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Das Reich der schwarzen Diamanten

Zwergenschacht, Urwald und Dampfmaschine: Wer das Erzgebirge besucht, kommt an den „Schwarzen Diamanten Sachsens“, der Steinkohle, nicht vorbei! Spannend aufbereitet und eindrucksvoll gestaltet bietet das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge einen tollen Aufenthalt für die ganze Familie.

Ein Museum in der Welterbe-Region 

Auch der sächsische Steinkohlenbergbau prägte Sachsen und die Montanregion Erzgebirge/Krušnohořy, die heute UNESCO-Welterbe ist. Die Kohle als „Brot der Industrie“ trug entscheidend zum wirtschaftlichen Aufstieg Sachsens während der Industrialisierung bei. Im Revier Döhlener Becken nahe Dresden und in Zwickau wurde Steinkohle bereits seit einigen Jahrhunderten gefördert, als der Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf in Lugau-Oelsnitz auf Steinkohle stieß. Nun wurden auch nahe Chemnitz die „Schwarzen Diamanten“ intensiv gefördert. Der Kaiserin-Augusta-Schacht mit seinem markanten Förderturm entwickelte sich zum Zentrum des Kohlenreviers und galt in den 1920er Jahren als modernste Steinkohlenförderanlage Deutschlands. 1971 wurde der Bergbau eingestellt. Das Bergwerk wurde in ganzen 10 Jahren zum Museum umgebaut und am 4. Juli 1986 zum „Tag des Bergmanns“ eröffnet. Seitdem zählt es zu den Schätzen sächsischer Industriekultur. 
 

"Schwarze Diamanten" Sachsens in neuem Glanz 

Heute, mehr als 30 Jahre später, ist das Museum ein Erlebnis für die ganze Familie! Über die Jahre gewann es an immer neuen Attraktionen. Derzeit befindet es sich in einer großen Umbruchphase, denn das besondere Denkmal wird umfassend modernisiert und ist deshalb teilweise geschlossen. Im Jahr 2023 startet das Museumsteam dann mit einem völlig neuen Konzept wieder voll durch. Ein Ziel: Für Klein und Groß noch spannendere und lebendigere Erlebnisse rund um die „Schwarzen Diamanten“ zu schaffen, die sich dann in völlig neuem Glänz präsentieren. 

Ohne Kohle kein Boom! – Schauplatz Kohle als Teil 4. Sächsischen Landesausstellung 2020

Fans und Interessierte des Museums müssen aber nicht bis 2023 warten: Ab 11. Juli präsentiert sich das Haus als Schauplatz KohleBoom. der Landesausstellung. Dabei bekommt man jede Menge zu sehen. Angefangen bei dem weithin sichtbaren Förderturm des Bergwerks kann man auf den Spuren der Bergleute wandeln, wenn man das ehemalige Werksgelände, die Industriegebäude und das Anschauungsbergwerk erkundet. Eine Zeitreise 300 Millionen Jahre zurück unternimmt man im Steinkohlenwald. Beeindruckend ist auch die größte Dampfmaschine Sachsens, die regelmäßig vorgeführt wird. In verschiedenen Ausstellungsbereichen können sich Besucher interessante Einblicke in die Geschichte des Steinkohlenbergbaus verschaffen. Dabei begegnen sie interessanten Zeitzeugen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen weitergeben. Garantiert ist für jedes Familienmitglied etwas dabei, ausdrücklich nicht nur für Technik- oder Bergbaufans. 
 

Ein Abenteuerspielplatz für kleine Kohlekumpel 

Selbst Bergmann spielen können die Kinder anschließend auf dem neuen Bergbauspielplatz „Zwergenschacht“. Mit Unterstützung von Kindern für Kinder entworfen, wird auf diesem Spielplatz Bergbaugeschichte kindgerecht und greifbar im wortwörtlichen Sinne, wenn die Kleinen durch das Bergwerk klettern, Kohlen waschen, fossile Abdrücke im Sand entdecken oder durch die Turmstütze rutschen. Und da alles auf ihre Größe angepasst ist, sind die Kids hier auch ganz unter sich. Große Besucher können sich derweil einen Eisbecher im Café auf dem Museumsgelände gönnen. 

Begleitangebote

Regulär bietet das Museum unterschiedliche Vermittlungs- und Erlebnisangebote an, unter anderem Schatzsuchen, Dunkelführungen, Kindergeburtstage, begleitete Aktionen auf dem Erlebnisspielplatz Zwergenschacht u.v.m. Bedingt durch die Corona-Pandemie sind diese Angebote jedoch eingeschränkt. Auf der Website des Museums www.bergbaumuseum-oelsnitz.de, über die E-Mail info@bergbaumuseum-oelsnitz.de oder unter der Telefonnummer 037298/9394-0 kann man nähere Informationen zu den aktuell gültigen Angeboten erhalten.

Öffnungszeiten ab 11. Juli 2020: 
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr 
Montag geschlossen (außer an gesetzlichen Feiertagen) 

Zeitplanung für den Museumsbesuch:
Die Besichtigung der Ausstellung kann individuell gestaltet werden. Um den Besuch und das Gebotene wirklich auskosten zu können, sollte man hierfür mindestens 1,5 Stunden einplanen. Für geführte Gruppen ist eine individuelle Anpassung der Dauer möglich.
Zusätzlich finden 11.30, 13.30, 15 und 16.30 Uhr Führungen durch das Anschauungsbergwerk des Museums statt. Hierfür sollte man zusätzlich ca. 1 Stunde einplanen. Die Vorführung der Dampfmaschine dauert ca. 15 Min. und findet 11, 13, 14.30 sowie 16 Uhr im Fördermaschinenhaus statt. 

Achtung! Nach der 4. Sächsischen Landesausstellung schließt das Museum wegen umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen bis 2023.

Eintrittspreise 
Kinder bis 18 Jahre frei 
Erwachsene 6,00 € 
Ermäßigte 4,00 € (Schwerbeschädigte, Azubis, Wehrdienstleistende, Studenten sowie Empfänger von Leistungen gem. SGBII und SGB XII) 

Gruppe ab 10 Personen, Erwachsene 7,00 € 
Gruppe ab 10 Personen, Ermäßigte 5,00 € 
Führung durch die Ausstellung für maximal 20 Personen. 30,00 € 
Kombiticket 40,00 € 
Kombiticket ermäßigt 20,00 € (1 Ticket für alle Schauplätze sowie die Zentralausstellung)

© Bergbaumuseum Oelsnitz Erzgebirge

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