Der Elbauenpark

Beitrag von Ingcouti
Eine grüne Oase bildet der Elbauenpark in Magdeburg. Hier ist für jeden etwas dabei, ob für den Sportliebhaber, den Naturbegeisterten oder den Tierfreund.

Schönster Freizeitpark in ganz Sachsen-Anhalt

1999 erhielt die Stadt Magdeburg am Cracauer Anger anlässlich der Bundesgartenshow den Elbauenpark. Dort, wo einst Kasernen standen und wo in der Nachkriegszeit eine riesige Müllkippe gewachsen war, wurde ein für Sachsen-Anhalt einmaliger Freizeitpark angelegt. Laut der Zeitschrift „Stern“ ist er der schönste im ganzen Bundesland.

Der Elbauenpark lädt zum Spazieren, Erleben und zum Staunen ein. Der Park erstreckt sich über 10.000 Quadratmeter und steckt voller Überraschungen und Angebote für alle Altersklassen. Die Kleinsten plantschen und klettern am Piratenschiff, während man im geheizten Spielhaus bei jedem Wetter Sport treiben kann. Der Park ist in verschiedene Themen eingeteilt, in denen Kunst und Natur miteinander verbunden werden. So gibt es einen Garten der Dichter, einen Garten der Freiheit, einen Garten der Ordnung und einen Garten der Toleranz. Insgesamt kann die Welt so spielerisch in fünfzehn verschiedenen Themengärten erkundet werden.

In der Mitte des Parks erhebt sich – umgeben von Blumenbeeten und Wiesen – der 60 Meter hohe Jahrtausendturm. Er ist das größte Holzgebäude Deutschlands und zeigt die letzten 6000 Jahre in der Geschichte der Menschheit. Die Ausstellung ist chronologisch angeordnet. Über eine geschwungene Treppe, die von Stockwerk zu Stockwerk führt, erleben Kinder, wie sich die Technik und der Mensch langsam weiterentwickelt hat. Der Rundgang beginnt im alten Ägypten, führt über die Antike zum europäischen Mittelalter und weiter über die Renaissance bis in die Neuzeit. Besonders interessante Exponate sind der Erdapfel von Martin Behaim und das Drehspindelhemmungs-Uhrwerk von Leonardo da Vinci. In der Mitte des Turms schwingt ein „Foucaultsches Pendel“ in die Tiefe. Bis heute beindruckt ein solches Pendel, wenn die Beobachter sehen, dass es sich ohne äußere Einwirkungen bewegt und damit die Bewegung der Erde bewiesen ist.
Ein Bereich des Turms ist Otto von Guericke gewidmet, der im 17. Jahrhundert Bürgermeister Magdeburgs war und als größter Wissenschaftler seiner Stadt gilt. Er hat u.a. den Wasserbarometer erfunden.

Der Elbauenpark hat zahlreiche weitere Attraktionen. Es gibt ein Schmetterlingshaus mit 200 Faltern, einen Kletterfelsen, einen Irrgarten, einen Fitness-Parcours und mehrere Spielplätze. Im Klettergarten können kleine und große Kinder zusammen mit ihren Eltern testen, wie hoch sie sich hinauswagen. Im Sommer kann auf der Sommerrodelbahn gejubelt werden, im Winter wird gerodelt und – wenn es kalt genug ist – auf dem zugefrorenem Angersee auch Schlittschuh gefahren. Damhirsche und Rehe können gefüttert werden, und die umliegenden Haine laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Ruhe findet man auch in den „versunkenen Gärten“ zwischen Schilf und Bambus oder im „Farntal“ am Ende der Wallwege. Für Ruhebänke und Picknickplätze ist überall gesorgt.

Während der warmen Jahreszeit finden auf der Seebühne der Parks zahlreiche Veranstaltungen statt. Oft stehen auch an den Nachmittagen Musikaufführungen und Theaterstücke für Kinder auf dem Programm. Natürlich gibt es aber auch Rockkonzerte und andere große Spektakel.
Der Elbauenpark ist das ganze Jahr über geöffnet. Wer alles erkunden möchte und über die Geschichte des Cracauer Anger genau informiert sein will, kann sich einer Führung anschließen. Für Kindergruppen werden am „Grünen Pfad“ Unterrichtsstunden „zum Anfassen“ organsiert. Hier dürfen Kinder dann auch mal Biber spielen, durch Matsch waten und sich ihre eigene Biberburg erbauen.

Mehr erfahren sie unter www.mvgm-online.de/elbauenpark

Bilder: © Werner Klapper Fotodesign; MVGM GmbH; Eroll Popova