Mobbing in der Schule

Was tun bei Mobbing in der Schule? Hier erfahren Sie, was Mobbing ist und was Sie tun können.
Mobbing in der Schule

Was ist Mobbing überhaupt?

Was ist Mobbing überhaupt? Mobbing schwirrt als Begriff seit Jahren durch Raum und Gesellschaft. Doch was ist Mobbing überhaupt und wo findet Mobbing statt? Eine der bekanntesten Arten von Mobbing ist Mobbing in der Schule. Mobbing an sich wird als negatives Verhalten von einer Gruppe gegenüber einer Person definiert mit dem Ziel, die gemobbte Person zu verunsichern und aus dem Umfeld, in diesem Fall aus Schule, zu vertreiben. Beim Mobbing in der Schule sind dies in der Regel die Klassenkameraden oder auch die Lehrer, die eine Person mobben. Meistens ist es eine kleine Gruppe von bis zu drei Personen, die direkt mobben, der Rest ist entweder Mitläufer oder relativ unbeteiligt, will sich aber auch nicht einmischen auf Grund der befürchteten Konsequenzen. Das Mobbingopfer hat in der Regel wenig Chance sich gegen Mobbings zu wehren, da Mobbing direkt aber auch indirekt stattfinden kann. Mobbing führt meistens zu Verlust der Lebensqualität und kann zu physischen und psychischen Problemen führen.

Mobbing Arten

Für die Beantwortung der Frage "Was ist Mobbing" muss man zwei verschiedene Mobbing Arten unterscheiden.
Das direkte Mobbing ist gekennzeichnet durch direkte verbale und nonverbale Attacken wie Hänseln, Drohen, Abwerten, Beschimpfen, Herabsetzen, Bloßstellen und Schikanieren. Diese Art von Mobbing wird gegen das Opfer direkt gewendet und richten sich gegen Verhalten und Eigenschaften des Opfers.

Indirektes Mobbing heißt Ausgrenzen, Ruf schädigen, "Kaltstellen" durch das Vorenthalten von Informationen und Beschädigen von Eigentum der gemobbten Person. Die Attacken finden nicht direkt bei dem Mobbingopfer statt, sondern haben es nur indirekt als Ziel. Das Opfer kann sich hier nicht gegen das Mobbing wehren und weiß vielfach nicht zuzuordnen, aus welcher Richtung die Attacken kommen, was es vom direkten Mobbing unterscheidet, da sich die Attacken direkt an das Mobbingopfer richten.

Mobbing in der Schule

Mobbing in der Schule ist ein Phänomen, das im Allgemeinen häufiger auftritt als es erwartet wird. Vielfach sind es die stillen Schüler die sich dem direkten und indirekten Mobbing ausgesetzt sehen. Sie werden einerseits durch Mitschüler gehänselt und bedroht, andererseits werden sie ausgegrenzt oder ihr Eigentum beschädigt.
Ein literarisches Beispiel für Mobbing in der Schule ist der Roman "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher. Die Schülerin Hannah Baker dokumentiert auf den 13 Seiten von 7 Kassetten die Gründe für ihren Selbstmord. Der Selbstmord beruht auf dem fehlenden Selbstbewusstsein, ausgelöst durch Mobbing von Mitschülern. Es sind in dem Fall in der Hauptsache indirekte Attacken, in dem zum Beispiel hinter ihrem Rücken gelästert wurde.

Was tun bei Mobbing in der Schule?

Aber was soll man gegen das Mobbing in der Schule tun? Der erste Schritt sollte sein, sich gegen verbale und nonverbale Attacken zu wehren. Nicht, in dem man selbst mobbt, sondern in dem man eventuell entstehend Missverständnisse sofort aufklärt und sich nicht auf die Sticheleien einlässt.

Ein weiterer Tipp ist es, ein Tagebuch über das Mobbing zu führen. Das ist besonders einfach, wenn die Attacken nicht nur persönlich, sondern auch über Social Media, wie WhatsApp, kommen. Aber auch sonst sollte man die einzelnen Mobbingvorfälle genau dokumentieren.

Als drittes ist es Möglich sich bei Mobbing zu beschweren. In der Schule kann man sich da am ehesten an einen Lehrer oder Vertrauenslehrer wenden oder auch an die Streitschlichter, da es vielleicht einfacher ist sich an diejenigen zu wenden, die in einem ähnlichen Alter sind.

Zusätzlich sollte man sich innerhalb der Klasse Unterstützung durch Mitschüler suchen, da jemand, der nicht alleine ist, nicht so leicht angreifbar ist.
Es kann hilfreich sein ein direktes Gespräch mit denen zu führen, die für das Mobbing verantwortlich sind, jedoch ist es sinnvoll sich hier Unterstützung durch Dritte zu suchen, da diese als Schiedsrichter auftreten können.

Weiterhin ist es wichtig, und eventuell auch das wichtigste, dass man mit jemandem spricht. Sei es mit Freunden auf anderen Schulen, mit den Eltern oder mit Vertrauten. In dem man über etwas spricht, nimmt man dem Mobbing die Bedrohlichkeit und fühlt sich in der Situation nicht mehr alleine. Dieses Gespräch ist nicht unbedingt auf die persönlich Ebene beschränkt, man kann sich auch an Beratungsstellen (hier einen Link einbauen?) oder einen Anwalt wenden, der einem hilft, rechtliche Interessen durchzusetzen, wie Schadensersatz für zerstörtes Eigentum, wie eine Federmappe oder einen Schulranzen, oder auch Schmerzensgeld wenn das Mobbing zu körperlichen Verletzungen geführt hat.

Der letzte mögliche Ausweg ist noch bei Mobbing in der Schule die Schule zu wechseln. Auch wenn dadurch das Mobbing erfolgreich war, ist es doch der bessere Ausweg und stellt die Lebensqualität wieder her, die durch Mobbing verloren geht und verhindert eventuelle schlimmere Folgen.

Bild: © Fotolia