Stockbrotteig

Stockbrot, auch Knüppelbrot oder Knüppelkuchen genannt, ist für die Sommersaison am Lagerfeuer heiß begehrt. Deshalb haben wir zwei Stockbrotteig Rezepte für euch gesammelt - einmal Stockbrotteig ohne Hefe, und einmal Stockbrotteig mit Hefe bzw. Stockbrot ohne Milch. Stockbrot selber machen - So geht's!
Stockbrotteig

Stockbrotteig Rezepte

Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen und das heißt, dass man endlich abends wieder länger draußen sitzen und etwas unternehmen kann. Lagerfeuer dürfen bei lauen Sommernächten nicht fehlen! Am besten mit Stockbrot und Marshmallows, die man im Feuer rösten kann. Damit ihr für solche Abende am Lagerfeuer bestens gerüstet seid, haben wir für euch zwei Rezepte für Stockbrotteig aber vorher gibt es ein paar Informationen rund um Stockbrot.

Was ist Stockbrot?

Stockbrot besteht aus Hefeteig und wird, um Stöcke oder Stäbe gewickelt um es über ein offenes Feuer zu halten. Es ist eine beliebte Tätigkeit bei Ferienlagern oder andern geselligen Runden am Lagerfeuer. Im Osten Deutschlands ist es als Knüppelkuchen bzw. Knüppelteig bekannt. In Österreich sagt man dazu Schlangenbrot und in Dänemark findet man es unter Snobrød. Es gibt aber zahlreiche Varianten in fast jedem europäischen Land. Ihr findet sicher eine abgewandelte Variante im nächsten Urlaub – einfach mal die Augen offen halten. 

Stockbrotteig

Wenn ihr Stockbrotteig zubereitet, mach das möglichst mit wenig Wasser! So lässt sich später der Stockbrotteig besser um den Stock wickeln. Wenn ihr nicht wollt, dass der Teig an euren Fingern klebt, zieht Einweghandschuhe an! Um den Teig später ordentlich um den Spieß drehen zu können, formt ihn vorher zu einer Rolle und wickelt ihn schlauchförmig um euren Stock oder Spieß. Außerdem achtet darauf, dass ihr nicht zu viel Teig auf einen Stock dreht, sonst wird euer Stockbrot zu dick und es dauert lange, bis es gar wird und ihr es endlich essen könnt!

Was ist bei Stockbrotteig sonst noch zu beachten?

1)   Stockbrotteig niemals mit Eiern machen – da der Teig selten komplett durch gebacken wird werden Salmonellen nicht zerstört und es besteht ein Risiko. Dem kann man aber entgehen in dem man keine Eier dem Rezept hinzufügt.

2)   Achtet auf das richtige Holz – nicht alles eignet sich als Stock! Das Holz sollte trocken sein und natürlich nicht giftig. In Frage kommen dafür: Haselnuss, Buche und Weide. Es gibt aber auch Stäbe zu kaufen, diese sind dann aus Metall. So eine Anschaffung lohnt sich aber nur wenn ihr vorhabt öfter Stockbrot zuzubereiten. 

3)   Eurer Stock sollte eine ungefähre Länge von 150 cm haben – je nach Feuergröße ist das genügend Abstand um euch nicht zu verbrennen aber eurer Brot weit genug ins Feuer zu halten.

4)   Niemals direkt ins Feuer halten – Stockbrot wird über dem Feuer gebraten, dabei ist die Hitze wichtig um eine ähnliche Wirkung wie ein Backofen zu bekommen. Wenn ihr aber euren Stock samt Brot direkt ins Feuer haltet verbrennt ihr beides. Das ist nicht nur eine Gefahr für euch, sondern ihr habt dann auch nichts vom grade angebrachten Brot. 

Nun wisst ihr, was ihr beachten müsst! Somit kann es an den Stockbrotteig gehen, fehlen nur noch die Rezepte:

Stockbrotteig ohne Hefe

Stockbrottteig ohne Hefe ist die schnelle Variante für Stockbrotteig, falls ihr nicht so lange warten könnt oder wollt, bis ihr den Teig am Lagerfeuer gar röstet. Deshalb nehmen wir für diese Variante Backpulver, anstatt Hefe.

Für ca. 10 Stockbrote:

  • 500 g Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 EL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

Stockbrotteig ohne Hefe zubereiten

Für das Stockbrot ohne Hefe wird das Mehl mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel vermischt. Dann müsst ihr die Milch langsam dazugegeben und anschließend mit der Hand einen geschmeidigen Stockbrotteig kneten. 

Die Zubereitung von Stockbrotteig ohne Hefe ist eigentlich fast wie das Stockbrotteig mit Hefe. Der Stockbrotteig muss hier im Gegensatz zu der Variante mit Hefe nur circa eine Stunde ruhen, bis ihr ihn ans Feuer halten könnt!

Stockbrotteig mit Hefe / Stockbrotteig ohne Milch

Wenn ihr Stockbrotteig mit Hefe anfertigt, müsst ihr einplanen, dass der Stockbrotteig mindestens ein paar Stunden braucht, um sich zu verdoppeln. Denn das besondere am Hefeteig ist, dass er an warmen Orten langsam aufgeht, und somit locker und fluffig wird. 

für ca. 10 Stockbrote:

  • 500g Mehl
  • 2 Teelöffel Salz
  • 3 Teelöffel Zucker
  • 1 Päckchen (7g) Trockenhefe
  • 320-340 ml lauwarmes Wasser (oder halb Milch halb Wasser)

Stockbrotteig mit Hefe zubereiten

Das Mehl sieben, in eine Schüssel geben und mit der Hefe vermischen. Dann löst ihr Salz und Zucker im lauwarmen Wasser (Milch) auf und gebt das Gemisch unter rühren langsam zu der Hefe-Mehl-Mischung hinzu. 

(Unbedingt lauwarmes Wasser benutzen, das ist gut für die Hefe)

Den Stockbrotteig ca. 5 Min. kneten und anschliessend bei Raumtemperatur warmstellen (ca. 4-5 Stunden).

Stockbrotteig Varianten

Natürlich könnt ihr nach eigenem Bedarf Zutaten hinzufügen. Ihr solltet aber darauf achten, dass sich die Konsistenz des Teigs nicht zu stark verändert. Er muss immerhin weiterhin gut am Stock halten. Auch sollten die Zugaben gut geschnitten sein, um den Teig nicht unnötig zu beschweren. So verhindert ihr, dass eure Zutaten über dem Feuer herausfallen oder den Teig herunterziehen. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Variante mit Räucherspeck, Käse und Zwiebeln? 

Oder eine Laugenteig Variante? Hierfür müsst ihr den Hefeteig wie im vorangegangenen Rezept vorbereiten. Danach kocht ihr 1,5-Liter-Wasser mit 3 Esslöffeln Natron auf umso eine Natronlauge herzustellen. Darin lasst ihr immer wieder kleine Portionen eures Hefeteigs kurz unter dem Siedepunkt für eine Minute ziehen.

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