Warum ist die Milch weiß?

Um zu erklären, warum die Milch ihre weiße Farbe hat, ist es erst einmal notwendig zu verstehen, wie Milch überhaupt zusammengesetzt ist.
Warum ist Milch weiß?

Warum hat Milch ihre weiße Farbe?

Milch ist eine Emulsion, also eine Mischung aus zwei Flüssigkeiten, die eigentlich nicht zusammenpassen. Das ist in der Milch zum einen zu fast 90 Prozent Wasser, zum anderen Fett. In dem Wasser, auch Milchplasma genannt, sind die ganzen „guten“ Bestandteile der Milch: Milchzucker, Eiweiße, Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Eisen und Vitamin C. Das Milchplasma ist eine fast klare, leicht gelbliche Flüssigkeit noch ohne die weißen Körperchen. Fett mischt sich nun aber nicht mit dem Wasser. Deshalb gibt es in der Milch noch einen Emulgator, das sogenannte Lecithin, der beide Flüssigkeiten miteinander verbindet. Um diese Verbindung herzustellen, umschließen die Lecithin-Moleküle die Fetttröpfchen und verteilen sie so gleichmäßig als winzige Teilchen in der Milch.

Warum ist die Milch weiß?

Wie kommt nun aber die weiße Farbe ins Spiel? Farbe entsteht durch die verschiedenen Farbanteile im Licht. Wenn alle Farben des Lichts gemeinsam von einer Oberfläche reflektiert, also zurückgeworfen werden, dann nehmen unsere Sinneszellen im Auge das Licht als „weiß“ wahr. In der Milch reflektieren nun die vielen kleinen Fett-Tröpfchen das Licht hin und her und zerstreuen es in alle Richtungen. Dadurch werden, wenn wir die Milch anschauen, wieder alle Farbanteile addiert und wir sehen… weiß.