Das geht auf keine Kuhhaut

Beitrag von Steffen Woywode
"Das geht auf keine Kuhhaut." Diese Redewendung hast du sicherlich schon öfter gehört. Ein weitbekanntes Sprichwort, wenn etwas als übermäßig und unerträglich empfunden wird. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter?
Das geht auf keine Kuhhaut

Das geht auf keine Kuhhaut!

Die Redensart hat ihren Ursprung im Mittelalter. Nach dem damaligen Glauben führte der Teufel eine Liste über die gebeichteten Sünden eines jeden Menschen, die am Tag des Jüngsten Gerichts schließlich als Bewertungsmaßstab herangezogen werden sollte. Ob man also in den Himmel oder in die Hölle kommen würde, lag in der Anzahl der begangenen Sünden begründet. Die Liste wurde dabei aus Pergament angefertigt, welches aus der Haut von Schafen, Ziegen und Kühen gewonnen wurde. Im Größenvergleich bot die Kuhhaut natürlich den meisten Platz und erweiterte somit den Sünden-Spielraum. Man musste also folglich schon eine Menge an Sünden zu beichten haben, damit diese selbst auf einer Kuhhaut nicht mehr untergebracht werden konnten.