Jetzt den Newsletter für die ganze Familie abonnieren!

Ihr wollt immer auf dem Laufenden sein, exklusive Informationen vorab erhalten und an den neuesten Gewinnspielen teilnehmen?
Kein Problem!

Anmeldung »

Gute-Nacht-Geschichte "Frieda Faulpelz"

Eine Geschichte von Helga Licher
Gute-Nacht-Geschichte "Frieda Faulpelz"

Frieda Faulpelz lebte in einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Sie verbrachte den Tag meistens im Bett, denn Frieda war immer müde und hatte keine Lust aufzustehen.

Eines Morgens, Frieda lag gerade friedlich schlummernd in ihren Kissen, klingelte es laut an der Haustür. Erschrocken sprang Frau Faulpelz aus ihrem Bett und schlich leise zum Fenster. Vorsichtig spähte sie durch die Vorhänge und sah einen Mann in einer Uniform vor der Haustür stehen.
»Hallo Frieda Faulpelz, machen Sie bitte die Tür auf, ich habe Post für Sie!«

Frieda überlegte, wer sollte ihr wohl schreiben? Misstrauisch öffnete sie die Tür einen Spalt und sah den Postboten fragend an. »Ist der Brief wirklich für mich?«

Der Postbote nickte nur und reichte ihr einen blauen Umschlag, der mit einer bunten Briefmarke beklebt war.
Frieda schloss die Haustür schnell wieder und setzte sich auf das Bett, um den Brief zu lesen.
»Liebe Frieda«, stand da geschrieben, »ich komme dich heute besuchen. Viele Grüße deine Tante Gundel.«
Frieda war sprachlos, sie konnte sich kaum an Tante Gundel erinnern. In den letzten Jahren hatte sie nie Besuch bekommen. Ratlos sah sie sich im Zimmer um. Überall stand schmutziges Geschirr und die Fenster mussten auch dringend geputzt werden.

Auf den Schränken lag eine dicke Staubschicht und auf den Fensterbänken standen vertrocknete Blumen. So konnte Frieda keinen Besuch empfangen. Schnell stand sie auf, band sich eine bunte Schürze um und räumte zuerst das Schlafzimmer auf. Sie zog bunte Bezüge auf die Kissen und legte ihre Strümpfe in den Kleiderschrank.
Dann wusch sie das Geschirr ab, putzte die Fensterscheiben und wischte den Fußboden blitzblank. Zum Schluss rührte sie noch den Teig für einen Schokoladenkuchen an. Frieda holte das beste Geschirr aus dem Schrank, legte eine bestickte Decke auf den Küchentisch und stellte frische Blumen in eine Vase.

Zufrieden setzte Frieda Faulpelz sich in den Sessel und sah sich stolz um. So gemütlich hatte es schon lange nicht mehr in ihrem Haus ausgesehen. Gerade als sie den Kuchen aus dem Backofen holen wollte, hörte sie Tante Gundels laute Stimme: »Hallo Frieda, öffne die Tür, ich bin da!«

Frieda lief zur Haustür und wurde stürmisch von ihrer Tante begrüßt.
Sie tranken Kaffee, aßen von dem köstlichen Kuchen und hatten sich sehr viel zu erzählen. Es wurde ein wunderschöner Nachmittag und Frieda versprach Tante Gundel demnächst auch zu besuchen.

« Zurück zur Übersicht