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Das Flüstern im Sternenland
Als der Mond hell wie eine silberne Laterne am Himmel schien, schloss Elion langsam die Augen. Doch kaum hatte er den letzten Gedanken losgelassen, spürte er, wie ein warmer Wind ihn umhüllte. Als er wieder seine Augen öffnete, lag er nicht mehr in seinem Bett, sondern Stand auf einer weiten Wiese aus grün schimmerndem Gras.
Über ihm funkelten tausend Sterne die so nah waren, als könnte man sie berühren. In der Ferne sieht man sanfte Hügel, auf denen leuchtende Bäume wuchsen. Ihre Blätter glühten wie kleine Lichter und flüsterten leise, als erzählten sie ihre uralten Geschichten.
Ein kleines Wesen mit durchsichtigen Flügeln schwebte auf Elion zu. Es hatte Augen die wie Sterne funkelten und lächelte freundlich.
„Willkommen im Sternenland“, sagte es mit einer ruhigen Stimme.
„Die Welt braucht heute Nacht einen ruhigen Wanderer.“
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Sie überquerten einen Fluss, dessen Wasser im Takt eines unsichtbaren Liedes schimmerte und gingen durch einen Wald, in dem schlafende Drachen zusammengerollt lagen wie riesige Katzen. Keiner von ihnen wachte auf als hätten sie beschlossen, dass diese Nacht nur dem Frieden gehörte.
Schließlich erreichten sie einen hohen Felsen. Von dort aus konnte Elion das ganze Sternenland sehen: fliegende Inseln, ferne Schlösser aus Wolken und Meere aus Licht. Ein Gefühl tiefer Ruhe erfüllte sein Herz.
„Vergiss nicht“, flüsterte das kleine Wesen, „all diese Welten leben in deinen Träumen.“
Der Wind wurde sanfter, die Sterne begannen zu tanzen und Elion spürte, wie seine Augen wieder schwer wurden. Langsam verblasste die Wiese, das Licht und das Flüstern bis nur noch Dunkelheit blieb, warm und geborgen.
Als Elion erwachte, lag er wieder in seinem Bett. Doch ein leises Funkeln fühlte er noch immer in sich.
Und er wusste: Die Sternenlande würden auf ihn warten jede Nacht, wenn er die Augen schloss.
Gute Nacht. Träum schön.



