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Tablets für die Kleinen: Worauf sollten Eltern achten?

Der erfolgreiche Internetunternehmer Dr. Hubertus Porschen ist sich sicher: Deutsche Schulen schließen unsere Kinder gezielt von der Digitalisierung aus. Seiner Einschätzung nach müssten die Bildungseinrichtungen weitaus früher damit beginnen, dem Nachwuchs entsprechende Fertigkeit zu vermitteln.

Auch im privaten Umfeld stellt sich immer häufiger die Frage, ab wann eine Nutzung von Tablet und Co. sinnvoll erscheint. Ist der Kauf eines Kinder-Tablets sinnvoll?

Studie beweist: Digitaler Einstieg immer früher

Die aktuelle KIM Studie legt nahe, dass das Einstiegsalter für digitale Endgeräte immer weiter sinkt: Bereits jetzt besitzen rund 29 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen ein Smartphone. Zwar befürchten durchaus einige Eltern, dass die Aufmerksamkeit für soziale Kontakte und die Schule sinkt, allerdings vermittelte ein Mobiltelefon auch Sicherheit. Geht es allerdings darum, Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu erlernen, ist ein Tablet vermutlich die bessere Wahl. Die Anschaffung ist günstiger, zudem werden immer häufiger auch Produkte angeboten, die sich speziell an Kinder richten. Neben dem günstigen Einstiegspreis sprechen vor allem robuste Hardware und speziell angepasste Apps für die Kinder-Tablets. Stürze und Wasserbäder führen nicht gleich zum Gerätetod. Zudem können Eltern eine allzu exzessive Nutzung über die Software verhindern: Insbesondere die Kindertabletts sind häufig mit Apps ausgestattet, die die Verwendung zeitlich begrenzen können. Diese Einstellungen erlauben sogar eine Unterscheidung nach der Art der Nutzung: So kann der Sprössling beispielsweise zwei Stunden täglich ein E-Book lesen, aber nur eine halbe Stunde im Internet surfen.

Akkulaufzeit wichtiges Kaufkriterium

Typisch für die Kinder-Tablets ist allerdings eine reduzierte Leistung. Auf der einen Seite sinkt dadurch auch der Preis, sodass ein Defekt für die Eltern durchaus zu verschmerzen ist. Andererseits sollte beim Kauf dennoch darauf geachtet werden, dass die technischen Eckdaten nicht zu schlecht ausfallen. Ein kleines Display mit einer Diagonalen von 7 Zoll mag für die Jüngsten ausreichen, eine Auflösung von 800 × 480 Pixel erscheint allerdings kaum noch zeitgemäß. Die grobe Darstellung sorgt für verwaschene Schriften, die die Kleinkinder Augen besonders schnell ermüden. Weil das Gerät erfahrungsgemäß auch häufig in der Wohnung herumgetragen wird, ist eine lange Akkulaufzeit von Vorteil. Dabei gibt es zwischen den verschiedenen Produkten durchaus erhebliche Unterschiede: Während einige Geräte bereits nach 2 - 3 Stunden schlappmachen, können andere bis zu 7 Stunden genutzt werden, ohne dass eine Steckdose aufgesucht werden muss.

Vor dem Kauf sollte ein Produktvergleich erfolgen

Auf sämtlichen Kinder-Tablets ist ein mehr oder weniger stark modifiziertes Android installiert. Unterschiede gibt es allerdings in der Version: Ein aktuelles Betriebssystem ist bei den günstigen Geräten kaum zu erwarten, ein allzu altes Android 4.x sollte allerdings vermieden werden. Ansonsten lässt sich davon ausgehen, dass künftig immer mehr Apps nicht mehr genutzt werden können. Ein detaillierter Vergleich der Geräte ist in jedem Fall ratsam. Die Altersempfehlung der Hersteller weicht übrigens stark voneinander ab: Einige Anbieter empfehlen ihre Geräte bereits für Dreijährige; andere Hersteller gehen sogar davon aus, dass das Kind mindestens acht Jahre alt sein sollte. Dann sollten die Eltern allerdings durchaus darüber nachdenken, ein konventionelles Tablet anzuschaffen, welches von der ganzen Familie genutzt werden kann. Fachleute sehen darin sogar ein Vorteil: Die Kleinen lernen somit gleich, sich mit den anderen Familienmitgliedern abzusprechen.

 

Bilder: © Pixabay NadineDoerle