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Flügelbrücken als Alternative

Was ist, wenn man einen Zahn verloren hat aber zu jung ist für Implantate oder konventionelle Brücken? Eine tolle und innovative Alternative zur herkömmlichen Brücken ist die adhäsiv befestigte Flügelbrücke.

Eine Klebebrücke, Flügelbrücke oder auch Marylandbrücke ist eine festsitzende Brücke, die mittels eines Befestigungskunststoffes an die Nachbarzähne einer Lücke geklebt wird und aus einem Metall- oder Keramikgerüst besteht. Klebebrücken stellen vor allem für Frontzahnlücken eine minimalinvasive Versorgungsform dar. Sie kommen meist zum Einsatz wenn eine Implantatversorgung nicht gewünscht wird oder erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden kann. Implantate sollten während des Kieferwachstums nicht eingesetzt werden. Somit ist die Klebebrücke bei Einzelzahnlücken vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen die Therapieform der ersten Wahl. Mittlerweile werden Implantate im Frontzahnbereich oft erst nach dem 25. Lebensjahr gesetzt, da das Kieferwachstum so lange weiter bestehen kann. Manchmal sogar noch länger. Während des Wachstumsprozesses gesetzte Implantate wachsen nicht mit, somit sind diese Zähne nach einigen Jahren dann zu kurz im Vergleich zu den Nachbarzähnen.

Klebebrücken kommen vor allem zum Einsatz, wenn Zähne aufgrund von Nichtanlagen fehlen oder wenn ein Zahn durch einen Unfall verloren gegangen ist. Auch bei Erwachsenen sind Flügelbrücken eine interessante Alternative. Dort  ist der häufigste Grund die Versorgung einer Frontzahnlücke wenn Zähne durch Parodontose verloren gegangen sind. Die Indikationen können dabei jedoch sehr vielfältig sein. Zum Beispiel wenn man seine Zahnsubstanz nicht verlieren möchte für eine konventionelle Brücke.

Eine Klebebrücke sollte im Oberkiefer-Frontzahnbereich und im Seitenzahnbereich nicht mehr als einen Zahn ersetzen. Im Unterkiefer-Frontzahnbereich können auch zwei bis drei Schneidezähne ersetzt werden. Wichtig für die Versorgung mit einer Klebebrücke ist die Kariesfreiheit der Nachbarzähne. Es soll ausreichend Zahnschmelz, der beim Klebevorgang erforderlich ist, vorhanden sein. Bei Patienten mit einem tiefen Biss oder starken Knirschen und Pressen kann der Einsatz einer Klebebrücke schwierig werden. In solchen Fällen kann durch eine zu hohe Belastung auf die Klebestelle die Flügelbrücke oft nicht ausreichend halten. Klebebrücken können aus mit Keramik verblendetem Metall oder komplett aus Keramik bestehen. Die schönsten Ergebnisse erreicht man mit vollkeramischen Flügelbrücken.

Der große Vorteil einer Klebebrücke ist der geringe Substanzverlust der tragenden Zähne. Im Gegensatz zu einer konventionellen Brücke muss der Zahn für eine Klebebrücke kaum beschliffen werden. Somit wird nur sehr wenig gesunde Zahnsubstanz geopfert. Eine zu starke Irritation des Zahnnerves wird vermieden. Die Behandlung kann ohne Lokalanästhesie erfolgen und ein Provisorium auf dem beschliffenen Zahn ist in der Regel nicht notwendig. Diese vorrausschauende Methode steht damit ganz im Zeichen der minimalinvasiven Zahnheilkunde. Dies ist besonders wichtig im jugendlichen Gebiss aber prinzipiell auch für jeden gut, der seine Zähne mag.

Gerne können Sie uns bei Fragen kontaktieren oder Sie machen einen Termin in unserer Praxis aus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Zahnarztteam: Zahnärztin Bettina Dölle, Zahnärztin Claudia Lippold, Zahnarzt Jakob Osada

Zahnarztpraxis Jakob Osada
Kinder- und Erwachsenensprechstunde
Willy-Brandt-Straße 3, 06110 Halle Saale
Tel.: 03451317350

www.kinderzaehne-halle.de

© Dr. Osada

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