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Sterne gucken

Durch die Lichter der Stadt sieht man selbst in einer wolkenlosen Nacht nicht mehr alle Sterne am Himmel funkeln. Schuld ist die sogenannte Lichtverschmutzung, die den Blick auf schwache Sterne, kosmische Gasnebel und die Milchstraße dermaßen trübt, dass man sie nur verschleiert zu sehen bekommt.
Sterne gucken

Sterne gucken - Ein (ungetrübter) Blick auf die Sterne

Je größer die Bevölkerungsdichte ist, desto mehr Lichtquellen können den Anblick der Sterne trüben. Es gibt aber auch in ganz Deutschland viele schöne Ecken, an denen man einen ungetrübten Blick auf die leuchtenden Himmelskörper genießen kann. Hier können Eltern mit ihren Kindern die Sterne in ihrer vollen Pracht bewundern. Welche das sind, wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Deutschlands dunkelste Ecken

Entlang der Mecklenburgischen Ostseeküste kann man die Milchstraße besonders gut erkennen: von Lüneburg bis zur Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte (Richtung Osten) kann man den Sternenhimmel in seiner natürlichen Form beobachten. Das Gleiche gilt für den 80 Kilometer von Berlin entfernten Ort Gülpe – durch die geringe Bevölkerungsdichte stören die Lichter der Stadt kaum beim Sternegucken. Der „dunkelste Ort Deutschlands“ befindet sich aber im Biosphärenreservat Rhön.

Einen Stern verschenken

Noch spannender gestalten kann man das Sternegucken, wenn man nach seinem eigenen Himmelskörper Ausschau hält. Heutzutage kann man Kindern ihren eigenen Stern schenken, zum Beispiel auf dieser Webseite. Neben einem persönlichen Zertifikat, auf dem der Name des Sterns eingetragen wird (den man sich selbst aussuchen kann), erhält man auch eine Karte, auf der beschrieben wird, wie man den Stern am Himmel finden kann. Dadurch macht es gleich doppelt so viel Spaß, an einem dunklen Ort nach seinen eigenen Stern Ausschau zu halten.

Sterne im Urlaub beobachten

Im Ausland gibt es natürlich auch viele Orte, an denen man eine klare Sicht auf die Sterne genießen kann. Wer zum Beispiel einen Familienurlaub in Schottland plant, kann sich in den Highlands auf eine ungetrübte Sicht freuen. In Österreich und der Schweiz hingegen sind die Alpenregionen am besten geeignet, um die Himmelkörper zu beobachten – und in Kroatien der Hausberg Srd in der Hauptstadt Dubrovnik. In Sizilien hat man auf dem Ätna die beste Aussicht und auf der Insel La Palma von den Berggipfeln aus. Es lohnt sich also durchaus, sein Fernglas mit in den Urlaub zu nehmen.

Ein Teleskop verbessert die Sicht

Manche Sterne sind so klein, dass man sie selbst an einem dunklen Ort in einer wolkenfreien Nacht kaum erkennen kann. Um die Sicht zu verbessern, kann man sich ein Teleskop besorgen. Es ist nicht nur viel größer als ein Fernglas, sondern macht Sterne am Himmel sichtbar, die man mit dem bloßen Auge gar nicht sehen würde. Für Erwachsene und Kinder ist ein Teleskop geeignet, sofern man es mehr als einmal benutzen möchte. Denn die Anschaffung ist mit erheblichen Kosten verbunden und sollte deshalb gut überlegt sein.

Bilder: © Bild 1: istock.com/nico_blue; Bild 2: istock.com/angelinast