine Gäste gedacht und ist gerade dabei, die letzten schaurig geschnitzten Paprikaschoten aus dem Ofen zu holen. „Das war‘s“, sagte Bommel zu sich selbst. „Jetzt ist alles vorbereitet für die Gäste. Nur mein Kostüm muss ich noch anziehen.“ Da es an Halloween um‘s Gruseln geht, hat sich Bommel ein passendes Kostüm zugelegt und verkleidet sich in diesem Jahr als Skelett.

Bommel war gerade fertig kostümiert, als es plötzlich an der Tür klingelte.

„Das müssen die ersten Gäste sein“, dachte Bommel und rannte so schnell er konnte zur Tür. Als er aufmachte, sah er zunächst niemanden. Doch dann ertönte ein lautes „Happy Halloween“ über ihm und als er nach oben blickte, sah er die Fledermaus ‚Tutulla‘, die kopfüber an einem Balken hing. „Was machst du denn da?“, fragte Bommel. „Ich feiere Halloween“ war die Antwort von Tutulla. „Halloween ist eins meiner Lieblingsfeste und als Fledermaus brauche ich nicht mal ein Kostüm.“ Bommel lachte. „Ja, da hast du recht, Tutulla. Fledermäuse passen von Natur aus super zu Halloween. Aber jetzt komm rein, wir wollen ja noch eine Halloweenparty feiern.“ Tutulla ließ sich vom Balken fallen, breitete ihre Flügel aus und segelte ganz entspannt in die Wohnstube, wo sie zielgenau auf einem Stuhl landete. „Du hast mich ganz schön erschreckt“, fing Bommel das Gespräch an. „Ich habe die Tür aufgemacht und dich erst gar nicht gesehen.“ „Dann ist mein Plan ja aufgegangen“, antwortete Tutulla schelmisch. „Schließlich ist ja Halloween und da darf man sich den einen oder anderen Streich erlauben. Sag mal, was sind das eigentlich alles für leckere Sachen, die du hier gekocht hast? Die Monsterschädel sehen ja echt schaurig aus.“ „Das sind eigentlich nur gefüllte Paprikaschoten“, sprach Bommel. „Aber mit ein wenig Kreativität und Schnitzgeschick werden daraus essbare Monsterschädel. Außerdem haben wir Finger im Brötchen und Fledermaus-Apfelkuchen.“ „Ojemine, das klingt ja schrecklich – die armen Fledermäuse“, reagierte Tutulla entsetzt. „Keine Angst“ erwiderte Bommel, „die Finger sind nur verzierte Wiener Würstchen und die Fledermäuse für den Kuchen sind nur aus Teig.“ „Aber gruselig sehen sie trotzdem aus“, sprach Tutulla.

Da klingelte es erneut an der Tür. „Das müssen die anderen Gäste sein“, freute sich Bommel und ging zur Tür. „HAPPY HALLOWEEEEEEN!“ schallte es ihm mit tiefer Stimme entgegen, als er die Tür öffnete. „Lucifer! Schön, dass du hier bist. Ich wünsche dir auch ein fröhliches Halloween. Komm doch rein! Tutulla ist bereits da.“ „Danke, das ist nett von dir.“ sagte Lucifer. „Ein schönes Kostüm hast du, Bommel. Als Skelett siehst du echt angsteinflößend aus.“ Bommel lachte. „Danke, aber an dich komm‘ ich nicht ran. Als Teufel hast du ja immer das perfekte Kostüm zu Halloween – genau wie Tutulla. Die braucht sich auch keine Sorgen um ihre Verkleidung zu machen.“ „Ja, das ist das Schöne an Halloween“, sprach Lucifer, als er durch ein erneutes Klingeln der Tür unterbrochen wurde.

„Das wird wohl Charly sein“, vermutete Bommel. „Dann wären wir vollzählig.“ Bommel öffnete die Tür, aber es war nicht Charly, sondern die zwei kleinen Schäfchen Paul und Daniel. Paul hatte sich als Mumie verkleidet und war von oben bis unten mit Bandagen eingewickelt, sodass nur noch das Gesicht zu sehen war. Daniel trug eine Art Fledermaus-Kostüm, mit einer schwarzen Maske und einem langen Umhang. Sofort riefen sie „Süßes oder Saures!“ und hielten Bommel ihre Beutel entgegen, die schon gut mit Süßigkeiten gefüllt waren. „Na das ist ja eine Überraschung“, entfuhr es Bommel. Doch er war bestens vorbereitet und hielt den beiden, den mit Süßigkeiten gefüllten, Kürbis hin. „Ich wähle Süßes. Jeder von euch darf sich was aus dem Kürbis nehmen.“ Das ließen sich die beiden Schäfchen nicht zweimal sagen und jeder steckte sich einen Schokoriegel und ein paar Gummibärchen ein. „Danke, Bommel“, sagten die beiden und dann verschwanden sie wieder, um beim nächsten Haus zu klingeln.

„Ach die beiden waren ja süß“, sprach Tutulla. „Nur wo bleibt Charly?“ „Keine Ahnung“, entgegnete Bommel. „Eigentlich sollte sie längst hier sein. Aber wir können ja schon anfangen, uns die Zeit zu vertreiben. Was haltet ihr von Gruselgeschichten?“ „Das ist eine gute Idee“, stimmte Lucifer zu. „Ich kenne einige teuflisch schauderhafte Geschichten: Es war einmal an einem normalen Halloweenabend, in einer kleinen Stadt wie dieser hier. Einige Kuscheltiere waren unterwegs zu einem kleinen, verlassenen Häuschen am Rande der Stadt. Dem Haus wurde nachgesagt, dass es dort spuken soll. Nachts sollen dort angeblich Geister ihr Unwesen treiben.“ Lucifer fuhr fort: „Die vier Kuscheltierfreunde wollten dort die Nacht verbringen und sich zu Halloween einmal richtig gruseln. Doch noch bevor Sie das Haus betreten hatten, meinte einer der Freunde, ein Lachen aus dem Haus gehört zu haben. Als die Freunde innehielten um zu lauschen, war es auf einmal verschwunden.“ Lucifer machte eine kurze Redepause, als plötzlich Tutulla, die ganz angespannt der Geschichte lauschte, ein Geräusch von oben vernahm. „Habt ihr das gehört?“, fragte sie plötzlich. „Was meinst du?“, erwiderte Bommel verwundert. „Macht euch die Geschichte etwa schon Angst?“, fragte Lucifer in die Runde. Tutulla blickte nervös umher und sprach mit erhöhter Stimmlage: „Nein, ich habe wirklich etwas gehört. Von oben. Hast du etwa noch jemanden zu Besuch, Bommel?“ „Nein, hab‘ ich nicht“ sprach Bommel. „Da hört ihr das? Da ist es schon wieder!“ Bommel und Lucifer spitzten die Ohren und tatsächlich waren aus der oberen Etage Schritte zu vernehmen. „Wer kann das nur sein?“, sprach Tutulla ganz verängstigt. „Keine Ahnung“, sagte Bommel. „Aber wir sollten nachsehen gehen!“ Lucifer und Tutulla nickten beide zustimmend.

Und so gingen die drei Kuscheltierfreunde in Richtung Treppe. Bommel führte die Gruppe an. Je näher sie dem Treppenabsatz kamen, desto lauter wurden die Schritte. „Was ist, wenn es ein Monster ist?“, fragte Tutulla ängstlich. „Oder ein Geist?“, fügte Lucifer hinzu. Langsam, Stufe für Stufe, stiegen sie die Treppe empor. Oben war es stockfinster, nur der Lichtschein aus der unteren Etage ließ ein paar Umrisse erkennen. „Die Schritte kommen immer näher“, schrie Lucifer. „Schnell, tu‘ was Bommel!“, rief Tutulla. Bommel tastete sich bis zum Lichtschalter vor und in dem Moment, als er ihn drückte, sprang eine weiße Gestalt aus dem Schatten hervor. „BUUUHUUUU“, schrie sie ganz laut. Die drei Kuscheltierfreunde zuckten erschrocken zusammen. „HIIILFFFEEE“, schrie Tutulla. Doch auf einmal erkannten die drei, dass es Charly, die Katze war. Sie hatte sich mit einem Bettlaken als Geist verkleidet. Charly brach in Gelächter aus. „Haha. Ihr solltet mal eure Gesichter sehen“, prustete sie vor Lachen. „Da habe ich euch aber schön drangekriegt.“ „Mensch Charly“, rief Bommel noch ganz verdutzt. „Du hast uns zu Tode erschreckt. Wir dachten hier läuft ein Geist oder ein Monster rum. Und wie bist du überhaupt hier rein gekommen?“ „Keine Angst ich bin kein Monster“, entgegnete Charly. „Ich habe mir gedacht, es ist Halloween und da ist es erlaubt seinen Freunden einen kleinen Streich zu spielen und sie zu erschrecken. Wie du weißt, sind wir Katzen auf leisen Pfoten unterwegs. Also habe ich mich vor einer Weile reingeschlichen und mein Kostüm angezogen. Und als ihr angefangen habt, Gruselgeschichten zu erzählen, war der ideale Zeitpunkt euch zu erschrecken.“ „Das ist dir auf jeden Fall gelungen“, bestätigte Lucifer seiner Freundin. „Und ein sehr passendes Geisterkostüm hast du dafür an.“

„Ich bin einfach nur froh, dass es kein echter Geist war, sondern Charly“, sprach Tutulla. „Da stimme ich dir zu“, entgegnete Bommel. „Kommt lasst uns nach unten gehen und endlich Halloween feiern!“ „JAAA!“, stimmten die anderen ihm zu. Und so gingen die vier Freunde hinunter, erzählten sich weiter Schauermärchen und genossen die Leckereien, die Bommel vorbereitet hatte. Und dank der tollen Freunde, die unser kleiner Teddy Bommel hat, wurde die Halloweenparty ein riesen Spaß, den keiner unserer Kuscheltiere vergessen wird.

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