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Gute-Nacht-Geschichte "Die Schatzsuche"

Eine Geschichte von Nina A. (5. Klasse/10 Jahre)
Gute-Nacht-Geschichte "Die Schatzsuche"

Es war einmal ein Geschwisterpaar namens Hannelore und Hans. Sie waren 8 Jahre alt.  Die Eltern der beiden waren verschwunden und die Kinder lebten auf einer Lichtung im Wald allein und in ärmsten Verhältnissen, doch sie waren froh dass sie sich hatten.

Eines schönen Herbsttages, als Hannelore und Hans auf den Wiesen des Waldes spazierten, bekamen sie mit, dass es einen Schatz in einem gruseligen Schloss geben soll. Der Herrscher des Schlosses war ein Riese. Die Kinder träumten von diesem Schatz, da dann alle ihre Sorgen verschwunden wären. Sie packten ein Laib Brot und ein kleines Gefäß mit Milch ein und zogen los, um den Schatz zu finden. Als sie eine Weile gewandert waren, stießen sie auf eine Höhle. In dieser wohnte ein Zwerg. Er war freundlich und bot den Kindern an, rein zu kommen. Die Geschwister waren erschöpft von dem langen Fußmarsch und so nahmen sie das Angebot an. Hannelore und Hans erzählten dem Zwerg von der Schatzsuche, dieser wurde hellhörig und ließ sich den genauen Plan der beiden Kinder erzählen. Um wieder Kraft zu haben übernachteten sie für drei Nächte in der Höhle des Zwerges. In der dritten Nacht, als Hannelore besonders früh aufwachte, sah sie, wie ein Riese sich mit dem Zwerg unterhielt. Gebannt hörte sie zu, was in dem Vorraum der Schlafkammer von den Geschwistern gesprochen wurde. Was sie hörte, beunruhigte sie und sie machte ihren Bruder wach. Hannelore machte ihm verständlich, keinen Laut von sich zu geben. Gemeinsam hörten sie, wie der Riese zu dem Zwerg sagte: „Ich sage dir, wenn diese Kinder auch nur in die Nähe von meinem Schloss kommen, dann bekommst du, wenn du Glück hast vielleicht noch eine Karotte bevor ich dir dein Leben nehme!“ Siegessicher versicherte der Zwerg, dass er die Geschwister irgendwie losbekommen würde, ohne dass sie auch nur in die Nähe des Schlosses kämen. Der Riese aber sprach: „Nein, locke sie zu meinem Schloss. Ich werde eine Falle bauen und sie hart für mich arbeiten lassen!“ 

Drei Tage später war genau das geschehen, was der Riese wollte, er hatte eine Falle gebaut, worin er die Kinder gefangen hatte und nun bekamen sie wenig zu essen und mussten von früh bis spät hart für ihn schuften.

In einer schönen Winternacht veranstaltete der Riese ein rauschendes Fest, wo die Kinder den Gästen dienen mussten. Eine Fee hatte Mitleid mit ihnen und half Hannelore und ihrem Bruder aus der Gefangenschaft des Riesen zu fliehen. Sie schilderte dem Geschwisterpaar den Weg zum Schatz. Als diese den Schatz fanden, stieß Hannelore einen Freudenschrei aus und im selben Moment wurde ihr klar, was sie soeben getan hatte. Erschrocken lauschten sie in die Stille hinein und stellten erleichtert fest, dass sie niemand bemerkt hatte. Gemeinsam schlossen sie die Schatztruhe auf und fanden einen großen, aus reinstem Gold bestehenden Ring, ein Zaubertuch und einen Zauberkamm. Die Kinder konnten ihr Glück kaum fassen, als sie in dem Stein des Ringes ihre Eltern in der Gefangenschaft des Riesen sahen. Hannelore und Hans konnten sie befreien. Zu viert rannten sie aus dem Wald hinaus und als sie an der Lichtung ankamen, da stand dort ein schönes Haus. Vor dem Haus stand die Fee, sie sagte: „Dieses Haus ist nun euers und die drei Gegenstände sollen euch für immer Reichtum bescheren!“

Die Familie lebte bis an ihr Ende und ich wünschte du und ich, wir wären auch dabei gewesen!     

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