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Lansinoh Stillumfrage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteht das Stillen als „die natürliche Art ein Baby mit allen Nährstoffen zu versorgen, die es für ein gesundes Wachstum und eine altersgemäße Entwicklung braucht.“ Die WHO empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten, gefolgt von Beikost unter dem Schutz des Stillens und eine Gesamtstilldauer von 24 Monaten und darüber hinaus.

Die internationale Stillumfrage von Lansinoh


Laut der aktuellen Lansinoh Stillumfrage 2014 sind sich Mütter weltweit über den positiven Einfluss des Stillens auf die Gesundheit ihrer Babys bewusst. Wie spiegelt sich diese nahezu flächendeckend gleiche Einstellung im Alltag der Mütter wider? Um das herauszufinden hat Lansinoh im Frühjahr 2014 eine Umfrage mit 13.169 Müttern und Schwangeren aus 9 Ländern durchgeführt.

Die Umfrageergebnisse teilen sich in zwei Hauptkategorien auf: Stillerfahrungen der Mütter und deren Einstellung zum Stillen. Die Antworten zeigen, dass es sowohl kulturelle Unterschiede als auch global zutreffende Einstellungen zum Stillen gibt.

Gute Vorsätze treffen auf die Realität: Wie lange sollte ein Baby gestillt werden?

Nahezu alle Mütter wissen, wie wichtig das Stillen für die Gesundheit ihres Babys ist. Frauen setzen dieses Verständnis auch in die Tat um – nur nicht immer so lange, wie sie es eigentlich wollten.

Die Mehrheit der international befragten Frauen sagt, dass ein Baby 6-12 Monate lang gestillt werden sollte. In der Realität erreicht ein hoher Anteil diese Idealvorstellung nicht. Lediglich die chinesischen Mütter erreichen ihr selbstgestecktes Ziel: über 50% sagen, dass eine Stilldauer von 6-12 Monaten das Beste für ihr Kind ist und über 48% erreichen dieses Ziel auch.

Die Türkei und Frankreich sind am weitesten von ihren Idealvorstellungen entfernt. In der Türkei, wo die Idealvorstellungen höher als in anderen Ländern sind, geben 53% an, dass 12-24 Monate eine ideale Stillzeit sind und 43% erreichen dieses Ziel. In Frankreich gilt das umgekehrte Phänomen. Weit über ein Drittel der französischen Frauen (40%) sagen, dass eine Dauer von nur 3-6 Monaten ideal ist, und noch weniger erreichen dieses Ziel (31%).

Mütter stehen weltweit vor ähnlichen Herausforderungen beim Stillen

Unabhängig von ihrer Nationalität, sehen sich Mütter ähnlichen Herausforderungen beim Stillen gegenüber. „Mitten in der Nacht aufstehen zu müssen“ war eine der drei am häufigsten genannten Herausforderungen in allen 9 Ländern. Andere weit verbreitete Herausforderungen sind mögliche Schmerzen beim Stillen und anfängliche Schwierigkeiten überwinden zu müssen.

Die drei größten Herausforderungen für Mütter in Deutschland lauten: „Schmerzen beim Stillen“, die „Ungeahnte Häufigkeit der Stillmahlzeiten“ und „Mitten in der Nacht aufstehen zu müssen“.

Milchpumpen sind ein gern genutztes Stillhilfsmittel


Um das Stillen trotz der Herausforderungen des Alltags zu meistern, nutzen viele Mütter eine Milchpumpe. Die Mehrheit aller befragten Mütter (71%-85%) nutzt eine Pumpe oder hat vor, eine Milchpumpe zu nutzen. Die meisten Mütter pumpen gelegentlich ab; 41% der ungarischen Frauen wollen sogar täglich abpumpen.


lansinoh milchpumpenIn Deutschland haben 71% der Frauen abgepumpt oder werden abpumpen, 10% haben nicht abgepumpt oder werden nicht abpumpen und 19% sind sich nicht sicher.

Auf internationaler Ebene sind die häufigsten Motive für das Abpumpen von Muttermilch die folgenden:

  •     Einen Vorrat an Muttermilch aufzubauen
  • Sicherzustellen, dass Muttermilch auch in Notfällen immer verfügbar ist
  • Erleichterung bei starkem Milcheinschuss zu verschaffen
  • Den Partner beim Füttern auch mit einzubeziehen


Die meisten deutschen Mütter (50%) geben an abzupumpen, um einen Vorrat an Muttermilch aufzubauen.

Über Kulturen und Kontinente hinweg: Einstellungen zum Thema Stillen

Eine überwältigende Mehrheit in allen Umfrageländern ist sich sicher, dass das Stillen die beste Art ist, ein Baby zu ernähren und gesundheitliche Vorteile fürs Baby der wichtigste Grund sind zu stillen (entsprechend 95,5% und 84% in Deutschland). Stillen schafft eine einzigartige Bindung zwischen Mutter und Kind – darüber sind sich Mütter einig, obwohl diese Antwort erst mit großem Abstand auf die gesundheitlichen Vorteile folgt (immerhin aber 13% in Frankreich, 10% in Ungarn). In den USA sind das Einsparen von Kosten für Muttermilchersatznahrung und das Thema Binding zwischen Mutter und Kind auf dem gleichen Niveau (jeweils 5 %).


Mütter teilen weltweit die gleichen Sorgen in Bezug auf das Stillen. Die größten Sorgen betreffen physiologische Aspekte des Stillens:

  • Dass es wehtun könnte
  • Dass ich nicht lange genug stillen könnte
  • Dass mein Baby die Brust nicht annimmt.


Sowohl chinesische als auch französische Mütter haben Befürchtungen, wenn sie in der Öffentlichkeit stillen; Frauen aus China haben auch Angst, dass ihr Baby zu abhängig von ihnen ist. 29% der ungarischen Mütter berichten, dass sie keine Sorgen in Bezug auf das Stillen hatten – diese Antwort war in keinem der anderen befragten Länder unter den Top 3 Antworten.


Die größten Sorgen der Frauen in Deutschland sind:

  • Dass mein Baby die Brust nicht annimmt (45%)
  • Dass ich nicht lange genug stillen könnte (40%)
  • Dass es wehtun könnte (36%)


Schlechtes Gewissen? Die Einstellungen weichen voneinander ab

lansinoh milchpumpenDie Prozentzahl der Frauen, die sich als schlechte Mutter fühlen würden, wenn sie nicht stillten, variiert weltweit stark. Sogar in Deutschland – wo sich im internationalen Vergleich weniger Frauen schuldig fühlen, wenn sie nicht stillen würden – geben immer noch mehr als ein Drittel an, sie hätten das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein, wenn sie nicht stillen. International sah das so aus:

  • Brasilien 93%
  • Türkei 91%
  • Mexiko 89%
  • Ungarn 87%
  • China 67%
  • USA 64%
  • Großbritannien 63%
  • Frankreich 58%
  • Deutschland 39%

Stillen in der Öffentlichkeit ist absolut natürlich…

Eine große Mehrheit weltweit empfindet das Stillen in der Öffentlichkeit als absolut natürlich oder unvermeidbar. Der größte Prozentsatz von Müttern, der sagt, es sei falsch, kommt aus der Türkei (20%). In China und Frankreich hat diese Frage am meisten polarisiert. Obwohl 52% der Chinesinnen sagten, dass

das Stillen in der Öffentlichkeit entweder natürlich oder unvermeidbar ist, beschreiben es 47% als peinlich. 50% der französischen Mütter nehmen das Stillen in der Öffentlichkeit als natürlich/unvermeidbar wahr, während 41% es peinlich finden.

Die Verteilung für Deutschland stellt sich folgendermaßen dar: absolut natürlich (44%), unvermeidbar (32%), peinlich (19%) und falsch (5%). Ziemlich positiv …

…es sei denn das Baby ist „zu alt“


Der erste Gedanke, der den meisten deutschen und mexikanischen Müttern kommt, wenn sie eine Frau sehen, die ihr zweijähriges Kind in der Öffentlichkeit stillt, ist, dass das Kind zu alt ist, um noch gestillt zu werden. Die Hälfte der befragten Frauen aus Großbritannien sieht das genauso. Mütter in Frankreich, USA, Ungarn und der Türkei wählten diese Antwort ebenfalls am häufigsten – wenn auch nicht die Mehrheit.

lansinoh milchpumpenIn Brasilien hingegen gaben 44% der Befragten an, dass jede Mutter solch eine lange Stillzeit als Ziel haben sollte. Die Einstellung der Chinesinnen ist gleichmäßig verteilt: etwa die Hälfte ist überzeugt, dass das Kind zu alt ist, während die andere Hälfte eine lange Stillzeit unterstützt.


Mütter in Deutschland sagten:

  • 12%: Solch eine Hingabe und Ausdauer ist fantastisch. Jede Mutter sollte das Ziel haben, so lange zu stillen.
  • 26%: Sie ist ein tolles Vorbild. Für mich persönlich wären zwei Jahre jedoch zu lang.
  • 57%: Das Baby ist zu alt. Sie hätte inzwischen abgestillt haben sollen.
  • 4%: Sie sollte nicht in der Öffentlichkeit stillen.

Die internationale Stillumfrage 2014 zeigt außerordentlich deutlich, wie kontrovers das Thema Stillen in den Nationen angenommen, abgelehnt oder diskutiert wird. Idealvorstellungen sind das eine, die Realität das andere. Viele Mütter zeigen sich tolerant und dem Stillen zugewandt, solange es nicht über die eigenen Erfahrungen hinausgeht. Bei der eigenen Stillerfahrung sehen sich viele Mütter mit großen Herausforderungen konfrontiert, aber auch mit gesellschaftlichen Idealen, die es anscheinend zu erfüllen gilt und Tabus, die nicht diskutiert werden. Das macht es nicht einfach, eine stillende Mutter zu sein. Das gilt international genauso wie in Deutschland.

Die Natürlichkeit des Stillens in den Vordergrund zu stellen, Mütter zu unterstützen durch Fachpersonal, in der Familie und in der Öffentlichkeit, das sind Ziele, die gesellschaftlich und politisch, aber auch medial stärker in Betrachtung genommen werden müssen. Das Stillen zu fördern ist eine Aufgabe, die sich für die gesamte Gesellschaft lohnt, denn gestillte Kinder sind gesünder und zufriedener. Mütter brauchen ein hohes Maß an Zuwendung über einen längeren Zeitraum als nur die ersten Wochen nach der Geburt. Stillberaterinnen, Hebammen und Familienfürsorgerinnen können diese Aufgaben wahrnehmen, für Mütter, für Familien, für die Gesellschaft. Diese Fachfrauen brauchen allerdings die Rückendeckung einer vorausschauenden Gesundheitspolitik.

Über Lansinoh

Lansinoh fühlt sich mit Familien verbunden, die sich für das Stillen ihrer Babys entschieden haben. Gemäß den Leitlinien der WHO Unicef und der Nationalen Stillkommission in Deutschland tragen wir mit richtigen Informationen zum Stillen und stillfreundlichen Produkten dazu bei, die Raten und die Dauer erfolgreichen Stillens zu verlängern.

Lansinoh empfiehlt das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Monaten. Stillen unterstützt wesentlich die starke Bindung zwischen Mutter und Kind. Wir sprechen uns für die Einführung von Beikost unter dem Schutz des Stillens in den Folgemonaten aus und unterstützen das Stillen des Kleinkindes, solange Mutter und Kind es wünschen.

Lansinoh respektiert die vielen unterschiedlichen Lebensmodelle von Müttern und ermutigt sie, ihre individuellen Stillziele zu erreichen. Mit unseren Produkten beantworten wir die alltäglichen Herausforderungen und individuellen Bedürfnisse jeder Mutter, damit Babys länger gestillt werden können. Mit der Einführung innovativer Premiumprodukte für die Kleinkindernährung begleiten wir Mütter auf ihrem Weg durch eine zufriedene Stillzeit und darüber hinaus.


Bilder: © Lansinoh