4902
Zahnhygiene

Zahnhygiene bei Kindern – Pflege mit dem ersten Zahn

Die Bundeszahnärztekammer schlägt Alarm: Bei unter 3-Jährigen leiden 10 bis 15 Prozent unter Milchzahnkaries. In sozialen Brennpunkten sind es sogar knapp 40 Prozent. Auch der Zahnreport 2020 deckte auf, dass Karies eines der häufigsten Probleme bei Kindern ist. So hat ein Drittel der 12-Jährigen bereits Karies im bleibenden Gebiss. Damit es nicht so weit kommt, ist die richtige Zahnhygiene wichtig – und das von Anfang an.

Darum sollten auch Milchzähne ausreichend geschützt werden

Viele Eltern glauben, Karies in Milchzähnen sei nicht schlimm, immerhin fallen diese sowieso aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. Deshalb vernachlässigen sie die Zahnhygiene bei ihrem Nachwuchs. Allerdings wird dabei unterschätzt, dass Milchzähne als Platzhalter für die späteren Zähne eine große Bedeutung haben. Leiden Milchzähne an Karies, kann dies auch die nachfolgenden Zähne betreffen. Denn bei einer tief gehenden Karies ist das Fundament geschädigt, wodurch sich die bleibenden Zähne verschieben können. Unter Umständen ist später eine kieferorthopädische Behandlung notwendig. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass durch Karies ausfallende Milchzähne im Frontbereich des Oberkiefers die Sprachentwicklung des Kindes beeinträchtigen können.

Ab wann sollten Kinderzähne geputzt werden?

Wenn Babys zahnen und der erste Zahn durchbricht, empfehlen Zahnärzte, die Milchzähne regelmäßig zu putzen. Eltern können auch jetzt schon einen Termin für einen ersten Zahnarzt-Besuch mit ihrem Kind machen. In der Zahnarztpraxis kann spielerisch gelernt werden, wie richtiges Zähneputzen geht.

In der Regel erscheint im 6. Monat das erste Zähnchen in der Mundhöhle. Dann ist der richtige Zeitpunkt, seinem Nachwuchs jeden Abend vor dem Schlafengehen die Zähne zu putzen. Dabei nach der KAI-Methode vorgehen: Also zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zuletzt die Innenflächen schonend reinigen. Ab dann die Kinderzähne mindestens zweimal täglich putzen. Mit 1,5 bis 2 Jahren kann man das Kind spielerisch an die selbständige Zahnpflege heranführen. In diesem Alter bedarf es allerdings noch der elterlichen Unterstützung. Erst in einem Alter von etwa 8 Jahren können Kinder ihre Zähne komplett alleine putzen.

In der Regel erscheint im 6. Monat das erste Zähnchen in der Mundhöhle. Dann ist der richtige Zeitpunkt, seinem Nachwuchs jeden Abend vor dem Schlafengehen die Zähne zu putzen. Dabei nach der KAI-Methode vorgehen: Also zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zuletzt die Innenflächen schonend reinigen. Ab dann die Kinderzähne mindestens zweimal täglich putzen. Mit 1,5 bis 2 Jahren kann man das Kind spielerisch an die selbständige Zahnpflege heranführen. In diesem Alter bedarf es allerdings noch der elterlichen Unterstützung. Erst in einem Alter von etwa 8 Jahren können Kinder ihre Zähne komplett alleine putzen.

Diese Utensilien helfen bei der Zahnpflege

Für die tägliche Zahnpflege sollten Eltern eine sehr weiche, angefeuchtete Zahnbürste verwenden, alternativ eine Zahnbürste mit extra weichen, abgerundeten Borsten. Das schützt das empfindliche Zahnfleisch vor Verletzungen. Mit zunehmendem Alter kann auch über eine elektrische Kinderzahnbürste nachgedacht werden. Schallzahnbürsten reinigen schonend und dennoch gründlich. Mittlerweile gibt es viele tolle Kinder-Produkte mit cooler, wandelbarer Optik und App-Unterstützung.

Zum Zähneputzen für Kinder sollte eine Zahncreme mit einem Fluoridgehalt von 500 ppm verwendet werden. Nach dem Putzen den Mund besser nicht ausspülen, damit das Fluorid wirken kann. Das macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und schützt vor Karies durch Zucker und Co.

Motivation mit Zahnputzliedern

Bei Babys und Kindern ist es wichtig, das Zähneputzen interessant zu gestalten. Hier bieten sich Zahnputzlieder an. Sie bereiten den Nachwuchs spielerisch auf die regelmäßige Zahnroutine vor und erhöhen die Motivation beim Zähneputzen.

Hilfe vom Experten in der Zahnputzschule

Richtiges Zähneputzen bei Kindern gelingt nicht immer sofort. Deshalb gibt es so genannte Zahnputzschulen. Unter Anleitung eines erfahrenen Zahnarztes lernen die Kleinen dort in der Gruppe nicht nur die KAI-Methode, sondern auch, wie sie enge Zahnzwischenräume mit Zahnseide richtig reinigen.

Ein weiterer Vorteil der Zahnputzschule: Besuche beim Zahnarzt werden zu etwas Selbstverständlichem. Angst vorm Zahnarzt kann so gar nicht erst entstehen.

« Zurück zur Übersicht