Museumspark Gehlberg

Zwischen Ilmenau und Suhl liegt in Thüringen der Suhler Ortsteil Gehlberg. Hier haben die Gehlberger einen Thüringer Museumspark errichtet, der von den Traditionen des Lebens im Thüringer Wald erzählt.

Dieser Museumspark ist ein kurzweiliger Ausflugstipp für die ganze Familie und besteht aus mehreren, nahe beieinander gelegenen Museen. Neben dem Museum lädt eine kleine, typische Thüringer Pension zur gemütlichen Übernachtung ein. Die Besitzer geben gerne noch den einen oder anderen Ausflugstipp mit auf den Weg.


Glasmuseum Gehlberg

Der Unternehmer Gundelach hatte im 19. Jahrhundert ein Gehlbach eine seiner Glashütten gegründet. Rund um diese 1990 stillgelegte Glashütte residiert heute der Museumspark. Die Glasmachertradition aber ist in Gehlberg noch viel älter. Schon im Jahre 1645 gründete Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha eine Glashütte, der dann die erste Gehlbacher Glashütte im Ort folgte. Der Quarzsand wurde in nahen Bergwerken gewonnen. Im 19. Jahrhundert gab es industriell arbeitende Glashütten, die vor allem technische Gläser wie Röntgen-Röhren in die ganze Welt exportierten. Im November 1895 beginn die Herstellung der Röntgen-Instrumente kurz nach der Entdeckung der Röntgen-Strahlen. Das Glasmuseum residiert im ehemaligen Herrenhaus des Glashüttenbesitzers Emil Gundelach. Besonders interessant ist als Besuchstag der Freitag, wo es eine Glasbläser-Schauvorführung gibt. Im Museumsshop gibt es herrliche kleine Glasfiguren zu kaufen.


Museum für Regionalgeschichte

Der Museumsteil Heimat- und Regionalgeschichte im Glasmuseum zeigt, wie die Bewohner vor Jahrhunderten am Gebirgskamm in Thüringen gelebt und gewohnt haben. Dort gibt es eine der ältesten Bienenstationen aus Deutschland.


Das Wilderermuseum

Mit der Welt des Thüringer Waldes, der Natur und der Wilderei befasst sich das Wilderermuseum. Die Bevölkerung hier oben war nicht eben reich. So suchte so mancher Familienvater, mit der Wilderei den Mittagstisch seiner Familie aufzubessern. Alte Fallen und Jagdwaffen sind zu sehen. Einige seltene Tiere sind hier ausgestopft zu bewundern, darunter als ein Höhepunkt einer der letzten thüringischen Braunbären.


Das Postamtsmuseum und das Wettermuseum

Auf seine Art erzählt auch das Postamtsmuseum von der Vergangenheit. Alte Postutensilien mit Schwerpunkt auf der Geschichte der Post in der DDR und ein funktionstüchtiger Fernschreiber werden ausgestellt. Daneben befindet sich das wunderschön gestaltete Museumscafé Da Capo, in dem so manche Thüringer Köstlichkeit zu genießen ist.


Das Wettermuseum

Schon 1772 errichtete Herzog Ernst II von Sachsen-Coburg-Gotha eine astronomische Station mit Wetterbeobachtungsstatus auf dem Schneekopf. Das Museum berichtet vor allem von der Wetterbeobachtung und von Wetterphänomenen.


Informationen zum Museumspark

Der Museumspark in der Glasmacherstraße 1 im Suhler Ortsteil Gehlberg schließt sich an einen weitläufigen Park mit uralten Bäumen, Springbrunnen und Spielplatz an. Direkt vor dem Park stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Vom Bahnhof Suhl aus erreicht ihr Gehlberg mit der Regionalbahn in 30 Minuten. Vom dortigen Bahnhof aus sind es allerdings noch 30 Minuten bis in die Glasmacherstraße zu laufen. Öffnungszeiten sind von Mai bis Oktober mittwochs bis freitags von 11 bis 17, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Von Dezember bis April öffnet der Park am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 11 bis 16, am Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Das Museum ist nicht barrierefrei. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene vier Euro, ermäßigt 3 Euro und für Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren 1,50 Euro. Noch jüngere Thüringen-Besucher zahlen keinen Eintritt.

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