Nationalpark Harz

Mit einer Fläche von 25.000 Hektar lädt der Nationalpark Harz seit 2006 zum Erkunden ein.

Der Nationalpark Harz

Der Park erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. 97% sind mit Buchen oder Fichtenwäldern bedeckt. Der Brocken mit seiner Höhe von 1141,3 m bildet den höchsten Punkt des Nationalparks und ermöglicht bei guter Sicht sogar einen wunderbaren Blick. Ein bisschen Glück gehört dazu um die atemberaubende Aussicht genießen zu können, da der Brocken mit 300 Tagen Nebel im Jahr der nebeligste Ort Deutschlands ist. Wird man mit freier Sicht belohnt, kann man unter anderem bis zum Großen Inselsberg & Beerberg (112 km) oder dem Völkerschlachtdenkmal von Leipzig (130 km) sehen.

Für Beobachter und Tierliebhaber bietet der Nationalpark eine Vielzahl an zu entdeckenden Arten. Neben Wäldern bietet der Harz auch Moore, Fließgewässer, Felsen und Zwergstrauchheiden der waldfreien Brockenkuppe als Lebensraum an.

Der alte neue Luchs

Neben Rotwild und Wildschweinen lassen sich auch bedrohte Tierarten wie der Sperlingskauz oder die Mosaikjungfer im Schutz des Parks finden. Eine Besonderheit ist der nun wieder heimische Luchs. Seit 2000 wurde er erfolgreich wieder ausgewildert. Das scheue Tier wird Wanderern aber eher selten begegnen, deshalb lohnt sich ein Blick zum Luchsgehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg. In mittlerweile zwei großen Gehegen können die Tiere begutachtet werden, haben aber stets die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Dem Nationalpark ist es wichtig durch diese Begegnungsstätte den Menschen den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und ihrer dynamisch ablaufenden Prozesse nahezubringen. Von Anfang April bis Mitte November haben die Besucher sogar zweimal die Woche die Möglichkeit bei einer Fütterung dabei zu sein. Ein Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Auerhahn wieder heimisch

Ebenfalls neu angesiedelt und bestaun bar in einer Begegnungsstätte ist der Auerhahn. Dieser verschwand zwischen 1920 und 1930 aus der Harz Region durch die konstante Ausrottung durch die Jagd und die Ausbreitung des Menschen. Schon seit den 1970ern wird der prächtige Vogel wieder ausgewildert. Das Gehege Lonau bietet einen Blick auf diese Tiere und informiert über die Vergangenheit des stolzen Hahnes.

Bei aller Erkundungslust wird aber darum gebeten sich innerhalb des Nationalparks nur auf ausgeschilderten Wanderwegen zu bewegen, damit der Natur auch Ruhezonen eingeräumt werden kann.

Die Belohnung für vorsichtige Wanderer ist eine fabelhafte Landschaft und die eine oder andere Tiersichtung.