Frühling, Sommer, Sonne, Urlaub…Sonnenschutz für Kinder

Beitrag von Anne Landgraf-Dietz
Kinder unter 2 Jahren sollten nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Hier kann ein Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung (auch mit Lichtschutzfaktor) oder Spielen im Schatten erreicht werden.

Werden Kinder älter und der Bewegungsradius steigt, wird ein  Sonnenschutz umso wichtiger. Auch hier gibt es entsprechende Kleidung mit UV-Schutz (auch als Badekleidung) oder die klassische Sonnenschutzlotion (die meisten sind ab ca. 1-3 Jahren empfohlen). Ein Hut als Schutz für den Kopf sollte auf jeden fall getragen werden.

Beim Sonnenschutz zum Auftragen auf die Haut ist für Kinder ein hoher Lichtschutzfaktor ab 25 sinnvoll.

Wasser- und Schwitzfestigkeit sind praktisch.

Es ist hilfreich, wenn der Sonnenschutz leicht und schnell aufzutragen ist – Kinder halten selten lange still.

Sprays erleichtern das Auftragen. Diese sollten jedoch nicht im Gesicht aufgesprüht werden – für das Gesicht etwas Lotion in die Hand sprühen und dann vorsichtig im Gesicht verteilen.

Beim Eincremen systematisch vorgehen, am besten am Kopf anfangen und sich dann systematisch zu den Füßen vorarbeiten. Zwischendurch ein Indianergesicht mit Sonnencreme aufmalen oder eine Sonne auf den Bauch verkürzen gefühlt die Zeit des Eincremens für das Kind.

Das Auftragen des Sonnenschutzes schon vor dem Sonnenbaden (ca. 30 min vorher) erhöht die Wirksamkeit vor allem bei Cremes mit chemischen Filtern.

Es ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Menge pro Körperpartie aufgetragen wird (für einen Erwachsenen werden ca. 30-40ml = 3 bis 4 Esslöffel empfohlen – für Kinder also 10-20ml je nach Körpergröße). Empfindliche Körperstellen und Stellen, die als „Sonnenterrassen“ funktionieren (Nase, Lippen, Ohren, Nacken, Schultern, Fußrücken) müssen besonders sorgfältig eingecremt werden und es kann hier gegebenenfalls ein Sonnenschutz mit höherem Lichtschutzfaktor angewendet werden.

Nachcremen bei längerer Sonnenexposition oder nach dem Baden ist wichtig, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Eine Sonnenlotion kann nie allein einen kompletten Schutz für den ganzen Tag erreichen. Sonnenbaden und schattige Orte sollten sich hier abwechseln.

Auch bei bewölktem Wetter im Sommer, besonders in den Äquatorregionen oder in den Bergen kann es ohne Sonnenschutz sehr schnell zu einem Sonnenbrand kommen.

Nach der Sonnenexposition braucht die Haut entsprechende Pflege, am besten ein Feuchtigkeitsemulsion oder Dexpanthenol wenn bereits ein Sonnenbrand entstanden ist.

Die Firmen Eucerin und Avene bieten hier ein entsprechendes umfangreiches Sortiment für Kinder an.

Avene Sonneschutz-Produkte für Kinder enthalten möglichst wenige chemische Filter (wichtig bei sehr empfindlicher Haut), keine Parabene und sind ab 3 Jahren empfohlen. Sie sind besonders wasser- und schweißfest, ohne Weißeleffekt, ohne Duftstoffe und mit feuchtigkeitsspendendem Thermalwasser.

Eucerin Sonnenlotion für Kinder ist nicht fettend, wasserfest, enthält feuchtigkeitsspendendes Glycerin und ist für Kinder ab 1 Jahr geeignet.

Eine Lotion zur Anwendung nach dem Aufenthalt in der Sonne gibt es von beiden Herstellern.

Von Avene außerdem ein Thermalwasserspray, dass sehr angenehm kühlend wirkt und Feuchtigkeit spendet.

 

Anne Landgraf-Dietz

Apotheke Gruna

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Bilder: © Fotolia; Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH; Beiersdorf AG