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MIRAI – DAS MÄDCHEN AUS DER ZUKUNFT

Die Geburt seiner kleinen Schwester Mirai ist für den vierjährigen Kun ein großes Unglück. Plötzlich hören Mama und Papa ihm nicht mehr zu und ständig schimpfen sie mit ihm. Schuld daran ist nur dieses blöde Baby! Da Mirai nun die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern bekommt, wächst in Kun die Eifersucht und er zieht sich immer mehr zurück. Bis er Besuch aus der Zukunft bekommt …

Über den Film

Im Garten, in dem er gerne Unterschlupf sucht, wächst ein magischer Familienbaum. Als auf einmal ein älteres Mädchen unter dem Baum steht und sich als seine „kleine“ Schwester Mirai aus der Zukunft vorstellt, wird Kun in eine fantastische Welt katapultiert, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenlaufen. Er begegnet verschiedenen Verwandten zu unterschiedlichen Lebensabschnitten: seiner Mutter als kleines Mädchen; seinem Urgroßvater als tatkräftiger, junger Mann und seiner kleinen Schwester als Teenagerin.
Mirai begleitet Kun auf eine Reihe magischer Abenteuer, die ihn über die Geschichte seiner Familie aufklärt und ihm beibringt, was es bedeutet, ein großer Bruder zu sein.
Regisseur und Drehbuchautor Mamoru Hosoda wurde durch seine Erfahrungen als Vater zu der Geschichte inspiriert. Mamoru Hosoda ist einer der ganz großen Erzähler des Anime-Kinos. Summer Wars, Das Mädchen, das durch die Zeit sprang, Ame & Yuki – Die Wolfskinder oder Der Junge und das Biest – Hosodas Geschichten sind längst aus dem Schatten des übermächtigen Studio Ghibli herausgetreten. Mirai – das Mädchen aus der Zukunft ist sein vielleicht persönlichstes Werk, zu dem der Regisseur auch die Romanfassung selbst geschrieben hat, die begleitend zum deutschen Kinostart ebenfalls bei KAZÉ auf Deutsch erscheint.


KOMMENTAR DES REGISSEURS

„Ich habe festgestellt, dass das Leben unserer Kinder trotz des Generationenkonflikts genauso ist wie unseres. Nachdem ich Vater geworden war, ertappte ich mich dabei, wie ich dieselben Dinge zu meinen Kindern sagte, die bereits meine Eltern zu mir sagten, all die Sachen, gegen die ich so lange rebelliert habe. Unsere Leben wiederholen sich sozusagen. Das, was von Generation zu Generation, von unseren Eltern an uns und von uns an unsere Kinder weitergegeben wird, ist die ewige Kontinuität der Existenz. 
Durch das Haus, den Garten und die gewöhnliche Familie wollte ich den großen Kreislauf der Existenz und den Kreis des Lebens, den wir alle weben, sichtbar machen.
Ich mag es, die kleinen Ereignisse des Lebens als Grundlage zu nehmen, um damit die großen und wichtigen Themen anzusprechen. Über Entertainment als Medium wollte ich eine neue Art der Ausdrucksweise erforschen, die zu den neuesten Familienkonzepten passt. Und auch wenn dieser Film nicht zu aufsehenerregend erscheint, trägt er meinen tiefen persönlichen Ehrgeiz in sich.“
 

KINO-ERFOLG IN SERIE

Der bezaubernde Film MIRAI – Das Mädchen aus der Zukunft von Mamoru Hosada feierte seine Weltpremiere im vergangenem Jahr mit Standing Ovations auf dem Filmfest in Cannes. In diesem Jahr war er als Bester Animationsfilm für die Oscars 2019 nominiert. Das japanische Gegenstück hat Mamoru Hosoda schon gewonnen: Er wurde für Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft beim Japan Academy Prize bereits zum fünften Mal ausgezeichnet.
Die Nippon Academy-shō Association verlieh dieses Jahr zum 42. Mal den Japan Academy Prize. Die Kategorie „Animation of the Year“ wurde dabei erst 2007 ins Leben gerufen. Seitdem konnte sich Regisseur Mamoru Hosoda für eine Auszeichnung in dieser Kategorie für jeden seiner fünf letzten Filme freuen: Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (2007), Summer Wars (2010), Ame & Yuki – Die Wolfskinder (2013), Der Junge und das Biest (2016) und nun Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft (2019).
 

Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft startet am 28. Mai in den deutschen Kinos. Die Premiere der deutschen Synchronfassung findet am 21. März in Rahmen des Festivals „Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse in den Passage Kinos statt.
Mehr Infos über den Film: http://mirai-derfilm.de/ 

 

© Mamoru Hosoda 2018