TEDDY BOMMEL UND EIN SOMMERTAG

Beitrag von Laura Meinfelder
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Draußen ist es heiß. So heiß, dass alle Einwohner des Kuscheltierlands schwitzen, obwohl sie nur ihr eigenes Fell tragen. Sie sind am weißen Schildkrötenstrand, entspannen in bequemen Liegestühlen oder schwingen an Seilschaukeln in den azurblauen Delphinteich. Der Hochsommer ist im Kuscheltierland angekommen und bleibt auf unbestimmte Zeit zu Gast.

„Alle haben Spaß. Außer ich!“ grummelt Bommel verärgert in sich hinein. „Keiner meiner felligen Freunde hat Zeit für mich! Entweder sind sie in den Urlaub gefahren oder besuchen ihre Großeltern. Der Sommer ist so öde!“ wirft er seiner Teddymama Bommella vor. Beide stehen gerade im großen Garten des Teddyhauses, den Bommella durch liebevolle Pflege zum Grünen gebracht hat. An allen Ecken sind Blumen in strahlenden Farben. Am gelben Teddyhaus hangelt sich eine grasgrüne Efeuranke entlang. Bunte Schmetterlinge fliegen durch die Gegend. Bommella gießt gerade das Beet auf dem saftige und tiefrote Himbeeren wachsen. Die Teddymama hört sich Bommels Beschwerden seit Tagen an. Doch nun blickt sie auf und sagt „Dir muss nicht langweilig sein. Ich bin doch da und du könntest mir bei all den Dingen helfen. Je schneller sie erledigt sind, desto schneller können wir beide etwas Tolles unternehmen.“

Daraufhin überlegt Bommel. Er schaut sich im Garten um und lässt den Blick über die Beete streifen. „Bei was soll ich dir denn helfen?“ fragt er. „Ich hab noch nie im Garten gearbeitet.“  Die Beiden laufen durch das grüne Paradies und Bommella erklärt ihrem Sohn was noch gegossen oder repariert werden muss. Plötzlich hat Bommel eine spannende Aufgabe gefunden. Er rennt auf die andere Seite des Gartens, holt aus dem Geräteschuppen einen Hammer, einige Nägel, Farbe und einen Pinsel heraus. Der kleine Bär flitzt in Windeseile zurück. Das Haus, in dem die schönen Schmetterlinge wohnen, ist beim letzten großen Sommerregen kaputt gegangen. Einige Bretter sind abgefallen und auch der verblasste Lack des Holzes ist abgeblättert. Bommel macht sich an die Arbeit und hämmert, pinselt und misst. Er gibt sich große Mühe und das neue Schmetterlingshaus nimmt immer mehr Form an.

Es dauert nicht lang bis der erste Schmetterling angeflogen kommt. Er fliegt um das Haus und sagt bewundernd „Oh wie toll! Du reparierst unser Haus. Da freuen wir uns sehr.“ Einige Zeit später ruft Bommel seine Mama herbei und präsentiert ihr stolz das fertige Schmetterlingszuhause. „Kaum zu glauben was du geschafft hast! Das sieht fantastisch aus. Die Schmetterlinge werden dir sehr dankbar sein. Ich bin richtig stolz auf dich, kleiner Bär.“ Bommel ist total glücklich über so viel Lob und fragt seine Mama, ob sie nun zusammen zum weißen Schildkrötenstrand gehen.

Schnell packen die Beiden eine große Strandtasche und schnappen sich den Sonnenschirm. Am Strand angekommen plantschen die beiden Bären im Wasser und schlecken das beste Eis im Kuscheltierland. Am Strand toben und spielen viele Kuscheltierkinder. Bommel freundet sich schnell mit Walter, dem Wal, und Zari, dem Zebra, an. Die Drei toben den restlichen Nachmittag was das Zeug hält und schwimmen um die Wette. Bommel freut sich, dass er heute so viel erlebt hat. Bärenmüde kuschelt er sich abends auf das Sofa und sagt schläfrig und zufrieden zu Bommella „Bauen und Baden ... das war ein toller Sommertag!“

Bilder: © Steiner Plüschshop