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Sicherheit auf Reisen mit Kindern - Auf diese Dinge ist zu achten

Das Reisen mit Kindern sorgt für viele schöne Erfahrungen, die ihr ein Leben lang nicht mehr vergessen werdet. Auch für eure Kinder ist es toll, schon in jungen Jahren andere Kulturen, Landschaften und Neues, noch Unbekanntes kennenzulernen. Das erweitert den Horizont und fördert die Neugier sowie Offenheit, wenn es um Fremdes oder Andersartiges geht. Außerdem können sich Eltern auf Reisen besonders viel Zeit für ihre Kinder nehmen und sich vollständig auf sie einlassen. Allerdings stellt jede Reise auch eine Herausforderung dar – und das nicht nur organisatorisch. Denn in anderen Ländern warten auch andere Gefahren oder Umstände auf euch, auf die ihr vorbereitet sein solltet. Ein Überblick.

Faszination und Gefahrenquelle Natur 

Es ist vollkommen normal, wenn ihr euch vor eine Reise mit den Kindern gewisse Sorgen um deren Sicherheit macht. Ein Stück weit ist das sogar gut so, denn ihr tragt die Verantwortung für das Wohlergehen eurer Kinder und deshalb ist es wichtig, potenzielle Risiken zu kennen und zu minimieren. Das ist jedoch kein Grund für übertriebene Angst oder gar dafür, euch von euren Reiseplänen abbringen zu lassen. Denn die meisten Gefahren lassen sich durch rechtzeitige Vorkehrungen und simple Maßnahmen vor Ort eliminieren. Ihr solltet also gewisse Grundregeln einhalten, wenn ihr mit den Kindern reist, wobei diese je nach Art der Reise, Reiseziel, Alter der Kinder und weiteren Faktoren unterschiedlich aussehen können. Im Umgang mit der Natur betreffen diese beispielsweise folgende Gefahrenquellen:

  • Die Sonne

 
Sei es im klassischen Badeurlaub oder bei einem Aktivurlaub in der Natur – die Sonne ist auf Reisen mit Kindern meist ein ständiger Begleiter. Einerseits schenkt sie angenehme Wärme und fördert die Bildung von Vitamin D. Andererseits birgt sie gewisse Gefahren:

  1. Sonnenbrand, wobei es sich um eine akute Entzündung der Haut handelt, die durch UV-Strahlung geschädigt wurde. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern bringt auch langfristige Risiken mit sich. Denn solche Hautschäden erhöhen die Gefahr, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Zudem kann Sonnenbrand unschöne Narben hinterlassen oder sogar zu schlimmeren Infektionen führen, wenn sich eventuelle Blasen entzünden. 
     
  2. Sonnenstich, wobei die Sonneneinstrahlung gewisse Teile des Hirngewebes oder der Hirnhaut gereizt hat. Dadurch kann es zu Hitzeempfinden, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder -steifigkeit kommen. Weitere typische Symptome sind Verwirrtheit, Schwindel, Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden. 
     
  3. Hitzeschlag, der nicht direkt durch die Sonneneinstrahlung, sondern durch eine große Hitze entsteht, beispielsweise bei einem heißen Sommerurlaub. Der Körper eures Kindes kann sich nicht mehr selbst kühlen, vielleicht aufgrund von Dehydration oder Überanstrengung. Die Folge sind zum Beispiel eine gerötete oder graue bis bläuliche Hautfarbe im Gesicht, eine hohe Körpertemperatur über 40 Grad Celsius, Kopfschmerzen, eine flache Atmung oder Bewusstseinsstörungen.

Je jünger euer Kind ist, desto gefährdeter ist es durch die Sonne – aber sogar im Erwachsenenalter ist ein ausreichender Schutz noch wichtig. Das bedeutet, die Haut stets mit einem hohen Lichtschutzfaktor einzucremen sowie regelmäßig nachzucremen. Weiterhin sollte an heißen Tagen eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille getragen werden. Bei hohen Temperaturen gilt es, übermäßige Anstrengung zu vermeiden, beispielsweise beim Wandern. Zuletzt lautet eine wichtige Grundregel: ausreichend trinken! Auch bei älteren Kindern ist es daher wichtig, als Eltern aufmerksam zu bleiben und ihre Trinkmenge zu überwachen. Sollten sich dennoch Beschwerden von Sonnenbränden, einem Sonnenstich oder einem Hitzeschlag bemerkbar machen, ist eine schnelle Behandlung wichtig, je nach Symptomen. In schwerwiegenden Fällen, spätestens aber bei Kreislaufproblemen oder Fieber, ist der Gang zum Arzt unerlässlich – auch im Ausland. Das macht zugleich deutlich, dass und weshalb ihr einen ausreichenden Versicherungsschutz für die Familienreise abschließen müsst, wenn noch nicht vorhanden.
 

  • Sicherheit am Strand 

Besondere Vorsicht bezüglich der Sonne ist natürlich auch bei einem Strandurlaub geboten, zumal die Sonneneinstrahlung durch das Wasser verstärkt wird. Aber am Strand lauern noch weitere Gefahren. Es gilt, eure Kinder jederzeit im Blick zu behalten. Nichtschwimmer dürfen niemals ohne Eltern ins Wasser und selbst, wenn euer Kind bereits schwimmen kann, ist es durch Strömungen, Wellen & Co im Meer besonders gefährdet. Sprecht euch deshalb ab, wer welches Kind wann im Auge behält, damit es zu keinen Missverständnissen kommt. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Schwimmhilfe wie eine Schwimmweste oder Schwimmflügel. Dadurch, dass ihr euer Kind jederzeit im Blick habt, kann es zudem nicht in der Menschenmenge verloren gehen. Für den Fall der Fälle solltet ihr dennoch einen Treffpunkt vereinbaren und eure Telefonnummer auf den Arm des Kindes schreiben – aber dazu später mehr. Und zuletzt ein Hinweis, der für euch als Eltern ebenso gilt wie für die Kinder: Achtet auf die Flaggen am Strand und meidet bei eventuellen Gefahren jegliche Nähe zum Wasser. 
 

  • Wichtige Impfungen 

Weitere Gefahren, die auch – aber nicht nur – in der Natur lauern können, sind gewisse Krankheiten. Diese können durch Tiere wie Zecken übertragen werden, aber auch durch Lebensmittel oder von Mensch zu Mensch. Zwar verfügt euer Kind vermutlich schon über die eine oder andere Immunisierung, dennoch können für eine Reise zusätzliche Impfungen wichtig sein, um es vor solchen Gefahren aus der Natur zu schützen. Unabhängig von der Art eurer Reise empfiehlt es sich daher, vorab den Kinderarzt aufzusuchen und euch zu den notwendigen Reiseimpfungen beraten zu lassen. Dafür müsst ihr ausreichend Zeit einplanen, denn bei manchen Impfungen benötigt der Körper mehrere Wochen, um einen vollständigen Schutz aufzubauen – oder sie müssen im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Vor allem bei Reisen in weiter entfernte Ziele geht ihr deshalb am besten rund zwölf Wochen vor der geplanten Abreise zur Impfberatung.
 

  • Die Wahl des Reiseziels 

Das Reiseziel ist somit eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen, die ihr bei der Reiseplanung treffen müsst – und die zu großen Teilen über die potenziellen Gefahren bestimmt, mit denen ihr euch auseinandersetzen müsst. Das gilt vor allem, aber nicht nur, bei Fernreisen. Dort kann es beispielsweise gefährliche Tiere wie Schlangen geben, aber auch ein anderes Klima kann die kindliche Gesundheit beeinträchtigen. Möchtet ihr dennoch auf die Familienreise (auch) zu weiter entfernen Destinationen nicht verzichten, kann eine geführte Rundreise die beste Wahl für maximale Sicherheit sein. Dabei werdet ihr durch ortskundige Experten zu den Highlights des Landes geführt, die auch potenzielle Gefahren kennen und vermeiden können. Zudem gibt es solche Erlebnisreisen speziell auf die Bedürfnisse von Kindern sowie Jugendlichen zugeschnitten, sodass sie auch für die jüngeren Familienmitglieder niemals langweilig werden; ganz im Gegenteil. Alternativ könnt ihr eine Reise auf eigene Faust planen, müsst euch dann aber umso mehr mit potenziellen Gefahren wie Tieren, Naturkatastrophen & Co auseinandersetzen, um die Sicherheit aller Mitreisenden zu garantieren. 

Sicherheit im Reisemittel


Eine weitere Frage, die sich euch im Rahmen der Reiseplanung stellt, ist jene nach dem Verkehrsmittel. Das gilt für die An- und Rückreise ebenso wie für die Fortbewegung vor Ort. Jede Wahl bringt dabei individuelle Vor- sowie Nachteile mit sich, auch hinsichtlich der Sicherheit. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf eure Optionen und die Frage, wie ihr eure Kinder jeweils vor potenziellen Risiken schützen könnt:
 

  • Fahrzeug

Die meisten Eltern entscheiden sich für die Reise im eigenen oder im Mietwagen. Auch ein Camper ist ein hervorragendes Reisemittel, das viele Kinder begeistert. So genießt ihr maximale Flexibilität, wenn es um den Zeitpunkt der Pausen, um die Länge der einzelnen Etappen und viele weitere Punkte geht. Allerdings muss die Sicherheit euer Kinder durch Anschnallgurte, Kindersitze sowie Airbags gewährleistet sein. Zudem muss beim Campen darauf geachtet werden, dass es beispielsweise mit Hilfe von Standheizung oder Klimaanlage im Fahrzeug nicht zu heiß oder zu kalt wird. 
 

  • Flugzeug

Bei Fernreisen mit Kindern habt ihr oft keine andere Wahl, als das Flugzeug zu nutzen. Für euch als Eltern bedeutet das oft sogar mehr Komfort und ihr könnt euch vollständig auf das Kind konzentrieren. Trotzdem kann die Reise für alle Beteiligten stressig werden und aus dem Flugzeug spontan auszusteigen, ist natürlich nicht möglich. Ihr solltet daher für ausreichend Beschäftigung sorgen. Zudem ist es wichtig, dass euer Kind bei Start und Landung sowie bei Turbulenzen gut gesichert ist – entweder per Schlaufengurt auf dem Schoß eines Elternteils oder, besser noch, mit einem eigenen Sitzplatz und eventuell einem Kindersitz oder einer Babyschale. Medikamente wie Beruhigungsmittel oder Mittel gegen Reiseübelkeit dürfen hingegen niemals auf eigene Faust gegeben werden. Wenn sie überhaupt notwendig sind, dann gilt es die Einnahme unbedingt vorab mit dem Kinderarzt zu besprechen.
 

  • Zug

Aus dem Zug könnt ihr zwar ebenso wenig spontan aussteigen, dennoch gehen damit meist weniger Ängste einher, sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern. Ihr genießt außerdem mehr Bewegungsfreiheit und könnt bei Bedarf zwischendurch frische Luft schnappen, wenn ein längerer Aufenthalt an einem Bahnhof stattfindet. Er gilt daher als ideale Reisemöglichkeit für Familien und ihr als Eltern könnt euch zu 100 Prozent mit den Kindern beschäftigen. Das erlaubt euch zugleich, die Kinder stets im Auge zu behalten, denn diese sollten nicht alleine im Zug unterwegs sein. Am Bahnhof gilt zudem die Grundregel, euer Kind stets an der Hand zu halten, damit es den Gleisen nicht zu nahe kommt und nicht verloren gehen kann. 

  • Fahrrad

Immer mehr Menschen in Deutschland begeistern sich auch für eine Fahrradreise. Sie ist umweltfreundlich, günstig und gesund. Kinder können dabei je nach Alter auf einem eigenen Fahrrad, auf dem Gepäckträger oder in einem Fahrradanhänger mitfahren. Wichtig ist aber, vor allem bei heißen Temperaturen, dass sich euer Kind nicht überanstrengt. Wenn es schon selbst fährt, müsst ihr die Etappen also seinem Alter und seiner Kondition entsprechend planen. Ein Fahrradhelm ist zudem stets ein Muss, sowohl für die Eltern als auch für die Kinder – was ebenso im Kindersitz auf dem Gepäckträger gilt. Die (Sicherheits-) Ausrüstung  muss zudem qualitativ hochwertig und in gutem Zustand sein. Übrigens: Im Anhänger werden eure Kinder immer angegurtet! Und zuletzt müsst ihr sicherstellen, dass die Lichter sowie Bremsen aller Fahrräder einwandfrei funktionieren.
 

  • Schiff

Auch das Schiff kann ein zeitweises oder dauerhaftes Transportmittel im Familienurlaub sein. Manchmal müsst ihr eine (Auto-) Fähre nehmen, um an euer Ziel zu kommen. Manchmal macht ihr einen Bootsausflug vor Ort. Manchmal plant ihr gleich eine ganze Kreuzfahrt. Für eure Kinder ist die Schifffahrt so oder so stets ein Highlight, doch für euch als Eltern bedeutet sie zusätzliche Vorsicht: Behaltet eure Kinder stets im Blick, damit sie nicht über Bord gehen. Ältere Kinder können bei einer Kreuzfahrt beispielsweise in die Kinderbetreuung gegeben werden oder eigenen Aktivitäten nachgehen – an Angeboten für jedes Alter mangelt es schließlich nicht. Dann solltet ihr aber Grundregeln festlegen, was erlaubt ist, wo ihr euch wann wieder trefft, usw. 

Extra-Tipp: Bei Schifffahren solltet ihr stets kindertaugliche Mittel gegen Seekrankheit dabei haben, erneut nach Rücksprache mit dem Arzt. Ansonsten kann die Übelkeit, vor allem bei längeren Zeiträumen auf dem Schiff, zur mentalen sowie gesundheitlichen Belastung werden.
 

Swimming Pools und deren Tücken

Kinder lieben Pools. Das gilt im eigenen Garten ebenso wie im Urlaub. Ihr könnt daher durchaus einplanen, im Sommerurlaub mit euren Kindern einige entspannte „Pool-Tage“ zu verbringen. Wenn ihr aber denkt, dass ihr solange entspannen oder schlafen könnt, wartet leider eine Enttäuschung. Denn rund um den Pool lauern einige Gefahren für Kinder, die eure ständige Aufmerksamkeit erfordern. Das gilt selbst dann, wenn sie mit Schwimmhilfen gesichert sind oder bereits selbständig schwimmen können. Sprecht euch daher ab, wer jeweils die Aufsicht übernimmt – dann kann das andere Elternteil derweil entspannt die Auszeit vom Alltag genießen und der Urlaub am Pool wird für alle Familienmitglieder zum vollen Erfolg. Hier einige Grundregeln, um die Sicherheit von euren Kindern an Pools jeder Art zu gewährleisten:

  • Achtet darauf, dass Kinder, die noch nicht schwimmen können, niemals alleine ins Wasser gehen oder unbemerkt hineinfallen. 
  • Stattet Nichtschwimmer mit Schwimmhilfen wie Schwimmflügeln oder einer Schwimmweste aus.
  • Bringt eurem Kind so früh wie möglich das Schwimmen bei – der Urlaub selbst kann dafür eine hervorragende Gelegenheit sein.
  • Schützt euer Kind, wie vorab erwähnt, ausreichend vor der Sonne, auch im Wasser. 
  • Stellt klare Regeln auf, wie nicht am Beckenrand zu rennen oder ins Wasser zu springen. Diese gelten in den meisten Hotels ohnehin.
  • Seid achtsam, wenn eure Kinder tauchen, denn Ansaugpumpen unter der Wasseroberfläche können eine unbemerkte Gefahr darstellen. 
  • Nehmt den Pool daher auch selbst unter die Lupe und prüft ihn auf eventuelle Gefahren.
  • Steckt mit euren Kindern den Bereich ab, in dem sie stehen können und spielen dürfen. Ebenso könnt ihr eine „Tabuzone“ etablieren. Elterliche Aufsicht ist trotzdem jederzeit notwendig.
  • Prüft die Wasserqualität durch entsprechende Test-Sets sowie durch Beobachtung: Funktionieren die Pumpen? Schwimmen Algen an der Oberfläche? Sind die Augen durch übermäßigen Chlorgebrauch nach dem Tauchen gerötet? Im Zweifelsfall sollten die Kinder den Pool meiden.

Zuletzt lohnt es sich für euch als Eltern, vor dem Badeurlaub mit Kind einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für das Alter der Kinder zu belegen oder bestehende Kenntnisse aufzufrischen. Dann ist der Urlaub mit euren Kindern am Pool im Regelfall ohne größere Sicherheitsbedenken möglich. 

Sicherheit im Skiurlaub

Auch im Skiurlaub können einige Gefahren lauern. Wenn sich eure Kinder bereits selbst auf die Piste wagen können, ist es daher wichtig, dass sie frühzeitig die grundlegenden Sicherheitsregeln lernen – sich selbst und den anderen Pistenteilnehmern zuliebe. Ein Muss ist zudem die richtige Ausrüstung. Dazu gehört einerseits der Helm, um den Kopf des Kindes bei Stürzen oder Zusammenstößen zu schützen. Andererseits muss die Kleidung ausreichend warm sein, um eine Unterkühlung zu verhindern. Sinnvoll ist daher, dass ihr frühzeitig eine Packliste schreibt und diese an individuelle Faktoren wie das Alter eures Kindes, die geplanten Aktivitäten, die Wettervorhersage & Co anpasst. Ist es hingegen für mindestens ein Kind noch zu früh für die Piste, könnt ihr auch andere Aktivitäten wie eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten, eine Winterwanderung oder das Rodeln einplanen. Je früher also das Programm steht, desto früher könnt ihr auch die noch fehlende Ausrüstung besorgen, damit alle Familienmitglieder den Skiurlaub ohne Sicherheitsbedenken genießen.
 

Wenn das Kind verschwindet – und wie es erst gar nicht dazu kommt 

Ein Moment, welcher der Albtraum aller Eltern ist: das Kind ist verschwunden. Das kann, wie bereits erwähnt, am Strand geschehen, aber auch auf der Piste, im Wald, am Bahnhof, beim Stadtbummel oder in vielen weiteren Situationen. Im Urlaub kommt erschwerend hinzu, dass sich euer Kind in der Umgebung nicht auskennt und vielleicht eine andere Sprache gesprochen wird. Es ist deshalb wichtig, auch für dieses Szenario immer Vorkehrungen zu treffen, um es präventiv zu verhindern – oder, um im Notfall zumindest schnell wieder zueinander zu finden. Welche Maßnahmen dafür geeignet sind, hängt vom Alter eures Kindes ab:

  • Kleinere Kinder solltet ihr in Menschenmengen immer an der Hand führen. 
  • Wo es hingegen selbständig spielen kann und will, beispielsweise am Strand, muss immer ein Elternteil die Aufsichtspflicht haben und es jederzeit im Auge behalten. 
  • Für Notfälle könnt ihr eure Telefonnummer auf dem Arm des Kindes notieren. Alternativ könnt ihr ihm an einer geeigneten Stelle eine Erkennungsmarke mit Name, Hoteladresse, und Telefonnummer mitgeben. Dafür eignen sich zum Beispiel Taschenanhänger, spezielle Armbänder oder Ketten. 
  • Sobald euer Kind alt genug ist, ab etwa drei Jahren, sollte es den Hotelnamen oder eine Handynummer auswendig lernen. Spielerisch gestaltet, ist das meist kein Problem, macht Spaß und kann zum Retter in der Not werden.
  • Zieht eurem Kind gerne etwas Auffälliges an, beispielsweise eine bunt gemusterte Jacke oder einen knallroten Badeanzug. Das erleichtert euch, eure Tochter oder euren Sohn auch in Menschenmengen nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Macht zudem jeden Tag ein Foto mit der aktuellen Kleidung, das im Notfall als „Fahndungsfoto“ dienen kann.
  • Je älter euer Kind, desto mehr Grundregeln kann und sollte es erlernen. Niemals mit Fremden mitzugehen, gehört hinzu. Ebenso können eure Kinder auf fremden Sprachen einfache Sätze wie „Ich suche meine Eltern“ lernen oder im Notfall selbst die Notrufnummer zu wählen. Auch ein eigenes Handy ist für ältere Kinder eine gute Option, um sich jederzeit wiederzufinden. Und zuletzt solltet ihr eben stets einen Treffpunkt vereinbaren, an dem ihr wartet, wenn ihr jemanden aus der Gruppe verloren habt. Sollte dennoch der schlimmste Fall eintreten und euer Kind bleibt verschwunden, ruft unmittelbar die Polizei. Dass ihr dafür 24 Stunden warten müsst, ist ein gefährlicher Irrtum!
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